25 Mrz

Forschungsmuster Pizza-Teig, glutenfrei, von Dr.Almond

Dr. Almond Pizzateig
Dr. Almond Pizzateig

Selten habe ich mich auf ein Testmuster so gefreut, wie auf dieses für glutenfreien Pizzateig von Dr. Almond. Das Brot konnte mich ja bereits überzeugen, auch wenn es sich um ein sehr hochpreisiges Produkt handelt, was aber eben auch an den sehr hochwertigen Zutaten liegt.

Auch beim Pizzateig kommt entöltes Mandelmehl zu Einsatz, dazu noch Goldleinmehl, Eiklarpulver und Flohsamenschalen. Als Backtriebmittel wird Backpulver verwendet, die Verwendung von Hefe ist zusätzlich möglich, ich habe aber darauf verzichtet.

Den Zutaten nach hat der Pizzateig, wie auch das Brot, einen Low-Carb-Ansatz, die Nährwerte stehen aber leider nicht dabei. Wenn man das Brot zugrunde legt, kommt man in etwa auf 600 kcal für einen Pizzaboden. Das ist viel, ein „normaler“ glutenfreier Pizzaboden von Schär bringt es auf  knapp 400 Kcal, da stellt sich für mich die Sinnfrage, insbesondere, da ich davon ausgehe, dass der Pizzaboden von Dr.Almond mehr kostet, als die 2,00 Euro für den Boden von Schär.

Aber nun zum Ergebnis, der Teig wurde wie in der Anleitung gerührt und verteilt, ich habe eine Silikonform zur Unterstützung genommen, der Teig war ein wenig hartnäckig. Im Gegensatz zum frischen glutenfreien Hefe-Pizzateig von Schär und auch den fertigen Pizzaböden der gleichen Firma, muss der Pizzaboden von Dr. Almond vorgebacken werden. Das ist ganz schön aufwendig und kostet viel Zeit zusätzlich.

Dr. Almond Pizzateig, vorgebacken
Dr. Almond Pizzateig, vorgebacken

Was ich nach dem Vorbacken aus dem Ofen holte, sah dann aber schon ganz gut aus. Ich habe den Boden klassisch belegt mit einer eigenen Tomatensauce aus passierten Tomaten, Thunfisch und Zwiebeln auf der einen Hälfte und auf der anderen Sardellen. Obendrauf kam 100 g Emmentaler, allerdings fettreduziert.

Dr. Almond Pizzateig, fertige Pizza
Dr. Almond Pizzateig, fertige Pizza

Das Endergebnis hat mich überzeugt, für eine glutenfeie Pizza war das echt in Ordnung, mir stellt sich nur die Frage nach der Zielgruppe. Für Menschen, die sich glutenfrei Ernähren, ist die Variante von Schär viel interessanter und vermutlich preiswerter. Für Menschen, die Abnehmen wollen, hat so eine Pizza schlicht zu viele Kalorien, Low-Carb oder nicht ist da egal. Durch den Belag mit Käse fällt dann auch noch die Paleo-Zielgruppe komplett raus.

Fazit: Ein Produkt, das eigentlich keiner braucht.

One thought on “Forschungsmuster Pizza-Teig, glutenfrei, von Dr.Almond

  1. Nach massiven Beschwerden über mein Fazit von treuen Dr.Almond-Kunden und dem Hersteller selbst bei Facebook, muss ich wohl ein wenig weiter ausholen, um mein Fazit zu erläutern.

    Die Zielgruppe ist mir jetzt klar: Menschen, die glauben mit dem Konsum von Pizza abnehmen zu können, wenn diese weniger Kohlenhydrate hat. An der Gesamtmenge der Kalorien ändert sich zwar nichts, aber es gibt offenbar Kunden, die bereit sind für eine mittelmäßige Pizza über das Zehnfache auszugeben, obwohl keine Gluten-Unverträglichkeit vorliegt. Hätte ich nicht gedacht.

    Was den Vergleich mit den Schär Pordukten angeht. Ich wurde darauf hingewiesen, dass der Pizzaboden von Dr.Almond 300 g wiegt und der fertige Boden von Schär nur 150g und die Kcal je 100 g bei Dr-Almond daher nicht höher sind. Stimmt. Ändert aber nichts daran, das es je um eine Pizza handelt und ich es für nicht möglich halte mit den 170 g Mehl von Dr.Almond zwei Pizzaböden herzustellen. Ich habe den Vergleich mit den vorgefertigten Böden von Schär getroffen, da mich der vorgebackene Boden von Dr-Almond optisch sehr an diesen erinnert hat. Dieser Vergleich sei unfair. O.K., dann vergleiche ich den Boden mit einem Pizzaboden, den ich aus dem Mehl-Mix B von Schär herstellen kann, dafür benötige ich ca. 200 g Mehl, die Kalorienanzahl ist damit auf identischem Niveau mit Dr.Almond, das Ergebnis ist aber erheblich besser bei Schär. Das Fazit lautet also: Glutenfreier Pizzaboden von Schär aus dem Mehl-Mix B „gut bis sehr gut“, aus der Pizzamischung von Dr. Almond bestenfalls „ausreichend“, bezogen auf den Preis „mangelhaft“.
    Dann soll der Vergleich mit Schär unfair sein. Die Produkte von Dr. Almond werden explizit mit „glutenfrei“ beworben, ein Vergleich mit dem vermutlichen Marktführer dieser Zielgruppe muss also erlaubt sein. Für mich ist die Eigenschaft „Low-Carb“ ganz nett, aber nicht der Grund für den Test oder einen Kauf, sondern die Eigenschaft „glutenfrei“.

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