Erfahrungsbericht zum Child Transport System (CTS)

 

Radon TCS 9.0 Disc 2010 mit Chariot Cougar 1

Radon TCS 9.0 Disc 2010 mit Chariot Cougar 1

So, es ist soweit. Mein Sohn und ich sind nun einige hundert Kilometer mit dem Chariot Cougar 1 gefahren. Ich erlaube mir nun die ersten Eindrücke zusammenzufassen. Piet saß das erste Mal mit drei Wochen im Anhänger, jetzt ist er beinahe drei Monate alt und schon ein richtiger „Hänger-Profi“.

Ich bin sicherlich alles andere als ein Rad-Profi, jahrelang bin ich überhaupt kein Rad gefahren. Erst mit der Aktion der AOK „Mit dem Rad zur Arbeit“ habe ich letztes Jahr begonnen, mindestens einmal in der Woche die 10 Km zur Arbeit (einfache Strecke) mit dem Rad zu fahren. Anfangs noch mit meinem Hollandrad, ich sah schnell ein, dass dies auf Dauer keine gute Idee ist. Die Geschichte dazu findet sich hier: Wenn man nicht DIN-kompatibel ist, hat man ein echtes Problem. Ich habe mich dann im Oktober 2010 für das Radon TCS 9.0 Disc entschieden, mit dem ich immer noch sehr zufrieden bin.

Radon TCS 9.0 Disc 2010 mit Chariot Cougar 1, Rückansicht

Radon TCS 9.0 Disc 2010 mit Chariot Cougar 1, Rückansicht

Mittlerweile fahre ich beinahe alle Strecken mit dem Rad, hin und wieder auch nur zum Spaß Radwanderwege, aber in erster Linie sind es Besorgungsfahrten. Zum Krankenhaus (14 km), zum Einkaufen (5 Km oder 15 Km), zum Kinderarzt (12 Km), zu Freunden (42 Km), zur Oma (44 Km), zum Fitnessstudio (20 km) oder auch mal zum Friseur (30 km).
Die Kilometerangaben beziehen sich in diesem Fall auf hin und zurück zusammen gerechnet. Insgesamt fahre ich mehr Kilometer mit dem Rad, als mit dem Auto. Piet ist dank des Chariot Cougar beinahe immer mit dabei.

Wir haben etwas länger gebraucht, bevor wir uns für ein Modell entschieden hatten. Unser üblicher Fahrradhändler führte gar keine Chariot-Anhänger, sondern nur den Croozer. Der kostet grob die Hälfte des Cougar, als wir uns allerdings beide Modelle angesehen hatten, wussten wir auch warum. Die Unterschiede sind schon auf den ersten Blick enorm.
„Rad ab“ in Düsseldorf hatte alle Modelle und auch das gesamte Zubehör im Laden, allerdings ist der Händler für uns etwas schlecht zu erreichen. Da kein Händler auch nur einen Euro Rabatt geben wollte, haben wir den Wagen bei „Arnos Bike Store“, bei uns „um die Ecke“, gekauft. Wir kauften den Chariot Cougar 1 mit Buggy Set, Babyschale (Hängematte), Weber-Kupplung und natürlich dem Fahrrad-Set, ein Fahrrad-Anhänger macht ja sonst keinen Sinn. 🙂
Es wurde der Cougar 1 und nicht der Zweisitzer, da der Cougar 2 mit 83 cm immerhin 14 cm breiter ist. Damit kommt man übrigens nicht mehr durch die Schikanen, die gerne auf Radwegen stehen, um Autos abzuhalten. Mit dem Einsitzer geht das, mit absteigen, gerade noch so gut.

Piet, wie er lässig im Cougar sitzt und weiterfahren will.

Piet, wie er lässig im Cougar sitzt und weiterfahren will.

