29 Apr

Von O bis O, (Back on Paleo)

Prioritäten ändern sich, im Juni 2013 hatte ich noch über meine Erfahrungen und Erfolge mit der Paleo-Diät berichtet, damals noch mit dem Ziel bis Oktober unter 10% KFA zu kommen, es sah zu dem Zeitpunkt echt gut dafür aus, dass ich dieses Ziel erreichen würde. Dann haben wir ein altes Haus gekauft.

Schwupps hatte ich kaum noch Zeit und Ernährung, sowie der Sport haben darunter gelitten. Ich habe mich zwar nach wie vor glutenfrei und caseinfrei ernährt, aber von der Paleo-Ernährung blieb in dieser Zeit nicht viel übrig. Ich war froh, wenn ich es noch zumindest einmal in der Woche in das Studio schaffte. Die sechs Monate kosteten mich einige Kilo (nach oben) und einige Prozentpunkte Körperfett. Zwar habe ich mein ursprüngliches Startgewicht bei weitem nicht wieder erreicht, aber zufrieden bin ich nun natürlich dennoch nicht.

Also heißt das neue Programm von „O bis O“, von Ostern bis Oktober, direkt nach Ostern habe ich wieder mit der Paleo-Ernährung begonnen und bis Oktober soll mein ehemaliges Ziel erreicht werden. Zwar möchte ich nicht unbedingt bei der GNBF starten, was mit 39 Jahren einfach wenig Sinn macht, dann schon eher in der Masters 40 im nächsten Jahr, aber die unter 10% Marke steht für mich wieder fest.

Wo wir gerade bei der GNBF sind, nach einem etwas turbulentem Jahr 2013 hat man die Regeln für die Teilnahme ein wenig geändert, der Lügendetektor-Test ist rausgeflogen, dafür ist die FFMI-Ermittlung dazu gekommen, nur Athleten mit einem FFMI unter 26 dürfen teilnehmen.

Ich fand den Lügendetektor-Test an sich O.K., wusste aber zumindest von zwei Teilnehmern persönlich, die den Test bestanden hatten, dass diese Schummeln. (den Regeln nach nicht natural sind) Allerdings haben beide Athelten auch einen FFMI unter 26, dürften also auch wieder teilnehmen, die Frage ist, was es wirklich bringt.

Über den FFMI hatte ich schon einmal hier im Blog geschrieben, mir diente der Wert als Kontrolle meiner Diät. Witzig finde ich jedoch die Nachricht, dass einige der GNBF-Top-Athleten nun nicht mehr starten wollen und austreten. Da kann sich jeder selber was zu denken. Die Grenze von 26 ist wissenschaftlich haltbar, auch wenn ich oft lese, dass Werte über 25 kaum erreichbar sein sollen, ohne zu schummeln. Das kann ich so nun nicht bestätigen, mit zwei bis drei Trainingseinheiten habe ich mich im letzten Jahr sicher nicht kaputt gemacht, war aber deutlich über diesem Wert. Selbst jetzt liege ich noch über 25, wenn auch ganz knapp und ich habe gerade erst wieder angefangen richtig zu trainieren.

Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie geschummelt, so schwer kann es also nicht sein, diese Werte zu erreichen. Allerdings glaube ich auch nicht daran, jemals über die 26 zu kommen.

Mein Training habe ich umgestellt von drei Übungen zu drei Sätzen je Muskelgruppe mit 8-12 Wiederholungen auf vier Übungen zu vier Sätzen mit 4-6 Wiederholungen. Das Resultat ist erstmal ein heftiger Muskelkater, Ziel erreicht. 😉

Mein KFA war nach Ostern bei 22,4 %, FFMI bei 25,0, was einer „Lean-Mass“ von 89 Kg entspricht, immerhin habe ich also nur wenig an Muskelmasse verloren, ein kleiner Trost.

Zu meiner Entschuldigung des FFMI-Wertes über 25: Ich gehe davon aus, dass der FFMI-Wert von mir mit abnehmendem KFA sinken wird, weil die Messung dann genauer ist.

Die Diät hat direkt wieder richtig reingehauen, der Zuckerentzug samt Muskelzittern und nervösen Blicken zum Vorratsschrank ist noch Alltag. Bald hat das aber ein Ende und es geht richtig los. 🙂

ZUM FFMI:

„We calculated fat-free mass index (FFMI) in a sample of 157 male athletes, comprising 83 users of anabolic-androgenic steroids and 74 nonusers. FFMI is defined by the formula (fat-free body mass in kg) x (height in meters)-2. We then added a slight correction of 6.3 x (1.80 m – height) to normalize these values to the height of a 1.8-m man. The normalized FFMI values of athletes who had not used steroids extended up to a well-defined limit of 25.0. Similarly, a sample of 20 Mr. America winners from the presteroid era (1939-1959), for whom we estimated the normalized FFMI, had a mean FFMI of 25.4. By contrast, the FFMI of many of the steroid users in our sample easily exceeded 25.0, and that of some even exceeded 30. Thus, although these findings must be regarded as preliminary, it appears that FFMI may represent a useful initial measure to screen for possible steroid abuse, especially in athletic, medical, or forensic situations in which individuals may attempt to deny such behavior.“ Quelle

 

3 thoughts on “Von O bis O, (Back on Paleo)

    1. Mit dem Start der Wettkampfvorbereitung im April 2014 habe ich Milchprodukte wieder in meinen Ernährungsplan gelassen und ich esse auch wieder ab und zu Hülsenfrüchte, meistens rote Linsen und Kichererbsen. Auf Zucker und alle Arten verarbeiteter Lebensmittel verzichte ich weiterhin, also sagen wir mal 80% paleo. 😉

      Dabei bleibe ich allerdings aus gesundheitlichen Gründen bei 100% glutenfrei.

      Die 10% KFA habe ich im Oktober erreicht, diese halte ich seit gut zwei Monaten, im April sollen die letzten Kilos weichen. Ich habe aber nicht vor, an der Ernährung im Grundsatz etwas zu ändern, moderate Mengen Hülsenfrüchte und Milchprodukte (Hüttenkäse, Joghurt) bleiben in meinem Ernährungsplan.

      Paleo-Rezepte gibt es immer mal wieder in meinem Blog, das ergibt sich sozusagen von ganz alleine. 😉

      Schönes Blog übrigens.

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