Toverland bei Venlo? Kennen wir nicht.

Die Holz-Achterbahn ist leider erst ab 140 cm zugelassen-

Die Holz-Achterbahn ist leider erst ab 140 cm zugelassen-

Wir bleiben in den Ferien daheim, was bedeutet, dass wir mit unserem Kind irgendwie „raus“ müssen. Da wir ja nicht weg fahren, können wir dafür aber auch mal einen etwas aufwendigeren Ausflug machen.

Freunde von uns hatten uns vom Toverland erzählt und betonten, dass dies insbesondere auch für kleinere Kinder gut geeignet wäre. Das Toverland geistert nun in unserem Umkreis schon seit Jahren herum. Wir hatten bisher keine Ahnung, was und wo das eigentlich ist, dabei ist es von uns auch wirklich gut zu erreichen, wir waren selber überrascht.

Toverland Adresse: Toverlaan 2, 5975 MR Sevenum, Niederlande

Das Toverland gibt es nun 15 Jahre, was nicht gerade seit gestern ist, aber eben viel zu kurz, als dass meine Frau und ich es in unserer Jugend hätten erleben können, das Phantasialand und auch De Efteling gibt es halt schon was länger und sind uns recht gut bekannt. Da die Eintrittspreise kein Schnäppchen sind, vor allem nicht als Familie, fahren wir jetzt nicht regelmäßig in diese Parks, aber einmal im Jahr kommt es schon vor. Das Phantasialand haben wir zuletzt noch ohne unseren Sohn besucht, wir sind der Meinung, dass sich das für ihn noch nicht lohnt, da er zu viele Fahrgeschäfte noch nicht benutzen darf. Im Toverland sollte das anders sein, wir waren gespannt und fuhren mit Kind hin, in den großen Ferien. Weiterlesen

Brauerei-Fest in Korschenbroich

Ponyreiten

Ponyreiten

Sonntag, eine Verabredung fiel aus, da sich unsere Freunde allesamt erkältet haben. Andere brachten uns auf die Idee zu einem Brauerei-Fest im Nachbarort zu fahren, dort sollte es auch einige Attraktionen für Kinder geben. Nach unserer sehr guten Erfahrung mit dem Fest vom Autohaus, schwangen wir uns kurz entschlossen auf die Räder und fuhren die überschaubaren 3 Kilometer zum Brauerei-Fest. Das war eine gute Entscheidung, denn es war überraschend gut besucht, könnte auch am Freibier* gelegen haben.

Unser Weg führte uns zum Pony-Reiten, eine Runde für einen Euro. Kurz aber das Kind war zufrieden. Nach einem kleinen Abstecher in den Innenhof, führte uns unser Weg zu den Kinder-Attraktionen, die dann auch kein Geld extra kosteten.

Im Innenhof war es uns erheblich zu voll (und zu betrunken).
Im Bereich für die Kinder fanden sich kaum Väter und somit auch wenig unangenehme Betrunkene. Ja, Klischee, war aber so.

Unser Kind stürzte sich zuerst auf: Weiterlesen

Gebremste und ungebremste Fahrrad-Anhänger für Lasten und Kinder

Seit fünf Jahren beschäftige ich mich intensiv mit Fahrrad-Anhängern, aus rein privatem Interesse, dann veröffentlicht der ADAC ein „Prototyp“ -Foto eines Pedelecs, (was für den ADAC das gleiche ist, wie ein E-Bike, da die 19 Millionen Mitglieder das sonst nicht verstehen, laut eigener Aussage) und ich fange an zu staunen.

Als ich las, dass der Anhänger bis zu 70 kg wiegt, dachte ich zuerst, das ginge gar nicht. Mir waren nur Fahrrad-Anhänger bekannt, die bis maximal 45 kg zugelassen sind. Dass es eine Unterscheidung in selbst bremsende und ungebremste Anhänger gibt, war mir wirklich neu. Natürlich habe ich auf dem Bild des ADAC direkt die Scheibenbremsen am Anhänger bemerkt, was ich wirklich interessant fand. Kurz darauf war klar, das gibt es wirklich und ja, diese Anhänger dürfen erheblich höhere Lasten tragen, als die ungebremsten Varianten. Das hat auch etwas mit der Berechnung der zulässigen Gesamtbelastung des Gespanns zu tun.

