Kleiner Zwerg auf großer Bühne

Seit gut einem Jahr tanzt unser Kind nun bereits. Nachdem ihm Judo nicht so gut gefallen hatte, war er beim Tanzen direkt total begeistert. In meiner Jugend habe ich viele, wirklich viele, Sportarten ausprobiert, Tanzen zu gehen habe ich mich aber nie getraut. Ich hatte in der Schule bereits genug Probleme.

Lesetipp: „Ich möchte nur noch tanzen.“

Bevor meine Frau und ich heiraten wollten, machten wir noch den obligatorischen Tanzkurs. Schnell bemerkte ich, dass mir das großen Spaß machte, daher fand ich es erstaunlich, dass ich so lange gebraucht hatte das zu erkennen. Umso überraschter war ich, als unser Sohn diese Entscheidung für sich mit vier Jahren traf. Wir hatten ihn nicht ermutigt, nur nicht daran gehindert.

In den letzten Wochen wurde vermehrt intensiv für eine Vorführung trainiert, teilweise auch am Wochenende zusätzlich. Unser Sohn fand das jetzt etwas langweilig, es war ja immer die gleiche Abfolge, wollte aber trotzdem immer hin. Der Ton im Unterricht wurde wohl etwas rauer, an einem Tag rannten reihenweise Kinder schreiend aus dem Übungs-Raum. Was den rauen Ton angeht, da ist unserer recht hart im Nehmen, den kennt er ja von zu Hause. 😉

Uns war lange gar nicht klar, wie groß die geplante Aufführung für die Eltern sein sollte. Als klar wurde, dass alle Schüler aller Klassen der Tanzschule teilnehmen, nahm der Umfang dann Gestalt an. Als wir die Info bekamen, dass die Aufführung im „Rheinischen Landestheater“ stattfinden würde, waren wir aber doch überrascht.

Das Rheinische Landestheater hat eine wirklich große Bühne und 443 Sitzplätze. Weiterlesen

Als Familie zahlt man mehr

Seit unserem Umzug, weg aus Düsseldorf nach Neuss und etwas später nach Mönchengladbach ist uns klar, dass die Gemeinden sehr unterschiedlich zur Kasse bitten. Besonders krass war der Unterschied der Müll-Gebühren von Neuss nach Mönchenlgadbach, für den Preis einer 35 Liter Tonne (mittlere Größe) konnten wir in Neuss eine 1100 Liter Tonne nutzen. Wer in MG Kinder im Windelalter hat, kommt mit 35 Litern aber kaum aus, die größte Tonne, 50 Liter, kosten im Jahr 304,14 Euro.

Die Wasser- und Abwasser-Gebühren sind auch nicht ohne, als Familie braucht man logischerweise auch mehr Wasser, wir zahlen grob 900 Euro im Jahr. Huch.

Aber, was auch die ARD im „Geld-Check“ treffend festgestellt hat, besonders teuer wird es bei der KITA-Betreuung. Die Unterschiede sind enorm:

„Der „Geld-Check“ hat dies für die Ballungsräume Frankfurt, Hamburg, Düsseldorf, Leipzig und München berechnet. In einem Radius von jeweils 20 Kilometern liegen die Kitakosten in den einzelnen Kommunen weit auseinander. Spitzenreiter ist der Ballungsraum Hamburg, bei zwei Kita-Kindern liegt die  Differenz hier bei 4400 Euro pro Jahr.“ Weiterlesen

Der Vorleser

Gestern war wieder ein Impftermin für unseren Sohn, direkt nach Öffnung sollten wir für die Spritze dort sein, ich erwartete daher keine lange Wartezeit und hatte weder was zu essen noch zu trinken, noch zu spielen oder lesen mitgenommen. Leider war meine Annahme ein Irrtum, wir warteten gut 75 Minuten. Da jemand nicht gefrühstückt hatte, war die Laune schnell im Keller, nein, ausnahmsweise mal nicht meine. 😉

Viel ärgerlicher war noch, dass ich kein Buch mitgenommen hatte. Unser Kinderarzt in Neuss hatte stets reichlich Auswahl, in Mönchengladbach ist leider im Wartezimmer nichts zu finden. Unser Sohn zeigte daher großes Interesse an den mitgebrachten Büchern der anderen Eltern und tatsächlich, „Prinz Charming“ hatte Erfolg und lieh sich ein Buch aus der „Kokusnuss“-Reihe, die bekommt er besonders gerne vorgelesen und auch ich kenne die Charaktere ganz gut, so dass ich die einzelnen Stimmen extra betonen kann. Große Tiere habe eine tiefe, dunkle Stimme, kleine Tiere eine helle, eher piepsige. Den Effekt kennt jeder, der schon mal ein Harry-Potter-Hörbuch gehört hat. Weiterlesen

Noch einmal ausgiebig das Kind lüften

Spielplatz in Neuss

Spielplatz in Neuss

Nach unserer Party wollten wir dringend noch einmal an die frische Luft und das vielleicht letzte schöne Wetter dieses Jahres ausgiebig nutzen um unser Kind zu lüften.

