7 Okt

Modernisierung 60er-Jahre Haus: Baussubstanz und U-Wert

Die Stadt Mönchengladbach nimmt sich reichlich Zeit für die Eintragungen im Grundbuch. Inzwischen warten wir seit über 8 Wochen, was bedeutet, dass wir immer noch keine Schlüssel haben. Damit sind alle Gedanken daran, zu Weihnachten im neuen Haus zu sein, endgültig obsolet. In der Zwischenzeit setze ich mich mit Bauphysik, Baustoffen und U-Werten auseinander. Seit ich die Seiten  der Architekten Fischer und Fehrenberg gelesen habe, bin ich bei allen Aussagen der Baustoff-Hersteller und Energieberater sehr skeptisch geworden.

Doch bevor man neues planen kann, muss man wissen, was eigentlich genau vorhanden ist. Glücklicherweise haben wir von den Verkäufern eine Baubeschreibung erhalten, die ist zwar nicht besonders genau, aber schon wirklich hilfreich. Um die tatsächlich vorhandenen Gegebenheiten zu kennen, brauche ich mehr Zeit im Haus, aber auch so kann man schon einiges herausfinden.

Wir hatten mit den Handwerkern bereits das Zumauern der verschieden tiefen Heizungsnischen durchgesprochen, eigentlich war dafür Kalksansstein geplant. Das beruhte auf der Baubeschreibung, denn die Materialien sollten die gleichen Eigenschaften aufweisen, wegen eventueller Taupunkt-Probleme. Inzwischen habe ich herausgefunden, dass nur die Brandmauern zu den Nachbarhäusern aus Kalksandsteinen bestehen und die Vorder- und Rückseite aus Bimssteinen besteht. Das ist nicht unbedingt schlecht.

Die Seite U-Wert.net hat mir bei der U-Wert und Taupunkt-Berechnung sehr geholfen. Auch wenn die von mir errechneten Werte sicher nicht sooo genau sind, geben diese doch wichtige Hinweise. Hier mal eine kleine Übersicht:

  • Die Außenmauern bestehen aus Bimsmauerwerk, vermutlich 24 cm, innen mit Kalkputz versehen und mit 4cm Vollklinker auf der Fassade verkleidet
  • Die Kellerdecke und 1. Geschoss-Decke sind aus Stahlbeton mit schwimmendem Estrich auf ca. 3 cm Mineralfaserplatte / Glasfaser (U-Wert ca. 0,8-0,9)
  • Die Decke zum ungeheiztem Dachgeschoss ist aus Holz, muss ich noch vermessen
  • Der Keller ist aus Betonsteinen errichtet, mit Horizontalsperre und Vertikalsperre aus Bitumen, bzw. mit Naturasphalt/Teer getränktem Kalkputz“ (Goudron-Anstrich)
  • Das Dach ist ein Pfettendach mit Tonziegeln und Bitumenpappe als Unterspannbahn (U-Wert 2,8)
  • Die Dachgaube ist mit Glasfasermatten und Heraklith gedämmt und verschiefert (U-Wert ca. 0,7)

Für das Außenmauerwerk errechne ich einen U-Wert von ca. 1,07, wenn wir doch neue Fenster möchten, sollten diese also tunlichst „schlechter“ sein, um keine Schimmelgefahr einzugehen, denn die Wände wollen wir nicht nachträglich dämmen. Für die Rollädenkästen habe ich mich noch nicht für eine Dämmung entschieden, es wird aber sicherlich ein natürlicher Baustoff werden, zum Beispiel Holzfaserplatten. Bei 28 mm Holzfaserplatten erreichen wir einen U-Wert von ca. 1,09, was ganz gut zum Mauerwerk passt, daher auch kein Tauwasser verursacht und sehr preiswert ist. Aktuell ist der U-Wert der ungedämmten Rolladenkästen ca. 3,5.

4 thoughts on “Modernisierung 60er-Jahre Haus: Baussubstanz und U-Wert

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