9 Jan

Winterreifen für das Fahrrad

Hätte ich mal in den letzten Artikeln nicht so betont, dass ich mit den „Schwalbe Marathon Supreme“ noch nie einen Platten hatte. Letzten Donnerstag Morgen war es dann soweit, nach ca. 5000 Kilometern.

Ausgerechnet natürlich am Hinterrad, das mache ich lieber nicht selber.

Spikereifen als Einterreifen für den Alltagsradler.

Da ich nun ohnehin zum Händler musste, dachte ich erneut über Winterreifen für das Fahrrad nach. Im Grunde gibt es für den Alltagsradler zwei grundsätzliche Varianten, die eine ist auf Schnee und nasser Fahrbahn besser (ohne Spikes), der andere bei Eis und überfrorenem Schnee überlegen (mit Spikes). Beide Reifen-Typen werden bei Bedarf (bei Schnee und Eis) mit Minimaldruck gefahren und in der Übergangszeit (nur kalt und nass) mit Maximaldruck, um den Reifen zu schonen, wobei Winterreifen am Fahrrad generell mit weniger Luftdruck gefahren werden. Meine Sommerreifen sind empfohlen mit 4,5 bis 6,0 Bar, die Winterreifen zwischen 2,5 und 5,0 Bar.

In den letzten Tagen war es vermehrt spiegelglatt auf den Straßen, da ich am Niederrhein wohne, ist Schnee dafür eher selten. Meine Wahl fiel auf den „Schwalbe Marathon Winter„, ein Freund von mir fährt dagegen den „Continental Top Contact Winter II„. Da der Continental ohne Spikes daherkommt, fährt den Reifen locker in den Sommer rein, die Spike-Reifen wird man vermutlich so schnell wie möglich wieder tauschen wollen.

Die Reifen kosten in den guten Varianten in etwa gleich viel, bei mir wurden gut 100 Euro für den Satz mit Montage fällig, für das Wechseln alleine werden 26,00 Euro berechnet. weiterlesen

17 Mai

Zu Risiken und Nebenwirkungen von Paukenröhrchen, oder: „Können Faultiere schwimmen?“

Die Paukenröhrchen-OP ist nun einige Tage her, bis heute war unser Kind nicht im Kindergarten, jetzt kehrt wieder etwas Normalität bei uns ein. In den ersten Tagen haben wir uns bemüht, „Stress“ und zu viel Krach zu vermeiden, da die meisten unserer Freunde weg gefahren sind, war das auch nicht so schwer.

Damit unser Kleiner hier nicht Amok läuft, haben wir einiges mit ihm unternommen. Am Freitag ging es erst mit dem Fahrrad zu Oma, ich fuhr mit Rollschuhen nebenher.

Das klappte so gut wie nie zuvor. Ich musste nicht brüllen, er fuhr dahin, wo ich sagte und er hielt an, wenn ich es wollte. Eine neue Erfahrung, völlig stressfrei auf einer bisher unbekannten Strecke. Wer hätte das gedacht? Am Nachmittag dann zum Ballett, wir hatten vom Arzt vorher extra das O.K. eingeholt, er kam mit der Gruppe Kinder ohne Überraschungen zurecht. Wir hatten gedacht, dass es ihm vielleicht zu laut ist, aber er sagte dazu keinen Ton.

In den Informationsblättchen hieß es in den ersten zwei Wochen kein Sport, kein Wasser, kein Kindergarten, kein Toben. Uns stand der Angstschweiß beim Lesen auf der Stirn. weiterlesen

10 Mai

Gebremste und ungebremste Fahrrad-Anhänger für Lasten und Kinder

Seit fünf Jahren beschäftige ich mich intensiv mit Fahrrad-Anhängern, aus rein privatem Interesse, dann veröffentlicht der ADAC ein „Prototyp“ -Foto eines Pedelecs, (was für den ADAC das gleiche ist, wie ein E-Bike, da die 19 Millionen Mitglieder das sonst nicht verstehen, laut eigener Aussage) und ich fange an zu staunen.

Als ich las, dass der Anhänger bis zu 70 kg wiegt, dachte ich zuerst, das ginge gar nicht. Mir waren nur Fahrrad-Anhänger bekannt, die bis maximal 45 kg zugelassen sind. Dass es eine Unterscheidung in selbst bremsende und ungebremste Anhänger gibt, war mir wirklich neu. Natürlich habe ich auf dem Bild des ADAC direkt die Scheibenbremsen am Anhänger bemerkt, was ich wirklich interessant fand. Kurz darauf war klar, das gibt es wirklich und ja, diese Anhänger dürfen erheblich höhere Lasten tragen, als die ungebremsten Varianten. Das hat auch etwas mit der Berechnung der zulässigen Gesamtbelastung des Gespanns zu tun.

