Tagesvater in Mönchengladbach

Ich bekam eine Anfrage, die ich nicht ablehnen konnte, daher habe ich nun eine Pflegeerlaubnis für Mönchengladbach beim Jugendamt beantragt.

Wir haben zwar zwischenzeitlich viele Dinge aus der Tagespflege abgegeben, aber für zwei Kinder zwischen zwei und drei Jahren sind wir noch ganz gut aufgestellt. Den Raum im Erdgeschoss müssen wir allerdings erst wieder U3-tauglich und kindersicher machen, unser Sohn hatte sich hier natürlich ausgebreitet.

Der Raum selbst ist nach wie vor kindersicher, aber vieles von dem Spielzeug ist es nicht. Der Besuch vom Jugendamt ist für Ende Januar geplant, bis dahin wird auch die Wickelkommode wieder dem eigentlichem Zweck zugeführt. Die Seite „Tagesvater“ habe ich im Blog reaktiviert und werde hier in den nächsten Wochen wieder Informationen für Eltern sammeln.

Aktuell gehe ich davon aus, dass ich ab März 2017 wieder U3-Kinder betreuen darf.

Diese Entscheidung kam ebenso wie die Anfrage sehr überraschend und spontan, aber irgendwie freue ich mich auch darauf wieder als Kindertagespflege-Person tätig zu sein, auch wenn es unseren Alltag wieder mächtig umkrempeln wird.

Soweit ich weiß, werde ich der einzige Tagesvater für U3-Kinder in Mönchengladbach sein, meine Dienstleistung ist also in jedem Fall „einzigartig.“ 🙂

Ich wülldasabanöch

Als Nicht-Eltern weiss man vieles besser, zumindest ist man in dem festen Glauben, dass man es ganz sicher ganz anders macht. „Meinem Kind würde ich das nicht erlauben“, oder „mein Kind dürfte das nicht machen“ waren typische Sätze, die auch ich gedacht habe. Vermutlich haben wir deswegen kein „Anfängerkind“ bekommen. 😉

Leider passierem einem solche Fehler auch mit Kind noch hin und wieder, gerne dann, wenn das eigene Kind den entsprechenden Entwicklungsstand noch nicht erreicht hat. Man lernt natürlich dazu und sagt so was auf keinen Fall mehr laut, oder hofft zumindest ergänzend aufrichtig, dass man es besser hinbekommt. Immerhin ist einem dabei inzwischen voll bewusst, dass dies nicht der Fall sein wird.

Mein Sohn war noch kein Jahr alt, da waren wir bei Freunden zu Gast, deren Junge damals so alt war, wie unser Sohn jetzt. Sie beschwerte sich bei uns, dass ihr Sohn in letzter Zeit ständig zu allem „nein“ sagt, was fürchterlich anstrengend wäre. Die Mutter stellte ihrem Kind wenig später eine Frage:

„Magst du gleich ins Schwimmbad fahren?“ und bekam umgehend ein: „Nein, ich will das nicht.“ zurück.

„Wir fahren trotzdem.“

Zu diesem Zeitpunkt nahmen wir ein ähnliches Thema gerade in der Ausbildung zur Kindertagespflegeperson durch. Die sozialpädagogische Meinung dazu ist eindeutig: Weiterlesen

Zu alt für den Kindergarten

Wo sind die Kinder?

Wo sind die Kinder?

Wir hatten uns ja (begründete) Hoffnungen gemacht, dass wir für Piet direkt im Anschluss an den Umzug nach Mönchengladbach einen Kindergartenplatz bekommen könnten. Daraus wird wohl nichts.

Der Knaller ist allerdings die Begründung, denn Piet ist zu alt für den Kindergarten.

Unser Sohn wird im April drei Jahre alt, was bedeutet, er bräuchte aktuell noch einen U3-Platz und würde dann ab August einen „normalen“ Ü3-Platz belegen. Die Ü3-Plätze sind aber alle vergeben und die Kindergärten wollen lieber U3-Plätze vergeben, da von diesem Jahr zu viele ehemalige U3-Kinder nachrücken. Es ist also kein Platz für Kinder im Alter von Piet. Wir hatten das Problem bereits in Neuss.

Wer sein Kind dieser Zeit bis drei Jahre selbst betreut, hat Pech gehabt.

Das Jugendamt bietet dazu an, einen Platz in einer Großtagespflege zu besorgen, in Mönchengladbach auch „Lena-Gruppe“ genannt. Die Sache hat aber gleich mehrere Haken, denn der Platz würde nur bis April gehen, die Zeit bis August ist damit ungeklärt, was konkret drei Eingewöhnungen in sechs Monaten bedeuten würde.

