17 Feb

Bastelideen aus der Hölle

Unser Kind bastelt gerne, sehr gerne. Wir haben vermutlich alles an Bastelsachen hier zu Hause, was es auf dem Markt gibt. Wenn unser Sohn sich nicht gerade die Sing-Elsa wünscht, steht auf dem Wunschzettel meistens was zum Basteln. So weit so gut.

Glitzer, die Bastel-Idee einer kranken Seele, erfunden, um Eltern zu peinigen.
Glitzer, die Bastel-Idee einer kranken Seele, erfunden, um Eltern zu peinigen.

Wer dieses Blog zumindest halbwegs regelmäßig liest, weiß, dass es nicht ganz so einfach ist, wie sich einige Eltern das vorstellen. Unser Kind ist eben „besonders“ kreativ, schon immer. Als wir vor einigen Monaten neue Freunde kennen lernten, die ebenfalls zwei begeisterte Bastel-Kinder haben, wurde uns das noch einmal besonders deutlich. weiterlesen

16 Feb

Die Sache mit dem „Mädchengeburtstag“

Als wir umzogen und unser Sohn in der neuen Stadt in den Kindergarten kam, kannten wir hier niemanden. Ich dachte noch: Alles kein Problem, über den Kindergarten werden wir sehr schnell neue Kontakte finden. Das war dann doch nicht ganz richtig.

Das ging ja bereits wieder mit unserem „Standard-Problem“ los, auch wenn meine Frau bei wichtigen Erlebnissen im Leben unseres Kindes stets dabei ist, so habe ich logischerweise im Alltag die meiste Präsenz-Zeit mit unserem Kind, mit dem Eintritt in den Kindergarten reduzierte sich das zwar erheblich, aber die Tendenz bleibt dabei erhalten. Bei der Eingewöhnung blieb ich also meist dort, aber es ging genau genommen rekordverdächtig schnell. Unser Sohn hatte da noch nie Schwierigkeiten.

Einhörner, Ponys, Arihörner und Pegasusse
Einhörner, Ponys, Arihörner und Pegasusse

Als Vater unter Müttern ist das so eine Sache, ich habe es hier im Blog schon öfters beschrieben, aber es ist eben etwas komplizierter. Zuerst müssen die anderen Personen (Mütter) realisieren, dass ich Hausmann bin, es steht ja nicht auf der Stirn und dann müssen diese erst langsam verstehen, dass ich weiß, wie man einen Kuchen backt und wo man was am besten Einkaufen kann und welcher Discounter gerade Kinder-Klamotten im Angebot hat. Das dauert. weiterlesen

12 Feb

Feministische Vaterschaft

Als ich den Begriff „feministische Vaterschaft“ vor einigen Tag las, war ich mir nicht sicher, diesen Begriff schon einmal gehört zu haben. Irgendwie dachte ich dabei an Markus Theunert, den ich beim SWR kennen lernen durfte. Diese Wortschöpfung wird ihm sicherlich gefallen, aber sie ist nicht von ihm, sondern vermutlich von Jochen König.

Jochen König hatte vor einigen Tagen einen Blog-Artikel mit dieser Überschrift geschrieben und ich bin, wie die meisten bloggenden Väter, darüber gestolpert.

„Unter Vätern gibt es so gut wie keine Diskussion über die eigene Rolle und darüber, wer innerhalb der Familie welche Arbeit übernimmt. Selbst für die meisten schreibenden Väter ist das Privatsache und wird auf ihren Blogs oder in ihren Tweets neben den Tests für Kinderwägen kaum thematisiert.“ umstandslos.com

Über diesen Artikel musste ich eine Weile nachdenken, daher kommt auch erst jetzt mein Kommentar dazu, andere waren da schneller:

  • weddingerberg.de
    „Wichtig ist nicht der Begriff, wichtig ist die Forderung, die hinter allen dreien steckt: das Väter über sich selbst und ihre familiäre Rolle reflektieren und sich mindestens gleichberechtigt in Familie, Job und Haushalt einbringen sollten.“
  • haltungsturnen.de
    „[…]ich schließe, dass dies nur sehr wenig mit Feminismus zu tun hat – sondern eher damit, kein Arschloch zu sein.“
    „Ich bin überzeugt, dass es in einer feministischen Familie nicht entscheidend ist, wer welche Arbeit macht – sondern wer das entscheidet und wieso es so ist.“

Alle Artikel sind übrigens sehr lesenswert.