Chariot / Thule Cougar 2010, mit Einkäufen beladen am Pedelec

Chariot / Thule Cougar 2010, mit Einkäufen beladen am Pedelec

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Was Kinder nicht alles müssen

Wir sind immer wieder beeindruckt, wie gut sich unser Kind woanders benehmen kann und gleichsam erschrocken, wie es manchmal dafür zu Hause zur Sache geht.

Eine ältere, sehr bodenständige Frau mit vielen Kindern sagte mal zu uns, als wir darüber im Eltern-Smalltalk jammerten:

„Zu Hause ist egal, woanders, das ist wirklich wichtig.“

Das sagen wir uns seitdem immer selbst, wenn es wieder rund geht. Aktuell haben wir die „Warum-MUSS-ich-das-Phase“. Wir hätten es ahnen können, denn bei Freunden von uns, deren Kind einige Monate älter ist, haben wir die Phase gut beobachten können. Nun hat es uns erwischt.

Sozialpädagogen äußern sich zum dem Sachverhalt bei 4 bis 5-Jährigen in etwa so: „[…]dass ein Kind zu Hause bei seinen Eltern Widerspenstigkeit zeigt und trotzt, ist ein Beweis für die Intaktheit der Eltern-Kind-Beziehung.“

Das soll einen beruhigen, ähnlich wie der Satz: „Seien sie doch froh, dass sie so ein kreatives Kind haben.“

Funktioniert nur leider nicht wirklich, denn anstrengend ist es in jedem Fall. 🙂

Gerade gestern hat uns unser Kind wieder wütend aufgezählt, was er alles machen muss, und dass er dies total unfair findet: Weiterlesen

Krankheitswelle im Kindergarten

Graffiti für Anfänger

Graffiti für Anfänger

Ja, es ist Winter und die Erkältungswelle rollt. Dieses Jahr sind wir bisher recht glimpflich davon gekommen, auch die anderen Kinder im Kindergarten scheinen sich gut zu erwehren. Dafür hat es die Erzieher eiskalt erwischt. Alle.

Bereits im letzten Jahr hatte der Kindergarten für zwei Wochen Notbesetzung, diese Woche hat es uns wieder erwischt. Nur eine Erzieherin hält mit Praktikanten die Stellung, die Kinder MÜSSEN mittags spätestens abgeholt werden, wer nicht arbeitet, soll sein Kind gar nicht erst bringen.

Morgen ist der Kindergarten komplett geschlossen. Weiterlesen

Wenn Vierjährige Produkte designen würden…

Aktuell bin ich im Kindergarten ganz gut eingespannt: Kuchen backen für die große Party heute, das waren schon mal drei Kuchen nur von mir, genau genommen vier, denn einer ist mir nicht geglückt. Dann gestern Abend Tische und Stühle rücken, damit heute auch alle Platz finden. Heute war zusätzlich Elternsprechtag, dann ist die Party am Nachmittag, wo ca. 100 Erwachsene plus Kinder erwartet werden. Nächste Woche soll ich morgens Wertmarken für St. Martin verkaufen, an St. Martin den Zug sichern und an einem Nachmittag ist die Elternratssitzung. Ach, und ein Hochbeet soll auch noch irgendwann gebaut werden, das rennt mir schon länger hinterher.

Nein, ich habe bisher zu Hause keine Langeweile entwickelt. 🙂

Dass unser Sohn mit Vorliebe bastelt, zeichnet und malt, habe ich sicher schon öfters erwähnt. Heute beim Gespräch mit seiner Erzieherin konnte ich einen Blick auf seinen „Beurteilungsbogen“ werfen, der in regelmäßigen Abständen erstellt werden soll.

Auf diese Weise versucht man Entwicklungsdefiziten auf die Spur zu kommen, im Fachjargon nennt man das Entwicklungsdokumentation, über das Thema habe ich ja auch meine Arbeit zum zertifizierten Tagesvater geschrieben.

