Mit Pauken und Röhrchen

Ein Jahr lang haderten wir mit der Entscheidung, Paukenröhrchen für unser Kind oder nicht. Der Kinderarzt schob die Verantwortung auf den HNO, der wollte erst wieder eine Weile beobachten, aber als unser Sohn bei der zweiten U-Untersuchung in Folge durch der Hörtest viel und dies sehr deutlich, wollten wir es auch geregelt haben.

Über Paukenröhrchen und einen chronischen Paukenerguss an sich möchte ich gar nicht weiter schreiben, die Seiten dazu im Netz sind vielfältig und umfassend, die Kritiker sind natürlich auch überall anzutreffen. Bei unserem Sohn gab es kein Sprachdefizit, da mussten wir sehr viel Geduld für aufbringen, Vorlesen, deutlich sprechen, laut sprechen, mit Augenkontakt sprechen, kein Dialekt sprechen.

Watt fürn Dialekt?  Sinwadoch ausm Rheinland, oder nich? Und dat och noch in Mönschengladbach

Wir wussten aber auch, sobald es irgendwo Nebengeräusche gab, war es vorbei mit Hören. Für die Schule würde das im Chaos enden, da waren wir sicher.

Im Alltag machte sich seine Schwerhörigkeit an vielen kleinen Dingen bemerkbar, die einen wirklich Nerven kosten konnten, Außenstehende warnten uns nicht selten vor der berühmten „Brüllfalle“, aber es ging oft wirklich nicht anders.


Er hörte einfach kein Stück, seine Hörleistung betrug teilweise nur noch 20%, wobei insbesondere tiefe Töne keine Chance mehr hatten, zum Beispiel meine Stimme.

Das machte mich oft irre.

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Die Oster-U8

Lego-Stadt in Trümmern

Lego-Stadt in Trümmern

Wir haben Ostern gut verbracht, am Samstag hatten wie die Familie zum Brunch eingeladen, da wir nur eine kleine Familie sind, kamen noch einige enge Freunde dazu.

Insgesamt haben wir 20 Personen bewirtet, auch glutenfrei und vegan. Es wurde ein sehr schöner Nachmittag. Der Cousin meiner Frau brachte glücklicherweise noch drei Kinder im Alter unseres Sohnes mit. Nachdem die Bande die Lego-Stadt entdeckt hatte, waren die nicht mehr gesehen. Ich werde nun einige Wochen brauchen, um die Legostadt wieder aufzubauen, aber dafür ist das Lego ja da. 🙂
Die Figuren sind mittlerweile wieder montiert, die Fahrzeuge und Häuser müssen noch warten. Weiterlesen

Der Vorleser

Gestern war wieder ein Impftermin für unseren Sohn, direkt nach Öffnung sollten wir für die Spritze dort sein, ich erwartete daher keine lange Wartezeit und hatte weder was zu essen noch zu trinken, noch zu spielen oder lesen mitgenommen. Leider war meine Annahme ein Irrtum, wir warteten gut 75 Minuten. Da jemand nicht gefrühstückt hatte, war die Laune schnell im Keller, nein, ausnahmsweise mal nicht meine. 😉

Viel ärgerlicher war noch, dass ich kein Buch mitgenommen hatte. Unser Kinderarzt in Neuss hatte stets reichlich Auswahl, in Mönchengladbach ist leider im Wartezimmer nichts zu finden. Unser Sohn zeigte daher großes Interesse an den mitgebrachten Büchern der anderen Eltern und tatsächlich, „Prinz Charming“ hatte Erfolg und lieh sich ein Buch aus der „Kokusnuss“-Reihe, die bekommt er besonders gerne vorgelesen und auch ich kenne die Charaktere ganz gut, so dass ich die einzelnen Stimmen extra betonen kann. Große Tiere habe eine tiefe, dunkle Stimme, kleine Tiere eine helle, eher piepsige. Den Effekt kennt jeder, der schon mal ein Harry-Potter-Hörbuch gehört hat. Weiterlesen

Die U7a

Heute war der Termin für die U7a. Wir fuhren mit dem Rad und ich bemühte mich, Nebenstrecken zu fahren, denn die kürzeste Strecke ist nicht besonders schön. Leider habe ich mich dabei komplett verfranst, als ich Passanten nach dem Weg fragte, staunten die nicht schlecht: „Was? Zum Krankenhaus in Neuwerk? Das ist doch ganz woanders.“

Gut, das hatte ich mir schon gedacht. Nach einer ausführlichen Wegbeschreibung, die sogar stimmte, fand ich den Arzt, sogar noch pünklich. Unser Sohn benannte Farben, baute Türmchen, schoss und warf Bälle und machte das, was er am zweitbesten kann: Quatschen.