Nach der aktuellen Preisliste kommt man so auf einen Gesamtpreis für unser System von 923,85 Euro. Das ist viel Geld, zumindest mehr, als mein Fahrrad gekostet hat, aber die Wiederverkaufspreise sind ebenfalls erstaunlich hoch und der Wertverlust über drei Jahre kaum höher als bei einem Croozer.
Außerdem ist „System“ genau das richtige Wort. Die Zubehörliste ist enorm, es gibt alles, was man sich vorstellen kann, so kann man den Cougar wirklich seinen eigenen Wünschen anpassen, das notwendige Kleingeld mal vorausgesetzt.
Wir sind dafür einen Tag trödeln gegangen und haben unseren Keller im Gegenzug von einer unglaublichen Menge Ballast befreit. Hinzu rechne ich für mich selbst immer noch die Benzinersparnis. Allein diese Woche sind es gut 15 Euro. Es sind also an die 800 Euro im Jahr, die ich in mein Fahrrad und die Ausrüstung investieren kann. Die brauche ich allerdings dafür auch, es macht aber auch eine Menge Spaß. 🙂

Als ich Piet zum ersten Mal in den Cougar 1 platzierte, war meine Frau noch sehr skeptisch:

„Ist der nicht noch ein wenig zu klein dafür?“
„Rüttelt und schüttelt das nicht zu viel?“

Der Cougar verfügt über eine Blattfederung, die ich passend eingestellt habe. Die Babyschale, ich nenne diese lieber Hängematte, ist zusätzlich im Wagen schwebend angebracht und federt beim Fahren mit. Die Hängematte kann man maximal bis zu einem Alter des Kindes von 12 Monaten verwenden. Anfangs konnte sich Piet noch nicht mitteilen, außer so, dass er eben nicht brüllte. Es hat ihm also offenbar gefallen. Mittlerweile lächelt er mich an, wenn ich ihn in den Hänger setze. Kinderwagen fahren ist dagegen inzwischen viel zu langweilig.

Das Buggy Set macht aus dem Chariot Cougar einen echten Kinderwagen, der sich beeindruckend leicht dirigieren läßt.
Die Befestigungsstange kann bequem am Hänger eingesteckt werden. Da hat einer mitgedacht.
Wer will, kann auch das Jogging Set installieren, um auch bei rasanterer Gangart sicher zu schieben. Für unseren Gebrauch ist das Buggy-Set völlg ausreichend, man kann bei Bedarf übrigens beide Sets stets mit sich führen.

Ein wichtiger Punkt bei Kinderanhängern ist natürlich auch die Sicherheit. Kippgefahr, Sichtbarkeit bei Tag und auch bei Nacht, Aufprallschutz, Überrollbügel, Fahrgastzelle, dies hört sich alles genau so an, wie bei einem Auto.
Vermutlich hat deswegen auch der ADAC verschiedene Fahrradanhänger gestestet:

 

Batteriegestütze LED-Beleuchtung für das Heck.

Batteriegestütze LED-Beleuchtung für das Heck.

Der Chariot Cougar 2 ist „bester Anhänger im Test. Hoher Komfort und gute Bedienerfreundlichkeit bestätigen diesen Eindruck. Der Hänger verfügt über ein zusätzliches, komplett vom Innenraum abgetrenntes Gepäckfach. Die Kinder werden davon nicht beeinträchtigt. Keine aktive Beleuchtung im Lieferumfang.“

Überrascht hat mich das Testergebnis des ADAC nicht, allerdings hätte ich dem Cougar eine bessere Gesamtnote verpasst, die Testkriterien bleiben für mich ein wenig unklar.

Der ADAC reitet ein wenig zu viel auf dem Beleuchtungsaspekt rum. Der Anhänger ist im Dunkeln passiv sehr gut zu erkennen, so dass eine aktive Beleuchtung eher freiwillig ist. Ich habe mir dennoch eine gekauft. Das hat mich zwei mal fünf Euro gekostet. Jetzt habe ich bei Bedarf zwei aktive LED-Batterielichter am Überrollbügel bzw. Schiebegriff und dem „Kofferraum“ befestigt. Warum sich Chariot diese 10 Euro spart und nicht mitliefert, bleibt deren Geheimnis, in der Zubehörliste taucht ein solches Set erstaunlicherweise nicht auf.

Die Federung am Cougar 1 und die schönen, nostalgischen Katzenaugen in gelb.

Die Federung am Cougar 1 und die schönen, nostalgischen Katzenaugen in gelb.

Die gelben Katzenaugen in den Speichen empfinde ich als ein wenig zur sehr „retro“, aber sie erfüllen ihren Zweck. Die optionale Fahne habe ich auch montiert, im Stadtverkehr macht das sicherlich viel Sinn.

