1 Mai

Insektenstachel

Hornisse im Glas
Hornisse im Glas

Ich habe mir gedacht, der Titel „Insektenstachel“ wäre ganz nett, denn das Cover eines Hörspiels von den drei ??? mit dem gleichen Titel passt wunderbar zum Thema.

Als ich heute Morgen Piet aufstehen wollte, sah ich im halbdunkel am Fenster etwas, das dort nicht hin gehörte. Ein näherer Blick bestätigte meine Vermutung:

Es ist eine Hornisse.

„Die Hornisse kann durchaus ein wehrhaftes Tier sein, wenn es darum geht, ihr Nest zu verteidigen. Die Gefährdung für Menschen und deren Haustiere durch die Hornisse wird in aller Regel übertrieben – sie ist wesentlich geringer, als es im Volksmund verbreitet wird (Sprichwort: „7 Stiche töten ein Pferd, 3 Stiche einen Menschen“). Das Gift ist vergleichbar mit dem von Bienen und anderen Wespen, allerdings nicht identisch – es weist sogar eine geringere Toxizität auf. Der Hornissenstich wird etwas schmerzhafter als der einer kleineren Wespe empfunden. Gründe hierfür liegen im sehr hohen Anteil des Neurotransmitters Acetylcholin, einer Substanz im Hornissengift. Zudem verursachen der größere Stachel-Durchmesser und die Länge des Stachels, der in tiefere, empfindlichere Hautschichten eindringen kann, stärkere Schmerzen.“

Die hatte sich wohl durch die Lüftungsklappe des Dachfensters vor dem heftigen Regen letzte Nacht in Piets Zimmer geflüchtet. Nun gerate ich beim Anblick von Insekten nicht in Panik, dafür ist meine Frau zuständig, außerdem ich bringe Tiere nur dann um, wenn sein muss.  Ich schnappte mir daher ein Einmach-Glas und fing die Hornisse, die offenbar ebenso wie mein Sohn am schlafen war, damit ein. Nachdem ich diese eingeschlossen hatte, verschlechterte sich deren Laune allerdings sichtlich. Ich habe daher einige Zeit gewartet, bis ihr die Puste ausging, das kann man wunderbar am heftig pumpenden Rückteil beobachten und lies die Hornisse dann wieder auf dem Balkon an die frische Luft.

Artenschutz : Die Hornisse ist in Deutschland eine nach der Bundesartenschutzverordnung besonders geschützte Art.

 

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