2 Aug

Papa- oder Mamagorilla?

Papa- oder Mama-Gorilla?
Papa- oder Mama-Gorilla?

Der Tag verlief erheblich anders als erwartet, sagen wir mal erheblich anstrengender. Ein Tag im Krefelder Zoo sollte es werden, mit Freunden und Picknick. Es war wunderschönes Wetter, alles war gut vorbereitet, es konnte gar nichts schiefgehen…eigentlich.

Als wir am Eingang ankamen, war klar, diese Idee hatten heute auch noch andere Familien. Die Schlange an der Kasse war gut 70-100 Meter lang. 30 Minuten später waren wir dann drinnen. 30 Minuten fand ich jetzt, in Anbetracht der Besuchermengen, noch voll O.K., aber erkläre bitte das einer unserem Sohn. 🙂

Unsere Freunde trafen wir vor Ort und dann ging es gut gelaunt los, bis zum neuen Pinguin-Gehege. Da fiel mein Sohn, nicht ganz selbstverschuldet, von einer ordentlich hohen Mauer. Großes Geschrei. Als es dann endlich weiter gehen konnte, dauerte es keine 50 Meter und er legte sich komplett lang, auf dem Schotterweg. Das Knie war blutig, die Laune unseres Kindes im Keller. Er wollte nur noch auf den Arm. Mir dämmerte, dass es vormutlich besser gewesen wäre, doch einen Buggy mitzunehmen. Als er endlich wieder laufen wollte, rannten die Kinder Hand in Hand los, leider unterschiedlich schnell. Rumps, da hat er bumse macht und unten is er.

(Frei nach Bud Spencer)

Jetzt wurde es ernst: Lippe auf und blutig, Kopf blutig, Hände auf, Ellenbogen auf. Die Nerven lagen blank, von nun an wurde getragen, oder eben geheult.

Wir machten das beste aus dem Tag, was noch ging und klapperten die Tiergehege ab. Am Affenhaus wurde wie geplant gepicknickt und die Kinder waren von den Gorillas im Freigehege total fasziniert. Geht doch, dachte ich.

Die Freundin unseres Sohnes und er kamen dabei in eine rege Diskussion:

„Das ist ein Papa-Gorilla!“
„Nein, das ist ein Mama-Gorilla!“

„Nein, das ist ein Papa-Gorilla!“
„Nein, das ist ein Mama-Gorilla!“

„Nein, das ist ein Papa-Gorilla!“
„Nein, das ist ein Mama-Gorilla!“

„Nein, das ist ein Papa-Gorilla!“
„Nein, das ist ein Mama-Gorilla!“

„Das ist auf jeden Fall ein Papa-Gorilla, der sieht genau so aus wie mein Papa.“

Hmm, ich war mir da nicht sicher, ob das ein Kompliment war, aber der Gorilla, um den es ging, war auf jeden Fall ein Papa-Gorilla und hatte einen sehr breiten Rücken. 😉

Bis zum Spielplatz war dann alles wieder in Ordnung, bis ein anderes Kind unserem Sohn einen Halte-Bügel über den Kopf zimmerte. Der wurde regelrecht niedergestreckt. Ich brach an dieser Stelle den Tag ab, das hatte so ja nun keinen Sinn und nach einigen Stunden tragen machte sich auch mein Tennisarm wieder bemerkbar, den habe ich fast, seit unser Mops auf der Welt ist, da hilft auch ein Gorilla-Rücken nicht weiter.

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