Toll ist die Handhabung des Verdecks. Auch mit einer Hand kann man alles bedienen, so muss das sein, denn in der anderen Hand hält man ja zu Beginn noch das Kind fest. Es gibt einen Sonnenschutz, einen Fliegenschutz und einen Regenschutz, die unabhängig voneinander verwendet werden können. Den Teil, den man gerade nicht braucht, rollt man nach hinten und verstaut diesen in einem eigenem Fach dafür. Das Fach kann auch anderweitig verwendet werden, aber dafür gibt es ja noch den geräumigen „Kofferraum“, der das Sitzabteil des Kindes nicht einschränkt.

Beim Gepäckabteil an der Rückseite sollte man beim Beladen den Schwerpunkt des Hängers im Auge behalten, insbesondere, wenn das Kind noch nicht viel wiegt. Ist der Kofferraum beladen, kann es beim Fahren unangenehm werden, wenn der Hänger am Fahrrad ruckt. Das ist auch sicher nicht so gut für die Kupplung.

Wir hatten uns vor dem Kauf auch den CX angesehen, der ist noch eine Ecke teurer. Den Aufpreis war er mir zu dem Zeitpunkt nicht Wert. Nach gut 800 km mit dem Cougar sehe ich dies nun etwas anders, aber ich bin ja auch mit diesem CTS Anhänger sehr zufrieden.

Fazit: Wer nur viermal im Jahr eine Radtour mit den Kindern macht, kann sicherlich auch einen preiswerteren Anhänger verwenden, wer wirklich im Alltag radfahren will, oder Radurlaube plant,  kommt um einen Chariot zurzeit eigentlich nicht rum. Aber keine Sorge, das Geld ist sicher angelegt.

Update: 12 Monate mit dem Chariot

Update: Drei Jahre mit dem Chariot Cougar

Kein Durchkommen für die breite Variante vom Chariot

Kein Durchkommen für die breite Variante der Kinder-Fahrradanhänger, auch mit dem Einsitzer Thule / Chariot Cougar hat man bereits Schwierigkeiten.

Schikane, die einen mit Anhänger das Leben schwermacht und wo der Zwillingswagen nicht durchpasst:


46 Gedanken zu „Erfahrungsbericht zum Child Transport System (CTS)#8220;

  1. Nach der letzten Radtour hat Piet übrigens zum ersten Mal nicht „nur“ über beide Backen gegrinst, sondern richtig laut gelacht; mit Ton sozusagen.
    Echte Premiere und tooootaaal süß!

  2. Pingback: Sommerpause | Vollzeitvater

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  4. Pingback: Strohwitwer | Vollzeitvater

  5. Pingback: Ponyplay (Wir waren dann mal weg, Teil 2) | Vollzeitvater

  6. Hi!

    Vielen Dank für den tollen Bericht! Wir sind gerade auch bei der Auswahl eines Kinderwagens und interessieren uns sehr für den Cougar bzw. für den CX.

    Sie schreiben gegen Ende des Artikels: „Wir hatten uns vor dem Kauf auch den CX angesehen, der ist noch eine Ecke teurer. Den Aufpreis war er mir zu dem Zeitpunkt nicht Wert. Nach gut 800 km mit dem Cougar sehe ich dies nun etwas anders, aber ich bin ja auch mit diesem CTS Anhänger sehr zufrieden.“

    Darf ich fragen, aus welchen Gründen Sie mittlerweile den CX bevorzugen würden?

    Herzlichen Dank und beste Grüße,

    Frank Bauer

    • @ Frank: Ich hatte nicht gedacht, dass ich tatsächlich so viel mit dem Wagen unterwegs bin. Ich denke sogar darüber nach, mein Auto abzugeben, da ich alle Fahrten unter 10 Km mit dem Fahrrad mache (auch im Winter) und es Piet auch bei schlechtem Wetter nicht unangenehm ist. Er sitzt ja trocken und windgeschützt. Mir gefällt der CX vor allem optisch besser, technisch sind die Unterschiede für mich nicht so relevant. Ich persönlich denke aber immer, dass es sich lohnt, „das Beste“ zu kaufen, wenn man es wirklich benutzt.

      • Hallo Guido!

        Vielen Dank fuer den Tipp! Ich sehe es genauso, dass es sich lohnt, in spuerbar bessere Qualitaet zu investieren. Von den technischen Daten stechen beim CX vor allem die eingebauten Trommelbremsen hervor, die sicherlich einen besseren Wirkungsgrad haben duerften als die optional erhaeltliche Jogger-Bremse fuer den Cougar. Dafuer wiegt der CX aber gute 2 kg mehr als der Cougar – hilft nur anschauen und vergleichen beim Fachhaendler.