Wir fuhren nach Neuss auf einen großen, öffentlichen Spielplatz mit schöner Rutsche und viel Platz. Es wurde ein echt netter Nachmittag, leider waren wir beide noch recht erschlagen, da die Nacht zuvor dann doch eher kurz war.

Sonntag nahmen wir dann die Fahrräder und fuhren zu Oma und anschließend zu Freunden, die Frauen gingen dann noch gemeinsam auf einem Kinder-Trödelmarkt Beute machen, während wir Männer die Kinder hüteten. Seit unser Sohn im Kindergarten ist, ist das Aufmerksamkeits-Verlangen eher noch schlimmer geworden. Ohne permanente Aktion geht gar nichts mehr. Ein Tag ohne Kinder, was früher häufiger vorkam, möchte man sich nicht mehr antun.

Für heute Nachmittag steht der Wiederaufbau der Lego-Stadt an, die erfreute sich während der Party großer Beliebtheit und wurde intensiv und friedlich bespielt. Allerdings sieht es jetzt aus, wie nach einem Wirbelsturm, da muss Papa mal ran und THW spielen. So ein Set gibt es gar nicht, sollte ich mal bauen. 😉

Schnuppertag

Mit der Wasserpistole im Garten

Mit der Wasserpistole im Garten

Letzten Donnerstag war es endlich soweit, der erste Schnuppertag im neuen Kindergarten. Wie erwartet lief eigentlich alles problemlos, es waren aber auch nur zwei Stunden.

Die Zeit nutze ich intensiv, um einige wüste Stellen im Keller aufzuräumen. Als ich dann in einer kleinen Kaffeepause auf dem Sofa saß, bemerkte ich eine unglaubliche innere Nervösität.

Es war einfach zu ruhig, also extrem verdächtig, was stellt er nur wieder an?

Ach Moment, unser Kind war ja gar nicht zu Hause, also kein Grund zur Sorge. Vermutlich wird das in naher Zukunft ein kleines Mantra werden:

„Ohmmm, es ist alles gut, er ist gar nicht da, ohmmm.“

Ob das anderen Eltern eigentlich auch so geht? Weiterlesen

Kindergartenplatz?

Morgen erfahren wir, ob Piet in unserem „Wunschkindergarten“ unterkommen kann. Für ihn (und auch für mich) wäre das eine tolle Sache, wir merken seit einiger Zeit deutlich, dass er mehr Erfahrungen mit anderen Kindern sucht. Eine lange Eingewöhungszeit wird er wohl kaum benötigen, die Loslösgruppe bei uns vor Ort war ja ein voller Erfolg.

Der Kindergartenplatz in Mönchengladbach ist mit ca. 450 Euro im Monat ähnlich teuer wie in Neuss, in Viersen wäre es erheblich preiswerter gewesen, in Düsseldorf sogar kostenlos. Leider ist es ja nicht ohne weiteres möglich, sich einen Kindergartenplatz auszusuchen. Da das Leistungsangebot unglaublich unterschiedlich ist, aber der monatliche Betrag immer der gleiche, kommt mir das irgendwie nicht richtig vor.
Das System funktioniert vermutlich nur so lange gut, wie es zu wenig Plätze gibt. Daher ist das Bestreben nach einer wirklich ausreichenden Zahl an Plätzen von Seiten der Komumen auch offenbar sehr begrenzt, denn dann würde man vielleicht an den Belegungsquoten ablesen können, welcher Kindergarten tatsächlich etwas taugt. Das geht natürlich nicht. Weiterlesen

Loslösgruppe

Heute ist der zweite Termin für die Loslösgruppe im Kindergarten. In der Loslösgruppe werden U3-Kinder auf den Kindergarten vorbereitet, die Trennung von den Eltern (Bezugspersonen) wird geübt.

Dies soll später den Eintritt in einen Kindergarten erleichtern. Letzte Woche waren wir mit unserem Sohn das erste Mal dort, heute ist nun der zweite Termin.