„Oh, super, so wie der redet, brauchen wir ja fast keinen Sprachtest machen.“

Am besten kann er übrigens Dinge zerstören, die ihm nicht gehören. Heute Morgen musste mein MD-Spieler dran glauben, der wurde kurzerhand als Spardose mißbraucht. Als kleine Rache bestellte ich noch eine Spritze beim Arzt, die Hepatitis-Impfung hatten wir seinerzeit nicht durchführen lassen. Das wollten wir nun nachholen, bevor er in den Kindergarten kommt. Er war ganz tapfer, es gab kein Geheule.

Aktuelle technische Daten: Weiterlesen

Nächtliche Dusche

Gestern wurde uns die Situation dann doch etwas zu unheimlich, unser Sohn hatte immer noch Fieber, klagte über Bauchschmerzen und wollte immer noch nichts essen, seit Sonntag hat er nichts angerührt, immerhin trinkt er wieder was. Eine Nachbarin empfahl uns einen Kinderarzt in Mönchengladbach-Neuwerk, etwa vier Kilometer von uns entfernt. Ich packte den Kleinen ein und radelte los.

Die Strecke ist nicht besonders schön, die Radwege auf der Straße oder in einem erbärmlichen Zustand. Nach 12 Minuten war ich dort und fand für mein Gespann einen schönen Parkplatz im Hof des Arzthauses.

Ich hatte natürlich keinen Termin gemacht, vor mir standen bereits einige Mütter mit Kindern, nach mir kamen auch noch etliche, bevor die Türe geöffnet wurde. Nach kurzer Anmeldung haben wir eine Stunde tapfer gewartet und kamen dann dran. Der Kinderarzt wirke, erstaunlicherweise, nicht gestresst und gab flott Entwarnung:

Die Übelkeit und das Fieber haben nichts mit den Streptokokken zu tun, es ist ein „normaler“ Magen-Darm-Virus, welch eine Erleichertung. Das bedeutete allerdings auch, dass der Durchfall noch kommen würde.
Kaum zu Hause war es dann soweit, oben und unten gleichzeitig. Der kleine Kerl verbrachte den gesamten Tag auf mir liegend, wimmernd und jammernd.

In der Nacht um 1.00 Uhr rief er nach uns, meine Frau ging in sein Zimmer und ich hörte so was in der Art wie: „Ach du meine Güte, ich glaub ich muss K0%/§n!. Ich denke, ich brauche Hilfe.“

Der Gestank im Kinderzimmer war in der Tat überwältigend, während meine Frau (mal wieder) mitten in der Nacht mit unserem Sohn duschte, brachte ich die Klamotten, den Schlafsack und das Bettzeug zur Waschmaschine und stellte eine 95c° Wäsche an, hoffentlich bleiben keine braunen Flecken zurück.

Ich hatte für die Woche einige Verabredungen geplant und eine Spielgruppe klar gemacht, das muss nun alles wieder ausfallen, wirklich schade.

Die U7

Wo ist der große Zeh?

Wo ist der große Zeh?

Heute waren wir mit Piet zur U7 (21-24 Monate), der ideale Zeitpunkt für ein Update der technischen Daten:

  • Größe = 90 cm
  • Gewicht = 11,3 Kg
  • Kopfumfang = 48 cm

Piet hat also inzwischen den Umfang meines Bizeps weit hinter sich gelassen und arbeitet sich beim Kopfumfang mit hohem Tempo an meinen Oberschenkel heran. 😉

Den Sprachtest hat Piet gut bestanden, rezeptiv und expressiv, die Ärztin notierte als Gesamtfazit: Prima!

Nachdem Piet auf der wackligen Waage einbeinig gestanden hatte, statt sich hinzusetzen, gab es auch an seinen motorischen Fähigkeiten keine großen Zweifel mehr. Nun ist auch meine Frau wieder beruhigt, läuft doch alles gut soweit.

Maul und Klauenseuche

Letzten Dienstag war ich wieder zum Impftermin mit unserem Mops, die letzten Spritzen hatten ja etwas länger nachgewirkt. Dachte ich.

Als der Kinderarzt fragte, wie das Kind die 5+1 Auffrischung vertragen hat, gab es eine kleine Diskussion, denn ich dachte unser Sohn hätte beim letzten Termin auch eine weitere MMR bekommen, daher auch die Impfmasern.

Tja, was soll ich sagen, unser Sohn hatte gar keine MMR, folglich auch keine Impfmasern, sondern die Hand-Mund-Fuss-Krankheit, auch als Kleinkinder-Maul und Klauenseuche bekannt.

