20 Jan

Kann ein Babyfon SIDS verhindern?

Co-Sleeping, eine gute Methode gegen SIDS
Co-Sleeping, eine gute Methode gegen SIDS

Mit Kindern ist es schon seltsam, jeder macht nach der Geburt eine ganze Reihe Erfahrungen mit seinem Kind und allem, was damit zusammenhängt. Dieses Blog ist voll mit meinen Erfahrungen und es ist schon manchmal erstaunlich, wenn ich meine eigenen Beiträge von vor über einem Jahr lese. Inzwischen hat sich auch in meinen Meinungen, seit den ersten Wochen mit Piet, vieles verändert, vieles relativiert.

Erstaunlicherweise gibt es aber immer noch genug Themen, wo unsere Meinung sich nicht verändert hat und recht konträr zu anderen Eltern verläuft. Als wir über Silverster in der Jugendherberge waren, ist uns dies ganz nebenbei wieder so richtig aufgefallen. Alle Eltern mit kleinen Kindern hatten in der Jugendherberge in Daun das gleiche Problem:
Wie und wo habe ich den besten Empfang mit dem Babyfon?

Die Reichweite der handelsüblichen „Testsieger“ ist, wenn es darauf an kommt, doch ziemlich beschränkt. Nach unserem Reinfall mit dem „Neo“ von Reer, sind wir auf das Philips Avent 520 umgestiegen, damals sehr preiswert als Ausläufer zu haben. Von der Akkustandzeit abgesehen sind wir mit dem Gerät sehr zufrieden. Unsere Freunde und Bekannten hatten das „Angel-Care“ im Einsatz. Beide Geräteklassen befinden sich auf ähnlichen Niveau, mit einem entscheidenem Unterschied: Das Angelcare verwendet Kontaktmatten, die bei Atemstillstand Alarm schlagen. Dies soll dem plötzlichem Kindstod vorbeugen, auch als SIDS bekannt.

Unsere Freunde bestätigten, dass das Angelcare bereits des öfteren bei ihren Kindern Alarm geschlagen hat, was immer dann passiert, wenn 20 Sekunden keine Atembewegung registriert wird. Mich persönlich würde das irre machen. Meine Frau und ich waren beide der Ansicht, dass wir das nicht haben wollen und lösten damit ein wenig Unverständnis aus. Uns reicht das „normale“ Babyfon völlig aus, absolute Sicherheit vor SIDS gibt es ohnehin nicht, auch nicht mit dem Angelcare.

Wir haben uns bei dem Thema SIDS an die üblichen Tipps gehalten, die man auf einigen guten Seiten im Internet finden kann. Spätestens, wenn die Hebamme ruft: „ Das Baby ist da!„, sollte man die ein oder andere Seite gelesen haben, verrückt machen lassen sollte man sich aber auch nicht. Bei uns lief das übrigens etwas anders ab:

Die OP-Schwester hielt mir meinen Sohn hin und sagte stolz: „Das ist ihr Sohn!“
Ich erwiderte: „Der ist aber klein und schrumpelig“
„Die sehen direkt nach der Geburt immer so aus“
„Na gut, dann packen Sie ihn bitte ein, wir nehmen den dann so mit.“

Die junge Frau hat meinen Humor übrigens offensichtlich nicht verstanden, vielleicht sollte ich hier im Blog noch einmal irgendwo eine Warnung hinschreiben. 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.