        Danke und weiter alles Gute,

        Frank

  7. Hallo Vollzeitvater,

    der Artikel ist toll und hätte es ihn schon vor 2 Jahren gegeben hätte ich mir viel Zeit und Ärger erspart. Unser Erster radlanhänger war von Croozer und bei weiten eine schlechte Wahl. Umständliches An- und Abkuppel, klappern des gestellsetc. Ich fahre jeden tag ca 15 km mit dem Radl und wollte meine Tochter möglichst bequem reisen lassen. Nun ist Schluß mit dem alten, heute ahben wir den Cougar 1 gekauft udn freuen uns schon wenn wir Ihn am Montag beim Händler holen können. Der CX1 stand auch in der engeren Wahr war aber mit 300 Euro mehr doch etwas zu teuer. Ich wünsche Ihnen noch vielSpaßbeim radln und freue mich wenn ich mal wieder einen Artikel lesen kann.

  8. Schön, dass sie trotz Piet die Zeit finden uns anderen Eltern Tipps zu geben. Wir haben uns inzwischen auch für den Chariot Cougar entschieden und freuen uns schon auf die ersten Touren. Das Skiset möchten wir im nächsten Winter dann mal testen. Vermutlich werden wir es aber am Anfang erst mal ausleihen, da ich – wie sie beim Wandern ja feststellen mussten – noch das Gefühl habe, dass das etwas unangenehm sein wird. Mal schauen. Liebe Grüße

  9. Pingback: Frühjahrsputz | Vollzeitvater

  10. Hallo Vollzeitvater,

    wir haben uns auch überlegt einen Croozer 1 oder Chariot Cougar 1 anzuschaffen. Sie ist jetzt fast 8 Wochen alt – hat das mit deinem kleinen so früh gut funktioniert? Wie lange wart ihr am Anfang unterwegs? Viele meinen das sie erst sitzen sollten bevor man sie in so einen Hänger transportiert, nur das dauert ja noch bei unserer kleinen und wenn es soweit ist – ist es Winter. Jetzt ist super Wetter und wir wollen Ausflüge mit dem Rad machen!

    Würde mich über ein paar mehr Details freuen 🙂

    Liebe Grüße aus dem Sonnigen Berlin

    • Wir haben Piet ab dem Alter von drei Monaten im Hänger gefahren, eben in der „Hängematte“, die ab 1 Monat freigegeben ist, alternativ kann man auch die Weberschale verwenden. Es hat ihm von Anfang an gefallen. Die Hängematte in Kombination mit der Federung im Chariot und den großen Reifen dämpft die harten Stöße effektiv ab und verwandelt diese in eine Art Schaukeln. Piet hat fast immer im Anhänger geschlafen, auch heute passiert das auf dem Rückweg vom Spielplatz regelmäßig.
      Aktuell verwenden wir einen Sitzverkleinerer. Ab 2 Jahren kann man darauf spätestens verzichten, sollte dann aber einen Helm anlegen, beides funktioniert in Kombination nicht gut.

      Wir sind, als Piet noch Baby war, nie länger als 1 oder 1,5 Stunden gefahren, aber wenn das Kind länger im Kinderwagen liegen kann, kann es das sicher auch im Anhänger. Wenn Piet die Wahl hat, entscheidet er sich immer für das Fahrrad und gegen das Auto.

  11. Danke für den tollen Bericht. Überlege mir auch ob ich den Cougar oder den CX nehmen soll, auch ob 1 oder 2-plätzer. Spätestens nach diesem Bericht denke ich, dass es sich lohnt, etwas mehr für den CX auszugeben.