Wieso es 30 Minuten dauert, den Flur zu saugen. #Hausarbeit
Wieso es 30 Minuten dauert, den Flur zu saugen. #Hausarbeit

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9 Feb

Am Rosenmontag im Krankenwagen

Wenn am Rosenmontag Menschen im Krankenwagen fahren, dann meistens, weil diese ein wenig zu tief ins Glas gesehen haben. Für unseren Sohn hatte ich das erst mit frühestens 15 Jahren erwartet, aber fangen wir mal vorne an.

Die Karnevalsparty im Kindergarten war bereits am Donnerstag und Freitag, Rosenmontag und Veilchendienst sollte er geschlossen bleiben. Während bei den Jungen eine größere Diversität vorhanden war, was überwiegend Feuerwehrleute, Polizei und Star-Wars-Figuren bedeutete, waren die Mädchen beinahe ausschließlich als Königin Elsa aufmarschiert.
Unser Kind fiel etwas aus dem Rahmen, er ging als „Elsa-Prinzessinen-Katze“. Ein Kostüm nach eigener Definition.

Am Sonntag fuhren wir dann nach Anrath zum Zug, da wir uns mit Montag und der Wettervorhersage etwas unsicher waren. Der Zug in Anrath war nett und erstaunlich gut besucht, unser Kind hatte sich an diesem Tag für das Kostüm „goldenes Einhorn“ entschieden, ebenfalls nach eigener Bastelarbeit, was es Außenstehenden etwas schwierig machte, das Kostüm auf Anhieb korrekt zu deuten.

Fette Beute an Karneval
Fette Beute an Karneval

Unser Kind machte reichlich Beute, auch ohne meine Hilfe. Für Montag war dann angedacht, dass er drei Stunden bei meiner Schwiegermutter verbringt, ich wollte in dieser Zeit zum Sport und die Oma freute sich, den kleinen Wirbelwind auch mal wieder um sich zu haben.

Als ich ihn nach dem Sport abholen wollte, fand ich nur einen Zettel, mit dem Hinweis, dass ich nach Hause fahren soll. Da war ich etwas irritiert, aber ich war ja zwischendurch nicht erreichbar gewesen, also fuhr ich nach Hause, wo dann aber keiner war.

O.K., JETZT machte ich mir Sorgen. weiterlesen

2 Feb

Gleichberechtigung im Haushalt (#EqualCareDay)

Arbeit oder Vergnügen?
Arbeit oder Vergnügen?

Die „Zeit-Online“ hat einen Artikel von Tina Goll veröffentlicht. In diesem weist die Autorin auf den 29. Februar als „Equal Care Day“ hin, eine Ermahnung, dass Frauen den Großteil an Hausarbeit und Kindererziehung verrichten. Sie bezieht sich dabei auf eine Studie der OECD.

Spannend ist nicht der Artikel, sondern vor allem die zahlreichen Kommentare dazu.

Wenn man die ganz extremen Standpunkte, beiderseits, außen vor lässt, bleibt eine Diskussion übrig, bei der es um die Definition von Arbeit und Hausarbeit geht. Das hat auch einen Grund, die die Zahlen der OECD lassen viel Raum für Spekulationen. weiterlesen

29 Jan

Was Kinder nicht alles müssen

Wir sind immer wieder beeindruckt, wie gut sich unser Kind woanders benehmen kann und gleichsam erschrocken, wie es manchmal dafür zu Hause zur Sache geht.

Eine ältere, sehr bodenständige Frau mit vielen Kindern sagte mal zu uns, als wir darüber im Eltern-Smalltalk jammerten:

„Zu Hause ist egal, woanders, das ist wirklich wichtig.“

Das sagen wir uns seitdem immer selbst, wenn es wieder rund geht. Aktuell haben wir die „Warum-MUSS-ich-das-Phase“. Wir hätten es ahnen können, denn bei Freunden von uns, deren Kind einige Monate älter ist, haben wir die Phase gut beobachten können. Nun hat es uns erwischt.