Chariot / Thule Cougar 2010, mit Einkäufen beladen am Pedelec
Chariot / Thule Cougar 2010, mit Einkäufen beladen am Pedelec

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21 Mai

1500 Meter mit dem Rad in 35 Minuten

Heute Morgen war es soweit, unser Sohn fragte mich wieder, ob er nicht langsam mit dem Rad zum Kindergarten fahren dürfte. Ich hatte ihn die letzten Male immer vertröstet und gesagt, dass er vorher noch viel üben muss, was er in den letzten Wochen auch gemacht hat. Wir haben es also gewagt.

Die 1500 Meter zum Kindergarten haben es in sich:

  • 1 Hauptverkehrsstraße ohne Ampel
  • keine Radwege
  • schlechte Bürgersteige, teilweise ohne Belag
  • 3 Baustellen
  • und insgesamt 6 Straßenquerungen

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2 Mai

Vom Laufrad aufs Fahrrad

Direkt auf das Fahrrad, wer braucht schon Stützräder?
Direkt auf das Fahrrad, wer braucht schon Stützräder?

Unser Sohn ist umgestiegen, vom Laufrad auf das Fahrrad. Einfach so, von heute auf morgen. Ohne Stützräder, versteht sich.

Er hat ein wenig mit uns zusammen geübt, aber nach wenigen Minuten war klar, er kann das eigentlich schon alleine, am zweiten Tag haben wir nur noch Tipps gegeben, so was wie:

  • SCHAU NACH VORNE!
  • NICHT AUF DIE PEDALE GUCKEN!
  • BREMSEN!
  • BREMS!
  • VORSICHT DAS AUTO!
  • NICHT SO SCHNELL!

Er macht das wirklich schon ganz toll. weiterlesen

25 Sep

You will get soaked!

Im Phantasialand gibt es eine Wildwasserbahn, an deren Eingang diverse Warnschilder hängen, mit folgender Aufschrift: „Achtung, sie werden sehr nass!“, oder auf Englisch: „You will get soaked!“

Ich persönlich finde ja, dass die deutsche Beschreibung nicht wirklich passend ist, denn es besteht die dreißig prozentige Wahrscheinlichkeit, dass man die Inhaltsmenge eines 10 Liter Eimers Wasser über den Kopf gegossen bekommt. „Sie werden werden sehr nass“ lässt einen irgendwie im unklaren darüber, wie nass es wirklich ist. Das Englische „You will get soaked“ sagt für mich viel mehr aus:

„Wenn sie mit dieser Wildwasserbahn fahren, werden sie so nass, dass ihre Hose an den Beinen klebt, ihr T-Shirt durchsichtig wird, ihre Frisur ruiniert ist und alle ihre elektronischen Geräte den Geist aufgeben werden.“

Wir fahren mit dieser Bahn sehr gerne, aber immer nur als letzte Aktion. Für alle anderen gibt es einen, natürlich kostenpflichtigen, Riesenfön, oder die Erkenntnis, dass man gerade unfreiwillig an einem Wet-T-Shirt-Contest teilgenommen hat.

Das war die Einleitung, jetzt folgt der eigentliche Artikel. 😉

Gestern, 16:00 Uhr, war ich mit Piet auf dem Weg zum KIBOTU. Wir waren mit dem Rad und dem Chariot Cougar unterwegs. Als wir losfuhren, begann es zu tröpfeln. Kein Problem dachte ich, in fünf Minuten sind wir ja da. Das war ein Fehler. weiterlesen

5 Mai

Was noch zu beweisen war…

Letztes Wochenende habe ich einer Bekannten mein „altes“ Diamant Beryll Sport 2009 verkauft. Das war nicht ganz freiwillig, aber 100 Kg zulässiges Gesamtgewicht war einfach nicht genug für mich, das Fahrrad musste ständig zum Service. Mein neues Radon TCS 9.0 Disc macht, dank 160 Kg zulässigem Gesamtgewicht, keine Probleme mehr im Alltag.

Ich habe ihr extra noch vorher gesagt, dass sie sich unbedingt einen Helm mitbringen soll, wenn sie das Fahrrad nach Hause fährt. Sie hatte natürlich keinen dabei, damit ist sie ja nicht alleine auf Straße, immer wieder sieht man Radler, die ohne Helm unterwegs sind. In Deutschland gibt es eben keine Helmpflicht.

Ich persönlich halte das schon seit langem für grob fahrlässig, ohne Helm Fahrrad zu fahren, egal auf welcher Strecke oder zu welchem Anlass.

Heute wurde mir noch einmal sehr deutlich, warum. weiterlesen