    Mit dem Einplätzer kommt man zwar besser durch die Schikanen, aber ich habe gehört dass der Zweiplätzer sicherer ist, da er weniger umkippt. Und ein Vorteil wäre natürlich, dass man noch Stauplatz hat um Grillmaterial oder was auch immer zu transportieren…

    • Hallo Sabrina, mir ist der Cougar (1-Sitzer) tatsächlich bereits zwei mal umgekippt, einmal noch mit „Hängematte“, das zweite Mal nun mit Sitzverkleinerer, also noch ohne Helm für meinen Sohn. Beide Male ist nichts weiter passiert, der Wagen ist sicher, wenn er denn kippt. In beiden Fällen waren es „versteckte“ Bordsteinkanten in einer Kurve, die ich zu spät erkannt habe. Ich würde sicher nun auch den Zweisitzer nehmen, allerdings eher aus dem Grund heraus, dass ich Tagesvater geworden bin. Inzwischen dient der Cougar auch als Kinderwagen und ist bei Piet äußerst beliebt. Einen weiteren Bericht werde ich im Frühjahr verfassen, wenn der Wagen in sein drittes Jahr geht. Ich habe mein „Gepäck“ immer lieber in Satteltaschen befördert und im „Kofferaum“ eher leichtes Material transportiert, wie Jacken, Fußsäcke, Decken und ähnliches.

  12. Hallo Vollzeitvater!

    Wir haben uns heute Morgen den Chariot Cougar 1 gebraucht, also 2nd hand, gekauft. Ein neuer Anhänger hätte unser Studentenbudget zu sehr belastet. Weil der Anhänger gebraucht ist, überlegen wir, ehe wir unseren Sohn reinsetzen, ihn erst einmal grundlegend zu reinigen. Das Sitzkissen, den herausnehmbaren Gurtteil und die Babyhängematte sind bereits in der Waschmaschine gelandet. Das hat bei 30 Grad gut funktioniert. Nun fragen wir uns, ob sich auch der Rest, also die textile Kabine, abnehmen und reinigen lässt. Haben Sie schon Erfahrungen damit gesammelt bzw. wie pflegen sie den Anhänger? So ein Kind produziert ja schonmal den einen oder anderen Schwall Dreck.

    Und noch eine Frage :)…
    Würden Sie die Weber-Kupplung als unabdingbar notwendig einstufen?

    Viele Grüße

    • Hallo Katharina,

      in der Tat sammelt sich einiges an Dreck an, ich könnte unseren Cougar vermutlich aktuell auch zum Mini-Gewächshaus umfunktionieren, genug Substrat hat sich am Boden über den Winter angesammelt. Ich würde die Kabine nicht demontieren und waschen, der Aufwand scheint mir einfach zu hoch. Ich habe auf unsere Dampfente zurückgegriffen, eine Art Mini-Dampfstrahler, das hat gut geklappt. Damit gingen sogar die Stockflecken wieder raus. Für dieses Jahr steht der Frühjahrsputz aber noch an. Danach habe ich den Hänger wieder imprägniert und mit Kunststoffpflege die Seitenfenster behandelt, das beugt hoffentlich Rissen vor.

      Was die Kupplung angeht, die einfache tuts sicher auch, ich habe damit aber keine Erfahrungen gemacht. Die Weber-Kupplung macht allerdings zumindest optisch einen sichereren Eindruck.

      • Finde ihre seite soooo toll. Wenn ich keine dampfente habe, was könnte ich sonst nehmen um das gedeck des Anhängers also sie stoffteile zu reinigen? Schmierseife? Waschmittel? Spüllmittel? Ich will nicht so ein agressives mittel verwenden um den stoff nicht zu beschädigen. Ich habe ein impregneirmittel gekauft sas gar nicht teuer war Das habe ich in eine sprühflasche gefüllt und meinen annorak super im pregniert. Werde es auch für den anänger verweneden. Es heisst Apredur. gekauft habe ich es bei ebay. Ich glaube in einem 1 liter kanister.Die hälfte hat eine Freundin genommen.

  13. Hallo,
    ich habe seit einem Jahr das Zweier-Modell des Cougar im Einsatz. Seit meine zweite Tochter zwei Wochen alt ist, nutze ich den Hänger täglich, entweder als Fahrradanhänger oder als Kinderwagen, in dem auch unsere ältere Tochter (4) Platz findet. Ich habe keine Klagen über den Cougar. Als extras haben wir die Räder für vorne, die Babyhängematte und jetzt die Sitzunterstützung. Unsere Kinder lieben es, darin kutschiert zu werden. Bei uns ist es Chariot geworden, wegen der Federung. Unsere Straße ist mit Kopfstein gepflastert und die Federung kann da ihren ganze Wert beweisen. Was mich als einziges, neben dem sehr hohen Anschaffungspreis, nervt, ist die Beleuchtungsfrage. Mir ist es bisher nicht gelungen, eine ordentliche Beleuchtung zu installieren. Ein Set wird nicht angeboten. Habe diverse Möglichkeiten mit LED-Lampen probiert, das ist jedoch nicht wirklich überzeugend bisher. Aktuell habe ich Lampen von Meru/Globetrotter installiert am Schiebegriff/Überrollbügel. Die verabschieden sich jedoch immer durch das Gerüttel, außerdem stören die Halter im Kinderwagenbetrieb. Und da ich fast nur im Stadtverkehr unterwegs bin, ist eine aktive Beleuchtung sehr wichtig. Kurz gesagt, finde ich das arm von Chariot, so etwas nicht integriert oder zumindest als Zubehör anzubieten und finde es durchaus richtig, das der Adac das moniert.