Wegen dieser schriftlichen Prüfung habe ich mich auch mit klassischer Fachliteratur für Erzieher beschäftitgt, so dass ich auch für Kindergartenkinder noch halbwegs gut Bescheid weiß, was im Allgemeinen an Fertigkeiten erwartet wird. Als ich das Blatt unseres Sohnes sah, fiel mir „der Mensch“, den er gemalt hatte, sofort ins Auge.

Aus Kinderzeichnungen von Menschen (Strichmännchen) soll man eine Menge ableiten können. Über den „Kopffüssler“ sind wir schon ein wenig hinaus gewesen, bei der letzten U-Untersuchung war das noch der Standard bei unserem Kind, was auch völlig normal ist.

„In Deutschland hat dieser Test Tradition: Vorschulkinder sollen im Alter von vier und noch einmal mit fünf Jahren beim Arzt einen Menschen zeichnen.“ welt.de

Die aktuelle Zeichnung von unserem Sohn zeigte nun einen Körper, Beine, Kopf mit Haaren, Gesicht und HÄNDE MIT FINGERN. Große Hände mit je fünf Fingern, dazu hatte ich irgendwo gelesen, dass dies völlig normal ist, aber auf eine ausgesprochen hohe Kreativität hin deutet, ob da was dran ist, wage ich nicht zu beurteilen, aber der Spruch: „Seien sie doch froh, dass sie so ein kreatives Kind haben“ schwirrt mir immer durch den Kopf, wenn dat Penz wieder jet angestellt hat.

Aber davon abgesehen, überrascht mich unser Kind immer wieder mit ungeahnten Ergebnissen seiner Arbeit, wenn er wieder kreativ ein Problem gelöst hat (Lesetipp: McGyver it), oder etwas tolles gebastelt hat, meistens macht es das völlig ohne unsere Anleitung. Zu meinem Geburtstag bekam ich ein Motorrad-Auto von ihm geschenkt. Ich musste sofort staunen, vielleicht liegt es ja daran, dass ich ein Nerd bin, aber für mich sah es mächtig nach einem Entwurf von Syd Mead aus. Weiterlesen

Ab welchen Alter darf mein Kind mit meinem Handy spielen?

Unser Sohn konnte schon sehr früh einen Tablet-PC bedienen...

Unser Sohn konnte schon sehr früh einen Tablet-PC bedienen…

Ich wurde vor einiger Zeit gebeten, für die neue Men’s Health Dad einen kleinen Gastartikel zu schreiben, das Thema lautet:

„Ab welchen Alter darf mein Kind mit meinem Handy spielen?“

Die Frage geht ein wenig in die Richtung zum Umgang von Kindern und Medien, dazu habe ich in meinem Blog bereits den Artikel Medienerziehung für U3-Kinder“ geschrieben, hier ein Auszug von Januar 2012:

Kinder unter drei Jahren brauchen keine Medien, aber die Eltern brauchen diese.
Wir haben zu Hause die Regel: Der Fernseher ist aus, wenn unser Sohn an ist. Damit ich trotzdem nicht von der Welt abgeschnitten bin, verwende ich ein iPad für Nachrichten und E-Mails. Nun wäre es naiv anzunehmen, dass unser Sohn dieses kleine Gerät, mit dem Papa da spielt, ignorieren würde.
(Wenn es so aussieht, als könnte es mich interessieren, ist es meins.)

Men's Health wird Papa

Men’s Health wird Papa

Der Artikel bezog sich damals explizit auf U3-Kinder, unser Sohn ist inzwischen vier und den Zugang zu Medien haben wir ihm nicht verwehrt. Wie vermutlich in vielen Haushalten liegen auch bei uns diverse Tablet-PC und Mobiltelefone herum, den Kindern den Zugang zu verweigern halte ich weder für sinnvoll noch ziel führend. Weiterlesen

Was sollten Kinder über Essen wissen?

Wenn Eltern über Ernährung diskutieren, geht es meist hoch her. Denn mit gesunder Ernährung kennt sich ja eigentlich jeder aus und jeder weiß, was man essen soll und was besser nicht.

Was sollten denn unsere Kinder über unser Essen wissen?

