9 Jan

Mit einem Blog Geld verdienen?

Oft werde ich gefragt, ob ich mit dem Blog Geld verdiene.

Die Antwort lautet: Vielleicht.

Ich schreibe das Blog aus Spaß und das soll auch so bleiben. Wer bloggt, bekommt früher oder später Anfragen nach Produktplatzierungen oder Link-Marketing, je mehr je länger das Blog online ist und regelmäßig neue Beiträge erstellt werden. Das Blog „Vollzeitvater“ gehört inzwischen zu den „relativ wenigen“ Blogs, die mehr als 10.000 „Visits“ im Monat haben, was sich auch im Google-Page Rank „4“ widerspiegelt. Grundsätzlich hat man mehr „Visits“, je älter das Blog wird.

Viele Blogs sterben in den ersten zwei Jahren, die Gründe dafür sind vielfältig. Als mein Blog Opfer eines Hackers wurde, hatte ich auch mindestens einen Tag darüber nachgedacht, ob ich weitermache oder nicht. Denn es ist eben ein Hobby und der Zeitaufwand muss in Relation zum Spaß stehen. Ich habe sicher 1 Woche lang jeden Tag einige Stunden daran gearbeitet, das Blog wieder flott zu machen und abzusichern, das hat keinen Spaß gemacht.

Ich habe in der Vergangenheit für den einen oder anderen sogenannten Do-Follow-Link Geld erhalten, mittlerweile mache ich das nicht mehr. Als ich die ersten Angebote für Sachwerte gegen Berichterstattung erhielt, war ich durchaus interessiert. Aber mit einem Hobby darf man nicht ernsthaft Geld verdienen, also habe ich mich beim Finanzamt angemeldet, als sonstig selbständiger Freiberufler. Eine Gewerbeanmeldung ist nicht notwendig. Damit war ich offiziell Publizist, denn Bloggen oder „Online-Autor“ ist keine Berufsbezeichnung. 😉

Beinahe wäre ich sogar Schriftsteller geworden, denn ich bekam auch Angebote von Verlagen, meine Geschichte als Buch zu verfassen. Aber das widersprach der Grundidee, die ich persönlich hinter dem Bloggen sehe, immerhin bin ich Mitglied der Piratenpartei. 🙂

Das bedeutet aber nicht, das ich kein Geld nehme, wenn man es mir anbietet. Ich habe also Geld für Links genommen, die meisten waren bereits vorher platziert und ich habe mich später über die Vergütung gefreut. Für 2013 habe ich eine Steuererklärung abgegeben, der Gewinn: Keiner.

Kosten für Domain und Server waren einfach höher als die Einnahmen aus dem Linkmarketing. Das Linkmarketing wird von Google nicht gerne gesehen und ich bekam reichlich Ärger, und, ganz ehrlich, Ärger mit Google will keiner, der im Internet präsent ist, fragt mal die Bild. Das war mir die Sache auch nicht Wert, also, kein Linkmarketing mehr.



Ein paar Kröten könnte ich aber schon gebrauchen, um zumindest die Kosten zu decken, da gab mir ein anderer Blogger einen Tipp: Die VG-WORT.

Es ist kaum zu glauben, aber Bloggen gilt ab einer gewissen Leserschaft als „wertvoll“ und dafür gibt es für angemeldete „Publizisten“ Geld. Das Verfahren ist kompliziert, aber ich bin nun angemeldet und werde für 2015 Geld von der VG-Wort erhalten. Vergütet werden Artikel, die mindestens 1800 Zeichen haben und 1500 mal im Kalenderjahr gelesen wurden. Die Höhe der Vergütung wird jedes Jahr neu festgelegt, es waren in den letzten Jahren ca. 10 Euro je Artikel. Allerdings schafft bei weitem nicht jeder Artikel 1500 Leser, zumindest nicht in meinem Blog und auch die 1800 Zeichen muss der Artikel mitbringen, um eine Zählmarke zu erhalten. Recht viel Aufwand, übrigens.

Für mich ist das aber eine schöne Art, einige Euros für mein Hobby einzusammeln, davon Leben kann aber sicher keiner. Ergänzend habe ich mich einem Affiliate-Vertrieb angeschlossen, wo ich mir gezielt Werbebanner aussuche, vornehmlich von Seiten, bei denen ich selbst gerne bestelle und wo ich gute Erfahrungen gemacht habe.

Ich hoffe die Banner nimmt mir keiner übel. 🙂

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