  14. Na ja, dass es bei anderen nicht besser ist, ist mir jetzt ein schwacher Trost. Dafür sind andere aber auch billiger. Mich würde deine Lösung interessieren. Welche Lampen befestigst du wo? Ich habe bisher gehabt: Busche & Müller Trailermatic /Weiche, die Strom am Nabendynamo des Fahrrads abgreift) mit Dynamolicht hinten an der Schiebestange. Hat sich wegen der Verkabelung nicht bewährt. Diverse Batterielichter (LED) an der Schiebestange. Eben habe ich sie ummontiert an die Längsstangen hinten, da, wo die Schiebestange eingesteckt wird. Das klemmt ein bisschen beim zusammenfalten des Hängers. Gute Erfahrung habe ich mit dem Weber MLite gemacht. Klemmt man an die Wimpelstange.

    • Auf dem Foto oben kann man meine LED Billig-Lösung gut erkennen. Eine habe ich einfach an den Kofferaum mit einem Clip gehangen, die wackelt eben mit, die andere hängt in der Mitte vom Schiebegürtel, Kunststoffhalterung.
      Diese verwende ich allerdings nicht immer, bisher hat die sich aber nicht verabschiedet, anfangs hatte ich nach vorne auch noch eine Leuchte, die war aber nun echt Quatsch. Eine nicht batteriegestützte Variante wäre mir natürlich grundsätzlich lieber, aber den Aufwand habe ich gemieden.

  15. hallo vollzeitvater! auch wir sind stolze besitzer des chariot cougar 2 und nutzen ihn nun mittlerweile mit unseren 2 kindern ( 11 monate und 2,5 Jahre) seid 2011. sind auch sehr zufrieden soweit. habe nun aber leider nach unserem insel urlaub an der nordsee, wo wir den wagen im buggy betrieb mit den beiden kleinen rädern vorne mithatten feststellen müssen, dass vermutlich das salzwasser und der sand den kleinen rädern nicht gut getan hat. habe nun versucht die sogar leicht verrosteten steckverbindungen ( ein anderes wort fällt mir da nicht ein) der räder zu entrosten und zu reinigen. schwergängikeit ist aber weiterhin leider gegeben, bzw dreht sich das gewinde nicht mehr so reibunglos wie sonst. haben sie ev noch einen guten tip? sollte ich mal z.b. fließfett oder so verwenden? und zweite frage, sie beschreiben im thema pflege das sie kunstoffpflege verwenden. wo bekommt man sowas? gruß. beate

    • Hallo Beate,

      ich habe gegen den Rost an den Buggyrädern bisher immer mit „W40“ gearbeitet und einmal mit Rostlöser, aber es war auch nicht ganz so schlimm wie bei euch offenbar. Die Kunststoffpflege habe ich aus dem KFZ-Handel, die gibt es aber auch in Baumärkten und ich meine es sogar bei meinem Drogeriemarkt gesehen zu haben. Das gibt es als Spray oder als Flüssigkeit. Letzteres ist eine kleine Sauerei, funktioniert aber besser. Einige Varianten haben einen eingebauten Schwamm, das ist ganz praktisch und vergleichbar mit „Schuhpflege“, nur ist der Schuh eben was größer. Die Kunststoffpflege habe ich nur für die Fenster verwendet, den Rest habe ich imprägniert, nachdem ich den Dampfreiniger drüber gejagt hatte.