Sozialpädagogen äußern sich zum dem Sachverhalt bei 4 bis 5-Jährigen in etwa so: „[…]dass ein Kind zu Hause bei seinen Eltern Widerspenstigkeit zeigt und trotzt, ist ein Beweis für die Intaktheit der Eltern-Kind-Beziehung.“

Das soll einen beruhigen, ähnlich wie der Satz: „Seien sie doch froh, dass sie so ein kreatives Kind haben.“

Funktioniert nur leider nicht wirklich, denn anstrengend ist es in jedem Fall. 🙂

Gerade gestern hat uns unser Kind wieder wütend aufgezählt, was er alles machen muss, und dass er dies total unfair findet: weiterlesen

25 Jan

„Ich möchte nur noch Tanzen!“

Ich kann mich gut daran erinnern, was ich dachte, als  ich 2003 den Film „Billy Elliot – I Will Dance“ ansah: „Der Junge hat einen unglaublich starken Willen.“

Dass ich mich einmal als Vater mit diesem Thema auseinander setzen muss, hätte ich mir damals im Traum nicht vorstellen können.

Unseren Sohn habe ich am letzten Freitag zu seiner ersten Ballett-Stunde gebracht, er wollte das seit Monaten unbedingt ausprobieren, meine Frau und ich haben lange gezögert, nicht weil er nicht Tanzen soll, sondern, weil wir nicht möchten, dass er Defizite an anderer Stelle aufbaut. Weder meine Frau noch ich können mit Bällen sonderlich gut umgehen, was in der Schule früher immer ein großer Nachteil gewesen ist. Bei mir hat sich das erst geändert, als die Bälle mindestens 5 Kg wogen. weiterlesen

21 Jan

Krankheitswelle im Kindergarten

Graffiti für Anfänger
Graffiti für Anfänger

Ja, es ist Winter und die Erkältungswelle rollt. Dieses Jahr sind wir bisher recht glimpflich davon gekommen, auch die anderen Kinder im Kindergarten scheinen sich gut zu erwehren. Dafür hat es die Erzieher eiskalt erwischt. Alle.

Bereits im letzten Jahr hatte der Kindergarten für zwei Wochen Notbesetzung, diese Woche hat es uns wieder erwischt. Nur eine Erzieherin hält mit Praktikanten die Stellung, die Kinder MÜSSEN mittags spätestens abgeholt werden, wer nicht arbeitet, soll sein Kind gar nicht erst bringen.

Morgen ist der Kindergarten komplett geschlossen. weiterlesen

20 Jan

Yogates, Kettlebell Tabata, David Kirsch, Sixpack: Kurse bei McFit

Zu meinen persönlichen Zielen für 2016 gehört die Verbesserung vom Bauch.

Zu dick ist er genau genommen nicht, zumindest empfinde ich das so. Selbst nach drei Monaten Reverse-Diät und beinahe 10 kg mehr auf den Rippen, passen alle Hosen noch, der Bauchumfang ist zwar auch 10 cm rauf, aber es scheint alles noch im Rahmen zu sein.

Wie im September angekündigt, möchte ich in diesem Frühjahr dem Bauch zeigen, wo es lang geht. Ich war vor der Diät der festen Überzeugung, wenn die KFA-Werte einstellig werden, sieht es gut aus. Dem war ja leider überhaupt nicht so, denn trotz lediglich 13 mm Haut-Faltendicke war ein Sixpack nicht einmal ansatzweise zu erkennen und die lose Haut tat ihr übriges, um mir die Stimmung zu versauen.

Berend Breitenstein brachte es beim Posing-Workshop der GNBF treffend auf den Punkt:

„Am Bauch bist du noch nicht soweit, weißte selbst, oder?“

Ja, ich wusste es, dennoch nahm ich diesen Satz zum Anlass, nun mit aller Härte des Verstands an der Härte des Bauchs zu arbeiten. weiterlesen

19 Jan

3 Monate „Lean-Gains-18-6“ als „Reverse-Diät“

Von Oktober bis Weihnachten habe ich mich bemüht das Intermittend-Fasting 16-8 als „Reverse-Diät“ umzusetzen. Während das Abnehmen mit dieser Methode für mich ausgesprochen gut funktioniert hat, bin ich mir beim Zurückführen auf das normale Erhaltungsniveau und anschließend dem Aufbau beim Erfolg nicht so ganz sicher.

Dazu muss ich vielleicht anmerken, dass ich während der Diätphase sehr genau „getrackt“ habe und es auch beim Zunehmen zu Beginn sehr genau genommen habe, das hat aber nur vier Wochen gut funktioniert. Dann habe ich eindeutig auch für den geplanten Aufbau zu viel gegessen, die Methode behielt dennoch ich bis Ende Dezember bei. Über die Feiertage habe ich auf nichts Rücksicht genommen und habe nun in den letzten zwei Wochen langsam begonnen, alles wieder einzurenken. weiterlesen