So viel zum Wohl des Kindes, das geht mit mir nicht. Weiterlesen

Betreuungsgeld

Ich habe von der Idee des Betreuungsgeldes nie besonders viel gehalten, obwohl ich ja, so dachte ich zumindest, einer derjenigen sein würde, die davon profitieren werden. Seit August kann man es nun also beantragen, da unser Sohn ja noch ein ganzes Jahr zu Hause bleibt und auch erst 2014 drei Jahre alt wird, wollte ich jetzt auch den Antrag stellen.

Als ich die Bedingungen las, war ich dann doch überrascht:

„Das Betreuungsgeld erhalten Eltern, deren Kind ab dem 1. August 2012 geboren wurde, und die für ihr Kind keine Leistung nach § 24 Abs. 2 SGB VIII (frühkindliche Förderung in einer Tageseinrichtung oder in Kindertagespflege) in Anspruch nehmen. Das Betreuungsgeld wird ab dem 1. August 2013 als Geldleistung gezahlt.“  bmfsj.de

Moment mal, ab dem 1. August 2012? Was ist denn bitte mit dem Jahrgang, der logischerweise noch keine drei Jahre alt ist, aber 2011 oder Anfang 2012 geboren wurde? Ganz einfach: PECH GEHABT!

Tja, wir werden die 100 Euro wohl verkraften, aber ärgern tut es mich jetzt trotzdem, das ist doch wieder eine Mogelpackung. Eine Begründung, warum ein Jahrgang nun leer ausgeht, konnte ich nicht finden. Wir haben dafür jetzt das Problem keinen Kindergartenplatz für 2014 zu bekommen, denn die Pätze werden offenbar oft nur noch an Zweijährige vergeben, da bekommen die Kitas mehr Geld für. Die Kinder bleiben ein Jahr später natürlich da und belegen somit die Plätze der Dreijährigen, die eigentlich dazu kommen würden.

Für uns heißt es dann eben: PECH GEHABT! Die Info haben wir übrigens schriftlich. Weiterlesen

Die Sache mit dem Mittagsschlaf

Mittagsschlaf

Mittagsschlaf

Alle Eltern kennen die Schlafgewohnheiten ihrer Kinder recht gut, als Kindertagespflegeperson ist man zu Beginn auf die Wünsche und Angaben der Eltern des betreuten Kindes angewiesen. Nicht immer sind Wunsch und Wirklichkeit jedoch deckungsgleich. Mein erstes Tageskind sollte bei mir nicht schlafen und um 14:00 Uhr abgeholt werden, das war genau in der Schlafenzeit meines Sohnes, der von 13:00 Uhr bis 15:00 Uhr schläft.
Das war ein echtes Problem für mich, denn meinen Sohn ins Bett zu bekommen und gleichzeitig zu verhindern, dass ein komplett übermüdetes Kind nicht einschläft, war in der Realität nicht zu schaffen. Weiterlesen

Indoor-Horror

Das Wetter ist doof.

O.K., vermutlich werden das sicher auch andere bereits bemerkt haben. 🙂  Glücklich seien die mit den Kindern, die gerne drinnen spielen. Unser Sohn gehört ja definitiv nicht zu dieser Gruppe.

Wer schaukelt schon im Sitzen?

Wer schaukelt schon im Sitzen?

Wir hatten ja geplant, bereits seit April im eigenem Haus mit großem Garten zu sein. Das hat ja nun nicht geklappt, seither haben wir uns viele Objekte angesehen, aber das Richtige war nicht dabei. Was das Richtige ist, kann sich aber auch schnell mal ändern, zum Beispiel mit einigen Wochen Regen am Stück. Obwohl wir eigentlich bei jedem Wetter rausgehen, halten wir uns natürlich nicht ganz so lange draußen auf. Was im Umkehrschluss bedeutet, dass wir mehr drinnen sind. Das führt dazu, dass unser Sohn am Rad dreht. Der hat einen solchen Bewegungsdrang, ihn drinnen zu ertragen grenzt an Folter, für beide Seiten.

Als wir die Tage so in seinem Zimmer saßen, sagte meine Frau:

„Ein Haus mit Turnhalle wäre jetzt echt praktisch.“

Ja, das wäre etwas. Wir hatten tatsächlich ein solches Haus gefunden, einen ehemaligen Kindergarten, mitsamt kleiner Turnhalle. Das Objekt war nun von außen nicht gerade hübsch, der Grundriss als Wohnhaus eher langweilig und unpraktisch, der Preis war aber ganz in Ordnung. Allerdings hatte ich die Idee schnell verworfen, der Umbau-Aufwand war uns dann doch zu groß.

Vielleicht sollte man sich das doch noch einmal überlegen. Eine Großtagespflege oder Kita zu gründen läge ja auf der Hand. Weiterlesen

Twins

gleich und gleich gesellt sich gerne...

gleich und gleich gesellt sich gerne…

Es ist schon lustig, wenn man auf dem Spielplatz ist und überall Kinder in den gleichen Klamotten sieht. Wer den Prospekten der üblichen Discounter folgt, weiss auch warum.