Da die Eltern stets Vorbild sind, übernehmen die Kinder meistens die Essgewohnheiten ihrer Eltern. Gern gesprochene Sätze von Eltern:

„Unser Kind isst das nicht.“
„Das gebe ich unserem Kind nicht zu essen“

Unser Sohn isst nicht alles, das ist auch gut so. Er muss zum Beispiel keinen Ketchup mögen. Auch gebe ich meinem Kind nicht alles zu essen, „Kindermenüs“ sind mir meist ein Greul. Ich bemühe mich intensiv, um (frittierten) Industriemüll einen Bogen zu machen, wo es geht. Das gilt aber für uns alle. Bei uns gibt es nie Fischstäbchen oder Chicken-Nuggets, auch keine Fertigpizza oder Dosenfutter. Im Kindergarten bekommt er es oft genug vorgesetzt, ob er es dort isst, weiß ich leider nicht wirklich.

Brathähnchen

Brathähnchen

Ich sehe keinen Unterschied darin, ob ich meinem Kind keine Chicken-Nuggets „koche“, weil ich es für Müll halte, oder weil ich veganen Prinzipien folge. Kinder werden durch das geprägt, was in den ersten Jahren zu Hause auf den Tisch kommt. Unser Kind mag es am liebsten ursprünglich, eben so, wie wir zu Hause gerne essen. Mit meinen Eintöpfen kann ich ihn zwar nicht überzeugen, aber er isst gerne Brathähnchen, geräucherten Fisch, Eier mit Speck, Pute mit Reis ohne Sauce und beinahe alle Arten Rohkost.

Unserem Sohn habe ich nie erklärt, dass ich viele Dinge für nicht gut oder gesund halte, ich kaufe und esse diese Dinge einfach nicht und das prägt. Wenn er woanders isst, darf er essen, was er mag, meistens mag er es aber eben nicht. Weiterlesen

Ausritt in Holland

Reiten in Beesel, Holland

Reiten in Beesel, Holland

Dass unser Sohn Pferde mag und auf Ponyhof-Geschichten steht, wissen nicht nur wir, sondern auch Familie und Freunde.

Zu seinem 4. Geburtstag hatte er von seiner Patentante eine Stunde Reiten geschenkt bekommen, dafür fuhren wir nun am Wochenende nach Beesel in Holland, wo ihr ehemaliger Reitstall immer noch Ponys verleiht. Wir hatten es unserem Sohn vorher nicht verraten, als er es erfuhr, war er völlig aus dem Häuschen.

Angekommen sah er sich die Pferde an und suchte sich einen Haflinger aus, nicht zu klein, nicht zu groß. Den Inhaber des Reitstalls hatte er im Handumdrehen mit seinem Charme überzeugt und war bereits mit dem Pferd draußen, als wir noch gar nicht bemerkt hatten, dass er längst auf dem Pferd saß. Die Stunde verging wie im Flug, wir werden das in Zukunft wohl öfter machen, bis er dann endlich offiziell Reitstunden nehmen darf. Das geht hier überall erst ab sechs Jahren. Weiterlesen

Ene-Mene-Hexerei oder: Der Dinosaurier in der Garage

Das Schicksal der Hausfrau ist, dass es meist weder Feierabend noch Urlaub gibt. Ich kann jetzt also nicht vom Ende der „freien Tage“ schreiben, aber ab heute ist wieder Alltag angesagt. Gott sei Dank hat der Kindergarten wieder begonnen.

Unser Kind hat uns tot gequatscht, oder besser, hätte uns sicher nieder geredet, wären wir nicht weg gefahren und hätten einige Tage mit anderen Kindern verbracht. Erschwerend kommt hinzu, dass unser Sohn seit einigen Wochen nachts aus einem uns nicht weiter bekannten Grund Angst bekommt und zu uns ins Bett wandert. Wir haben alles versucht, dies abzuwenden, am Ende war Nachgeben die beste Lösung. Nein, nicht ganz. Wir haben sein kleines Bett bei uns ins Schlafzimmer gestellt, das hat zumindest in der letzten Nacht gut funktioniert.

Allerdings frage ich mich jetzt ernsthaft, ob nicht vielleicht doch die Wohnung gereicht hätte, wofür haben wir im Haus drei Kinderzimmer? Weiterlesen