Ist jetzt auch egal, denn vorbei. Vermutlich hatte mein Tageskind dann auch kein Herpes-Simplex, sondern ebenfalls HMF, nur eben mit anderer Ausprägung, das soll vorkommen. Wer da nun wen angesteckt hat, kann ich nicht mehr sagen, ich frage mich auch, woher die beiden es ergattert haben.

Diesmal gab es die Meningitis-Impfung. Bisher halten sich die Nebenwirkungen in Grenzen, Piet ist aber (noch) ein wenig anhänglicher als sonst, was meine Arme und mein Rücken zu spüren bekommen. Ein Freund fragte mich, wiso ich das so anstrengend finden würde, wo ich doch so dicke Arme und einen breiten Rücken habe. Wer sich das auch fragt, kann sich ja mal eine 10-Kg-Scheibe an den linken Arm hängen und 12 Stunden angewinkelt damit rumlaufen. 🙂

Doppelt Impfen ist keine gute Idee

Mittags war noch alles gut.

Mittags war noch alles gut.

Beim letzten Kinderarztbesuch bekam Piet die zweite Spritze der MMR-Impfung und eine Auffrischung der 5-in-1. Das war keine gute Idee, denn Piet ging es danach wirklich elend. Um uns dies eindrücklich nahe zu bringen, hat er abends das Bett, das Laminat, den Teppich, den Sessel, seinen Schlafsack, seine Kuscheltiere und uns so richtig voll gegöbelt. Zweimal.

Das wurde eine sehr kurze Nacht.

Insgesamt war die ganz Woche sehr anstrengend, denn ich bekam selten mehr als 4 bis 5 Stunden Schlaf die Nacht, inkl. 30 – 60 minütiger Unterbrechungen. Hinzu kam das sehr bescheidene Wetter. Wir sind zwar tapfer trotzdem raus gegangen, aber bei Regen ist das Spielen schon arg eingeschränkt.

Jetzt bin ich heilfroh, das Wochenende ist.

Wieder mal Impfen

Bisher waren die Impftermine für Piet nicht weiter schlimm, er hat eigentlich alle mit stoischer Geduld ertragen.

Heute war es anders.

Da ich heute kein Tageskind da hatte, nutze ich die Gelegenheit einen weiteren Termin beim Kinderarzt wahrzunehmen. Wie üblich bin ich mit dem Rad und Piet im Chariot Kinder-Fahrrad-Anhänger gefahren. So langsam hätte ich gerne auch so ein Fahrrad mit Elektromotor-Unterstüzung, du meine Güte ist Piet schwer geworden. Touren mit ihm im Schlepp ufern so langsam in echte Sporteinheiten aus, insbesondere wenn es Brücken zu überqueren, oder Straßen und Schienen zu unter fahren gilt. Leider bietet Radon-Bikes  keines (mehr) an und da ich mit meinem „Radon TCS 9.0 Disc (2010er)“ so etwas von zufrieden bin, kommt eine andere Alternative nicht in Frage.

Erstaunlicherweise war beim Arzt, im Gegensatz zum letzen Mal, heute nicht viel los, wir kamen beinahe sofort dran. Die Spritzen fand Piet heute total gemein. Unser, echt netter, Kinderarzt quittierte dies mit einem sehr resigniertem:

„So, jetzt kann auch er mich bis zur U7 nicht mehr leiden.“  Vermutlich liegt er da richtig. 😉 Weiterlesen

Doofer Tag

Heute war ein richtig doofer Tag, zumindest für Piet. Heute war kein Einsatz als Tagesvater geplant, daher hatter ich auf diesen Tag einen Arzttermin in Reuschenberg (Neuss) für unseren Sohn gelegt. Zum Impfen, denn MMR und Pocken war schon überfällig. Bei der U6 konnten wir die Impfung nicht vornehmen, da es Piet überhaupt nicht gut ging. Es handelt sich um eine Lebendimpfung, die recht heftige Nebenwirkungen haben kann, da muss das Kind topfit sein. Die Symptome kommen angeblich erst in fünf Tagen, ich bin ja mal gespannt.

Wir haben heute erst zum dritten Mal in diesem Jahr den Chariot Cougar ausgepackt, ich fahre zwar jede Woche Rad, aber bisher beinahe immer ohne den kleinen Mops. Zuerst dachte ich daran ihm zusätzlich seinen neuen Helm anzulegen, aber in Kombination mit dem Sitzverkleinerer war das nicht zu machen. Piet fand die Fahrt im Hänger wie üblich super, zumindest ist er sofort eingepennt. Das war allerdings keine große Überraschung, denn die letzten vier Nächte waren sehr kurz, für mich übrigens auch. Die blöden Zähne lassen ihm mal wieder keine Ruhe und stündlich geht der schreiende Wecker. Weiterlesen