Auch meine Frau wird an diesen Tagen zur Shopping-Queen und steht vor Ladenöffnung an den Türen, um auch noch ja ein Set in der richtigen Größe ergattern zu können. Oft kaufen wir Second-Hand, aber ab einer bestimmten Größe wird es immer schwieriger, etwas zu finden, dann ist der Discounter auch keine schlechte Alternative. Die Sachen werden ja (noch) nicht aufgetragen und eignen sich daher super zur Weitergabe.

Heute Morgen traf ich auf ein Kind, das bei einer anderen Tagesmutter in der Betreuung ist und mit Piet beinahe das gleiche Alter hat.

Beide sind blond, haben recht lange Haare, sind blauäugig und schlank…und hatten die gleiche Jacke an. Da beide sehr gerne zusammen spielen, kam es mir ein wenig so vor, als hätte ich heute Zwillinge dabei. 🙂

Ich hab jetzt was eigenes: Zertifizierte Kindertagespflegeperson

Mit dem Bestehen der mündlichen Prüfung (Fachgespräch) am heutigen Morgen bin ich nun offiziell ein zertifizierter Tagesvater. Ob es eine der anderen Tagesmütter nicht geschafft hat, ist mir bisher nicht bekannt, allerdings haben zwei Mitschüler auf die Abschlussprüfung und somit auch auf das Zertifikat verzichtet.

Die schriftliche Prüfung habe ich bereits vor einigen Wochen abgelegt.

Ich verzichte mittlerweile darauf, das Zertifikat „Jodeldiplom“ zu nennen, nachdem mich eine Mitschülerin darauf aufmerksam gemacht hat, dass sie selbst ein solches besitzt und das gar nicht einfach war. 🙂

Die Ausbildung und die Prüfung, damit meine ich den schriftlichen und mündlichen Teil, entsprach in etwa dem, was ich für eines meiner LK-Fächer im Abitur geleistet habe (ich war eher bequem). Was man aus der Fortbildung macht, hängt allerdings stark vom eigenem Interesse ab. Zum Ende hin wurde es erheblich interessanter, aber es lag nicht nur an den Themen, sondern auch an den Dozenten.

In Neuss kann man aktuell noch ohne Zertifikat tätig werden, in Viersen und Düsseldorf ist das inzwischen nicht mehr möglich. Der Umfang der Ausbildung soll in naher Zukunft noch erheblich erweitert werden, für bereits zertifizierte Tagespflegepersonen wird es sicherlich Fortbildungen geben. Ich bin darauf sehr gespannt, aber zuerst möchte ich mein Zertifikat in den Händen halten. Die Zertifikatsverleihung findet erst im April statt.

Die Seiten hier im Blog werde ich erst in den nächsten Wochen anpassen, also nicht wundern.

Abschlussarbeit (Klausur) der Ausbildung zur Kindertagespflegeperson

Nächste Woche ist es soweit, die schriftliche Prüfung (Klausur) in meiner Ausbildung zum Tagesvater (Kindertagespflegeperson) steht an. Die Klausur folgt genauen Regeln und geht über zwei Zeitstunden. Mir persönlich wäre ja das Schreiben an einem Computer lieber gewesen, aber die Arbeit muss handschriftlich erfolgen. Meine Handschrift wird für die Prüfer sicherlich eine Herausforderung. 🙂

Das Thema durfte man in gewissen Grenzen selbst wählen, ich habe mich für eines aus dem Bereich der Entwicklungsbeobachtung und Dokumentation entschieden, weil mir dies sehr viel Freude bereitet und ich das Thema sehr spannend finde. Meinen Klausurentwurf kann man hier nachlesen:

Die Bildungs- und Entwicklungs-Dokumentation in der Kindertagespflege mit Hilfe moderner Kommunikationsmittel

Die handschriftliche Version wird sicher abweichen. Ich bin auch noch nicht ganz fertig, das Fazit und die Feinarbeit fehlen noch.

Alle Leser dürfen mir natürlich die Daumen drücken. 😉

Abofalle

Wann geht es weiter?

Wann geht es weiter?

Aus Abofallen kommt man nur schwer wieder heraus, vor allem, wenn man gar nicht weiß, wie man da hinein geraten ist.

Freunde von uns haben uns überzeugt, dass wir in einer solchen Falle gefangen sind, und zwar in einer Erkältungs-Abofalle. Es ist eigentlich nicht weiter verwunderlich, denn Kinder sind ja irgendwie ständig krank, zumindest kann man sehr leicht diesen Eindruck gewinnen. Einige behaupten sogar, dass es noch schlimmer wird, wenn das Kind in den Kindergarten geht. Wir mussten mal wieder die letzten zwei Wochen alle Termine absagen, denn alle waren wir erkältet. Weiterlesen