3 Nov

Von Punkte zählen über Paleo zur Steeve Reeves Diät

Da geht noch was.Für den Moment bin ich mit meinem Gewicht da, wo ich hin wollte. Zeitlich hat es nicht gereicht, um bei der deutschen Meisterschaft im Natural-Bodybuilding teilzunehmen, dafür habe ich aber jetzt die idealen Voraussetzungen für eine Teilnahme im nächsten Jahr geschaffen.

Mein Körper hat nun ein wenig Zeit, sich an das neue Gewicht und die gut 10% Körperfettanteil zu gewöhnen. Das ist nicht zu wenig und nicht zu viel um die verlorene Muskelmasse zurück zu holen und idealerweise dorthin zu bringen, wo sie noch fehlt. Vor allem meine Haut braucht dringend eine Pause, um sich zu erholen.

Ich habe insgesamt 31 Kilogramm abgenommen, den Großteil davon innerhalb von sechs Monaten. Mit Diäten habe ich in den letzten 20 Jahren viele Erfahrungen gesammelt, mit dem Jojo-Effekt allerdings auch, sobald man in alte Gewohnheiten zurück fällt. Dafür gab es immer gute Gründe, wie Krankheit, Beruf, Hausbau oder Kind. Es gibt einige grundlegende Dinge, die ich allen mit auf den Weg geben möchte, die ernsthaft abnehmen wollen, unabhängig von einer Wettkampfvorbereitung oder einfach nur so.

Gleichgültig ob Punkte zählen, Low-Carb, Paleo, Schlank im Schlaf, Dukan und sonstige Diät-Systeme, alle haben eines gemeinsam: Sie funktionieren, wenn man sich daran hält.

Ja richtig gelesen, sie funktionieren alle. Die Ursache dafür ist ganz einfach, denn am Ende läuft es immer, wirklich immer auf FDH hinaus. Die Kalorienbilanz entscheidet. Die Frage ist jetzt nur, mit welchem System (Nährstoffverteilung und Timing) komme ich persönlich am besten klar? Denn da gibt es tatsächlich enorme Unterscheide, die eben sehr individuell sind. Der eine kocht gerne, der andere hat einfach keine Zeit dafür, der eine hat keinen Stress damit Kalorien oder Punkte zu zählen, für den anderen ist es einfach nur lästig. Ich habe für mich den optimalen Weg gefunden, ich habe diese Ernährungweise sechs Monate durchgehalten und werde mich im Prinzip auch weiterhin so ernähren.

Nach guten Erfahrungen mit der Paleo-Diät, ohne dabei Kalorien zu zählen, kann ich für die meisten Menschen diese Ernährunsweise empfehlen, sie ist vollkommen Langzeit-tauglich. Da ich in kurzer Zeit ein bestimmtes Ziel erreichen wollte, konnte ich damit aber nicht wie vorher weiter machen. Ich entschied mich dazu Kalorien zu erfassen und meinen echten persönlichen Bedarf zu ermitteln.

Die Paleo-Diät hat für mich einige Einschränkungen, die ich nicht weiterhin so einfach akzeptieren kann, denn ich mag Hülsenfrüchte sowie Kartoffeln und seit ich Milchprodukte wieder vertrage, habe ich auch diese wieder in meinem Ernährungsplan. Dennoch gibt es reichlich Überschneidungen in wesentlichen Punkten, die ich beibehalte. Ich hatte es an anderer Stellte bereits geschrieben, dass ich mich für die Wettkampfvorbereitung für die Diät von Steeve Reeves und Bruce Randall entschieden, die natürlich sehr für aktive Sportler ausgelegt ist. Mit „Reis+Hühnchen“ hat das wenig zu tun. Spannend ist, wie groß die Gemeinsamkeiten mit den jetzt modernen Diäten sind, obwohl diese Ernährungspläne aus den 40er und 50er Jahren des letzten Jahrhunderts stammen:

  • Möglichst wenige industriell verarbeitete Lebensmittel
  • Viel Gemüse
  • Ausgewogen Kohlenhydrate, Eiweiß und Fett
    (was für mich, nach der Diät,  ca. 175 g Kh, 175 g Protein, 70 g Fett bedeutet)
  • Kein Gluten
  • Möglichst kein Zucker
  • Kein Alkohol

Heute war der erste Tag, an dem ich wieder schwerer trainieren konnte, das dauert länger, als gedacht. Die letzten Wochen waren vor allem durch extremen Muskelkater geprägt, ein Gefühl, das ich fast vergessen hatte. Seit fast einem Monat versuche ich nun einen ausgeglichenen Kalorienhaushalt hin zu bekommen, denn das ist Voraussetzung, um wieder Muskelmasse aufzubauen, dabei möchte ich natürlich nicht über die 10% Körperfett hinaus gehen. Kein unbedingt einfacher Ansatz.  Im März/April möchte ich noch einmal einige Wochen richtig Diäten, um unter die 90 Kg-Marke zu gelangen, die aktuelle Differenz zum angestrebten Wettkampfgewicht ist mir nach der Erfahrung der letzten Monate einfach noch zu hoch. Nach heutigem Stand müsste ich noch grob 10 Kg abnehmen. Das ist mir zu viel, es sollten 6 – 8 kg über Wettkampfform sein, daher die 90 Kg-Marke.

Die Körpermaße verändern sich gerade wieder deutlich, glücklicherweise zum Positiven, was ich nicht ganz erklären kann. Der Bauchumfang ist noch gesunken, die Beine haben wieder zugelegt, die Arme wollen noch nicht. Nach wie vor ermittle ich einmal in der Woche die aktuellen Körperdaten, die hier nachgelesen werden können: Natural-Bodybuilding

Die Lean-Mass bewegt sich aktuell bei knapp 84 Kg, der FFMI ist, nach wie vor, deutlich unter 25.

Dass ich eher im Mittel-Schwergewicht landen würde, hätte ich nie gedacht. 😉

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