Während ich dies schreibe, ist mein Sohn im Kindergarten, „alleine“. Ich konnte heute bereits nach wenigen Minuten gehen, es gab keinerlei Trennungsängste. Eine gute Stunde habe ich für mich, die Gelegenheit habe ich genutzt um…

… endlich mal in Ruhe die Wohnung zu putzen und diesen Artikel zu schreiben.

Es ist zwar kaum zu fassen, aber ich habe es genossen. 😉

Post haben wir heute auch bekommen, die Rechnung für die Eintragung der Vormerkung für das neue Haus, in wenigen Tagen werden wir dann wohl endlich bezahlen dürfen. Juhu!

Indoor-Horror

Das Wetter ist doof.

O.K., vermutlich werden das sicher auch andere bereits bemerkt haben. 🙂  Glücklich seien die mit den Kindern, die gerne drinnen spielen. Unser Sohn gehört ja definitiv nicht zu dieser Gruppe.

Wer schaukelt schon im Sitzen?

Wer schaukelt schon im Sitzen?

Wir hatten ja geplant, bereits seit April im eigenem Haus mit großem Garten zu sein. Das hat ja nun nicht geklappt, seither haben wir uns viele Objekte angesehen, aber das Richtige war nicht dabei. Was das Richtige ist, kann sich aber auch schnell mal ändern, zum Beispiel mit einigen Wochen Regen am Stück. Obwohl wir eigentlich bei jedem Wetter rausgehen, halten wir uns natürlich nicht ganz so lange draußen auf. Was im Umkehrschluss bedeutet, dass wir mehr drinnen sind. Das führt dazu, dass unser Sohn am Rad dreht. Der hat einen solchen Bewegungsdrang, ihn drinnen zu ertragen grenzt an Folter, für beide Seiten.

Als wir die Tage so in seinem Zimmer saßen, sagte meine Frau:

„Ein Haus mit Turnhalle wäre jetzt echt praktisch.“

Ja, das wäre etwas. Wir hatten tatsächlich ein solches Haus gefunden, einen ehemaligen Kindergarten, mitsamt kleiner Turnhalle. Das Objekt war nun von außen nicht gerade hübsch, der Grundriss als Wohnhaus eher langweilig und unpraktisch, der Preis war aber ganz in Ordnung. Allerdings hatte ich die Idee schnell verworfen, der Umbau-Aufwand war uns dann doch zu groß.

Vielleicht sollte man sich das doch noch einmal überlegen. Eine Großtagespflege oder Kita zu gründen läge ja auf der Hand. Weiterlesen

Fazinierende Maschinen, heute: Der „Brrrrrrr“

"Da, Papa, Brrrr!"

„Da, Papa, Brrrr!“

Bestimmte Fahrzeuge, Gegenstände und Maschinen rufen bei Kindern besondere Begeisterung aus, unser Sohn macht da keine Ausnahme. Üblicherweise alles, was groß ist und viel Lärm macht. Daher gehören diese Dinge zur täglichen Routine (Rituale), ebenso wie der Besuch auf dem Spielplatz.

Die Müllabfuhr sehen wir schon morgens früh aus seinem Fenster, Kinder lieben es, aus dem Fenster zu gucken.

„Aus dem Fenster schauen vermittelt die Wahrnehmung außen – innen. Das Kind hat Zeit zum Hinschauen, zum genauen Beobachten und Betrachten. Es kann winzige Punkte fixieren und Bewegungen verfolgen. Durch genaues Beobachten lernen wir, einen Sachverhalt zu durchschauen und besser zu verstehen.“ Kindergartenpaedagogik.de

Der Sperrmüll-Tag wird stets rot im Kalender markiert, ein echtes Highlight. Danach besuchen wir jeden Tag mindestens eine Baustelle bei uns in der Gegend, da tut sich immer etwas spannendes, auch bei Regen.Von einem Bohrer, der Leitungen für eine Erdwärme-Heizung verlegt, war unser Sohn kaum noch wegzubekommen.

Bei bestem Sonnenschein benötigen wir aber für die gleiche Runde mit dem Laufrad auf einmal viel, viel länger, denn dann wird in fast allen Gärten gearbeitet. Da werden Hecken geschnitten, Laub geblasen, Rasen getrimmt und gemäht, oder sogar mal ein Baum gefällt. Piet schaut sich das dann alles in absoluter Seelenruhe an und will genau wissen, was da gerade passiert. Das kann dann echt dauern. Grundsätzlich sind Rasenmäher und motorbetriebene Gartengeräte aller Art seine absoluten Aufmerksamkeits-Magneten. Weiterlesen