9 Feb

Einfach entrümplen

Die Haussanierung geht in die letzte Bauphase, am Montag beginnt der Maler, das Angebot für den Umzug haben wir auch schon erhalten. Wir peilen nun die zweite Märzwoche an, vorher gibt es noch viel zu tun. Jedes Teil, was vorher aussortiert wurde, muss nicht mit umziehen und spart Zeit und Geld.

Bei unserem Sohn sind Bauklötze out, ein Fall für die Kleinanzeigen
Bei unserem Sohn sind Bauklötze out, ein Fall für die Kleinanzeigen

Unseren Erfolg messen wir in „imaginären Umzugskisten“, also wir überlegen uns, wie viele zusätzliche Umzugskisten wir gebraucht hätten, wäre der Kram nicht vorher einer neuen Verwendung zugeführt worden. Dann macht das Aussortieren manchmal sogar Spaß. Zahlreiche Ratgeber helfen einem beim Entrümpeln und schaffen die Motivation es anzupacken.

Wir gehen allerdings immer nach dem gleichen Muster vor, es ist ja schon unser 4. Umzug:

  1. Alte Bücher, DVDs und PC-Spiele an einen Aufkäufer abgeben, bringt nicht viel, spart aber Zeit.
    Ist der Film schon im Fernsehen gelaufen? Brauche ich den wirklich auf einem festen Medium, ist der Film so gut?
  2. Kleiderschränke durchsehen, was habe ich lange nicht mehr angehabt, was passt nicht mehr, brauche ich wirklich 10 Pullover?
    Es ist wirklich erstaunlich, welche Volumen Frauen aus Kleiderschränken an das Tageslicht befördern können. 😉
  3. „Stehrumchen“ entlarven, man braucht nicht 10 Erinnerungsstücke an Tante Erna, ein oder zwei müssen reichen.
    Immer wieder gern genommen: Kistenweise Dias und Fotos von Blumen und Menschen, die keiner mehr sehen will.
  4. Alte Akten wegschmeißen, als Privathaushalt kann alles weg, was älter ist als 2 Jahre, es sei denn, es ist noch Gewährleistung darauf.
    Beliebt ist es auch, Bedienungsanleitungen von Geräten zu horten, die man gar nicht mehr besitzt.
  5. Welche Möbel kommen nicht mit? Vielleicht hier eine Kleinanzeige aufgeben, oder auf den Sperrmüll und zwar vor dem Umzug!
  6. Kinderspielzeug durchsehen, was ist nicht mehr altersgerecht? Am besten Verkaufen und Verschenken.
  7. Schränke, Schubladen und den Keller durchsehen, was länger als zwei Jahre nicht angefasst wurde, kann gnadenlos weg.
  8. Jedes Mal, wenn man „das kann man noch mal brauchen“ denkt, dafür zwei Dinge zusätzlich (!) wegschmeißen.
  9. Anschaffungen, die vor dem Umzug nicht notwendig sind, auf nach dem Umzug verlegen.
  10. Vorratsschränke durchsehen und leer essen.

Die Kleinanzeigen haben sich bei uns in den letzten Jahren enormer Beliebtheit erfreut, egal ob zum Kaufen, Verkaufen oder Verschenken. Viele gebrauchte Möbel haben wir bereits für das Haus auf diese Weise günstig erworben, alle unsere Kinderwagen haben wir dort gebraucht gekauft. Wir konnten aber auch für einige Teile unserer „Sammlung“ gutes Geld bekommen, die Kinderwagen sind auch fast alle wieder weg.

Die Babysachen unseres Sohnes haben wir allerdings an Freunde verschenkt oder gespendet. Für einige Dinge ist der Aufwand des Verkaufens einfach zu hoch, Kinderklamotten gehören für mich dazu, liegt vermutlich aber auch an der Art der Kleidung, wir haben auf Marke in diesem Bereich noch nie viel Wert gelegt.

Ach so, aktueller Zwischenstand: 27 imaginäre Umzugskisten, davon 15 aus dem Kleiderschrank meiner Frau 🙂

 

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