6 Jul

Nach zwei Tagen hungern?

selbst eingemacht
selbst eingemacht

Die Nachrichten sind voll mit Informationen zu der Krise in Griechenland. Dazu kann man jetzt stehen, wie man will, viele Menschen dort haben ein ernstes Problem: Sie haben nichts zu essen.

Ohne Geld kann man schlecht einkaufen, so dass viele, die auf staatliche Unterstützung angewiesen sind, hungern.

Das passierte nach zwei Tagen ohne Banken, das kann doch nicht sein, oder?

In Deutschland macht sich deswegen keiner Sorgen, aber auch bei uns kann schnell etwas schief gehen, wenn zum Beispiel der Strom ausfällt. Es ist gar nicht so lange her, da mussten viele Menschen in Deutschland frieren, weil die Heizung ohne Strom nicht lief. In Frankreich sind gerade 600.000 Haushalte ebenfalls ohne Strom, weil es zu heiß ist.

Irgendwie brachte mich das zum Nachdenken, man darf mich „Spinner“ nennen, aber ich bin in Gedanken unsere Vorratsschränke durchgegangen, dann die Kühltruhe. Also, fest steht, wir würden auf jeden Fall länger als zwei Tage durchhalten. Allerdings, als ich die Empfehlungen des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz gelesen habe, wurde mir klar, dass ich vielleicht doch noch etwas mehr tun sollte:

„Mit einem Vorrat an Lebensmitteln und Getränken für zwei Wochen sind Sie hierfür gerüstet. […] Halten Sie pro Person ca. 14 Liter Flüssigkeit je Woche vorrätig.“

Folgende Empfehlung zur Vorratshaltung fand ich auf Seiten offizieller Stellen, die Angaben sind pro Person (!):

  • 2 Kg Fleisch-, Fisch- und Wurstkonserven
  • 4 kg Fertiggerichte (Dose)
  • 2 Kg Gemüsekonserven
  • 500 g Marmelade, Honig
  • 500 g Milchpulver
  • 250 g Käse
  • 500 g Fette
  • 500 g Haferflocken, Cornflakes, Müsli
  • 250 g Salz
  • 500 g Zucker
  • 500 g Kaffee

Das ist das, was JEDER deutsche Haushalt pro Person bevorraten sollte, es ist eine offizielle Empfehlung des Bundesamtes. Hand auf Herz, wer macht das wirklich?

Dazu kommen noch Hinweise für Medikamente, Notgepäck, Radio mit Batteriebetrieb, Vorsorge für Stromausfall, Gaskocher, Löschmittel, Dokumentensicherung und Hygieneartikel. Eine Beispiel-Liste findet sich hier: dgkm.de

Meine Oma hätte das auf jeden Fall geschafft. Ich erinnere mich, als wir das Haus ausräumten mehr als genug Vorräte gefunden zu haben, alles selbst eingekocht, versteht sich. Die Marmelade aus meinem Geburtsjahr war zwar recht grau, aber noch absolut genießbar. 😉

Ohne jetzt zu paranoid zu wirken, ich werde demnächst entsprechend bevorraten. 🙂

4 thoughts on “Nach zwei Tagen hungern?

  1. Genau das denke ich mir auch immer wieder. Ich hab zumindest unseren Medikamentenschrank immer auf zack, dass ist mir sehr wichtig. Dazu noch Konserven um 1 Woche durch zu stehen. Alles andere kriege ich bei meinem Mann nicht durchgesetzt ^^

  2. Wir haben sehr lange in Frankreich gelebt. Da sorgt jeder vor. Wenn irgendwo gestreikt wird, streiken andere aus Solidarität mit. Damals haben die Lastwagenfahrer gestreikt. Innerhalb eines Tages waren die Supermärkte leer, Benzin gab es auch nicht mehr.
    Wir können drei Monate ohne Einkaufen auskommen. Ich habe alte Haltbarkeitsrezepte gelernt. Wir halten nur vor, was wir sonst auch essen. Neues kommt nach hinten in den Vorratsschrank, das vordere wird verbraucht, so geht nichts kaputt. Wir können auch mit Holz heizen und kochen (ohne Strom geht auch die Ölzentralheizung nicht, das Telefon, das Handy und der Fernseher auch nicht).
    Wir haben die wichtigsten Dokumente in einem Rucksack und den in einem brandsicheren Aktenkoffer. Wir lächeln nicht über Vorsorger. Wir geraten nicht in Panik, wir haben vorgesorgt.

    Übrigens, Ihre Seite finde ich sehr interessant. Gekommen bin ich darauf über das googeln über den Asia-Salat „Green in Snow“. Ich wusste nicht, was da in meinem Salat-Hochbeet wuchert.

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