  16. Pingback: Drei Jahre mit dem Chariot Cougar (Ergänzung zum Erfahrungsbericht aus 2011) | Vollzeitvater

  17. Hallo Vollzeitvater, bei der Infarmationssammlung über den Cougar bin ich über Ihren Block gestolpert. Auch ich werde demnächst für 8 Monate Vollzeitpapa sein. Da ich auch versuche, die meisten Wege mit dem Rad zu erledigen, haben wir uns einen Cougar zugelegt. Die Kleine ist jetzt knappe 4 Monate und der Echtbetrieb läuft jetzt an. Wie Sie, komme ich auch aus der „fahrradfahrerfreundlichsten“ Stadt in NRW, aus Mönchengladbach. Was man als Solofahrer locker meistert, wie z.B. keine Radwege oder Radweg von der Fahrbahn durch eine Markierung abgezwackt, bereitet mir jetzt einiges an Kopfzerbrechen. Von dem Zustand der meisten richtigen Radwege fange ich jetzt gar nicht erst an. Ich suche gerade nach machbaren Wegen in die Innenstädte MG und RY. Wie sind Sie mit dem Problem umgegangen?
    Was ich auch noch nicht gelöst habe,ist die Frage der Diebstahlsicherung. Hier wäre ich für einen guten Tipp dankbar.
    Viel Spass noch mit ihrem Block.

    • Hallo Michael,

      wir ziehen ja erst am Montag um. 😉

      Aber ich denke, dass Düsseldorf auch nicht viel besser ist. 🙂

      Grundsätzlich bieten sich natürlich Wege über Nebenstraßen, Parks und Naturschutzgebiete an. Ich werde demnächst wohl öfters von MG-OST nach MG-Nord fahren, mal sehen, wie das so hinhaut. Ich kenne MG praktisch noch gar nicht. Die Diebstahlsicherung habe ich über ein Bügelschloss mit 2m-Draht gelöst, leider hat Chariot ab Werk keine Sicherung am Hänger. Ich mache mal ein Foto.

  18. Pingback: Kinderwagen ade | Vollzeitvater

  19. Hallo

    Ich fahre den Cougar 2 seit drei Jahren, also den Zweisitzer, und musste im Gegensatz zu Vollzeitvaters Meinung noch nie wegen der Breite des Fahrzeugs vor einem dieser Hindernisse passen, die man gegen die Einfahrt von Autos aufstellt (Poller, Pfosten etc.) Auch deren Zwischenräume scheinen mir genormt und der Hänger darauf ausgerichtet zu sein. Hier in Freiburg ist der Kinderanhänger übrigens das Standard-Kinder-Transportmittel, und wenn das ein zentrales Problem wäre, hätte sich das schon rumgesprochen.

    • Ich lade mal ein Foto von der Art „Schikane“ hoch, die mir im Alltag das Leben schwermacht und wo ein Zwillingswagen nicht durchpasst.

      Das Foto findet sich am Ende des Artikels und wurde von mir neu eingefügt. Derartige Schikanen sind hier im Rheinland an jeder Ecke auf Fahrradwegen und gemischten Fahrrad-Fußwegen zu finden.

  20. Hallo Guido,
    danke für Deinen schönen Bericht! Wir haben kürzlich einen älteren gebrauchten Cougar 2 gekauft. Ich möchte gerne kurz meine Erfahrung zum Thema Reparatur teilen:

    An der vorderen Unterseite des Anhängers ist die Plane durch häufiges Abstellen ohne Buggyräder porös und löchrig geworden. Ich habe freundlicherweise von Chariot einen Flicken für die Reparatur zugeschickt bekommen. Ich habe mir vorgenommen die Stelle zu kleben. Allerdings war die Suche nach einem geeigneten Kleber gar nicht so einfach.

    Schließlich habe ich Rema Tip Top Camplast „Camping Cement“ Reparaturset verwendet.
    Dies ist der erste Klebstoff, der die Gewebefolie meines Chariot Kinderfahrradanhängers (CTS) kleben konnte. Die Stelle, die über die Jahre durchgescheuert ist, besteht aus einer Folie ähnlich wie LKW-Plane. Das Material ist PU beschichtetes Polyester. Statt der dem Reparaturset beiliegenden Flicken habe ich den50x10 cm großen Flicken von Chariot aus dem gleichen Material benutzt.

    Die Klebung hält sehr gut. Zuvor hatte ich Uhu Kraft Alleskleber und Pattex 100% Repair Gel getestet. Der Uhu wurde mir von der Uhu Hotline empfohlen, der Pattex im Baumarkt. Bei beiden ließ sich die Klebung sehr leicht wieder lösen.

    Fazit: Camplast klebt was es verspricht.

