23 Nov

Erfahrungsbericht (Testbericht): K-OTIC XT

Ich bin grundsätzlich gegen jede Art von Doping, damit bin gehöre ich beim Bodybuilding sicherlich zu den Exoten, auch wenn ich das Gefühl habe, dass langsam ein Umdenken stattfindet. Zumindest gibt es mittlerweile einen Verband, der sich das Natural-Bodybuilding auf die Fahne geschrieben hat, den GNBF.

Nahrungsergänzungsmittel verwende ich allerdings auch, der Klassiker ist sicherlich das Eiweiss-Pulver, in meinem Fall 100% Whey, da ich Casein ja nicht vertrage. Dazu nehme ich hin und wieder einige reine Aminosäuren, also Proteine im Grundzustand. Die schmecken zumeist widerlich, daher gibt es viele Hersteller, die dieses Problem zu umgehen suchen und zum Beispiel Kapseln anbieten, oder einen künstlichen Geschmack beimischen. Dafür wird dann natürlich auch mehr Geld verlangt. 😉

Als ich nun bei den Meisterschaften des IFBB in Duisburg war, gab es von einem der Sponsoren ein Beutelchen mit Proben, das ich natürlich auch gerne entgegen genommen habe. Unter anderem fand sich darin:

K-OTIC XT, ein „Hardcore-Performance-Igniter“, Typ „Pre-Workout“, Geschmack „Grape-Grenade“

Ich habe schon einige Erfahrung mit „Trainingsboostern“, auch mit Kreatin in Reinform. Mit Kreatin an sich konnte ich nicht viel anfangen und habe das recht schnell wieder sein lassen. Als Trainingsbooster verwende ich aktuell 500 mg Citrullin-Malate(Reinform), womit ich einen Kraftzuwachs von 10% erreiche und sehr zufrieden bin. Damit habe ich keinerlei Nebenwirkungen, außer dem „atypischen Geschmack“, zu gut deutsch abscheulich. 🙂

„Wirksam ist Kreatinsupplementierung sowohl für die Erhöhung der Kurzzeitleistung und Zunahme der Maximalkraft der Muskulatur (Gewichtheben, Sprint, Mannschaftssportarten, besonders bei sich schnell wiederholenden Muskelleistungen etc.), als auch für Leistungsverbesserungen in Ausdauersportarten wie Marathon.  Kreatin ist nicht nur gut für verbesserte Schnellkraft und Ausdauerleistung, sondern ermöglicht eine schnellere Erholung nach intensiver körperlicher Belastung.“ wikipedia.de

„L-Citrullin ist eine nicht proteinogene α-Aminosäure, das heist diese wird von Pflanzen und Tieren produziert. L-Citrullin kommt vor allem in der Rinde der Wassermelonen vor. Durch die Einnahme dieser Aminosäure kann der körpererigene Argininspiegel stark erhöht werden.“ amino-factory.de

Heute Morgen habe ich dann das K-OTIC XT ausprobiert, um 9.00 Uhr eingenommen, ab ca. 10:00 Uhr stellte sich dann merklich die Wirkung ein, ideal zum Trainingstart um 10:15 Uhr. Der Geschmack war einfach gesagt nicht gerade lecker, nicht so widerlich wie die Aminosäuren in reinform, dafür muss man mehr davon trinken. Der Brechreitz war gerade noch so zu ertragen. Die künstlichen Geschmackszugaben haben nicht wirklich geholfen, sondern das Trinkerlebnis eher noch verschlimmbessert.

Zur Wirkung: Bei mir stellte sich eine unangenehme Unruhe ein. Mein Ruhepuls beim Training lag bei konstant 150 Schlägen je Minute, sonst sind es zwischen den Sätzen eher 110-120. Effekt: Bei schweren, den Kreislauf belastenden Übungen, wie zum Beispiel dem Kreuzheben, gab es keinerlei Kreislaufprobleme, die ich sonst nach einem Satz verspüre. Die Unruhe steigerte sich in regelrechtes Muskelzittern, man wollte unbedingt etwas tun, damit es weg geht. Ich fand das nicht so angenehm. Mit dem Training war ich fast in der halben Zeit durch, die ich sonst aufwende, nur war das gar nicht von mir gewollt. Nach dem eigentlichen Training war ich immer noch nicht ausgepowert, so dass ich freiwillg noch auf die Cardio-Geräte gegangen bin, das passiert mir sonst nie. Geholfen hat es nicht, die Wirkung lies erst gegen 13:00 Uhr nach.

Inhaltsstoffe: Wesentliche Bestandteile sind Kreatin (3000 mg), Karbolyn (3000 mg), diverse Aminosäuren, u.a. Citrulline Malate und 300 mg Koffein

Fazit: Ich werde es sicher nicht wieder einnehmen, die Unruhe war mir persönlich viel zu stark, ich bleibe bei Citrulline in reinform. Wer schnell mit seinem Training durch sein möchte, dem wird es helfen. Einen Kraftzuwachs konnte ich nicht feststellen. Die Produktbezeihnung „Trainings-Starter“ ist sicherlich passend gewählt, man muss förmlich was tun, um den Effekt wegzubekommen. Wem es gefällt…

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