  21. Pingback: Der Chariot-Cougar als Lastenträger | Vollzeitvater

  22. Pingback: Erfahrungsbericht Chariot-Cougar (Teil 4) mit Pedelec / E-Bike (Bulls Green Mover Cross Disc 2012) | Vollzeitvater

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  24. Hallo liebe Mitmütter und Mitväter! In meinem Leben landet der Nachwuchs im Januar 2015. Da ich begeisterter Jogger und Alltagsradler bin, bin ich natürlich auf die Thule-Modelle gestoßen. Ob CX1 oder Cougar 1 wird sich noch für ich heraustellen. Der Preisunterschied von 400€ finde ich schon ein wenig happig. Führt „radab“ in Düsseldorf die Modelle noch? Meine Hauptfrage gilt der Eignung für Kleinkinder. Es gibt zwar die Hängematte/Babysitz und eine Babytragetasche, doch sind meine Frau und ich skeptisch, ob sie als Position für unser Kind in der Buggy-Funktion ausreichen. Daher überlegen wir, ob es nicht sinnvoll ist, anfänglich dazu einen normalen Kinderwagen zu benutzen, bevor ich ab dem 3. oder 4. Monat den Joggingschuh am Rhein ausführe – dann inklusive Kind! Was meint Ihr dazu?

    • Huhu Beppo,

      wir haben am Anfang auch noch einen normalen Kinderwagen verwendet, aber wirklich nur für die ersten paar Wochen. Ab dem dritten Monat haben wir immer mehr auf den Cougar gesetzt, eine Weile lang wollte uns unser Kind gerne ansehen, das waren so drei oder vier Monate, da sind wir dann noch einmal auf einen Buggy zurück gekommen, bei dem die Sehrichtung geändert werden konnte. Ich würde auf jeden Fall einen gebrauchten Kinderwagen nehmen und dafür nicht zu viel Geld ausgeben und dieses lieber in den Hänger investieren, da hat man viel länger was davon. Mein Sohn ist nun 4,5 und wir fahren den Cougar immer noch jeden Tag und wenn es nur ist, um das Kinderrad zu transportieren.

  25. Hallo Vollzeitvater,

    vielen Dank deinen klasse Erfahrungsbericht! Wäre es denn sinnvoll die doch eher dünnen Reifen gegen dickere wie z.B. Schwalbe Big Apple 20×2.15 zu tauschen, um den Federungskomfort auf Feld- und Waldwegen zu erhöhen? Hat da jemand Erfahrung? Darüber hinaus würde, so denke ich, die Optik ebenfalls davon profitieren.

    • Hallo Marco,

      bei der nächsten Gelegenheit (der nächsten Panne) habe ich das vor, aber seitdem ich die Schläuche getauscht habe, gegen gute Markenware, hatte ich keinen Platten mehr. 😉

  26. Hallo Guido!

    Danke dir für deinen informativen Bericht! Wir sind seit ein paar Monaten stolze Besitzer eines gebrauchten und gut erhaltenen Chariot Cougar 1 Modell 2011. Das einzige was ich an dem Wagen auszusetzen habe (neben der Position der Bremse, was ja schon oft thematisiert wurde), sind die Gurte. Die sind beim 2011er Model sehr simpel und „einschneidend“. Zusammen mit der Hängematte wird es da echt etwas eng. Beim Kauf haben wir nicht darauf geachtet, dass es da ab dem 2012er Modellen offensichtlich eine bequemere und wie mir scheint auch sicherere (Autositz-vergleichbare) Variante gibt. Hast du eine Ahnung/Erfahrung, ob man die neuen Gurte sicher nachrüsten kann? Oder soll ich mal lieber bei Thule anrufen?! 🙂

    • Ich hatte zwar gelesen, dass die Gurte verändert wurden, aber ich habe diese nie als Austausch in Betracht gezogen, daher würde ich die Nachfrage an anderer Stelle empfehlen.

  27. Pingback: Fahrrad-Anhänger und das Systemgewicht | Vollzeitvater

  28. Kurze Frage zum Thema: Wir haben soeben eine gebrauchten CX1 gekauft doch der hat gar keine Bremse. Gab es das so bei den ganz alten Modellen? Hat jemand Erfahrung mit dem Nachrüsten? Dank, Thomas

  29. Pingback: It’s not a bug, it’s a feature! | Vollzeitvater

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