Ein Blick in das Haushaltsbuch

Gerade habe ich unser Haushaltsbuch für 2016 abgeschlossen. Nach einem Jahr eine kleine Analyse finde ich immer hilfreich für die guten Vorsätze im folgenden Jahr. Bei uns hat sich an den Vorsätzen, auf den Haushalt bezogen, prinzipiell zu 2016 nicht viel geändert:

Die Auswertung des Haushaltsbuchs zeigt eindeutig: Wir haben da noch eine Menge Arbeit vor uns. Im letzten Jahr waren nur 10% unserer Einkäufe BIO, das ist viel weniger, als ich dachte. Allerdings hole ich ja auch was an Gemüse und Obst aus dem Garten und über die Pflückgemeinschaft, sonst wäre der Wert zumindest etwas höher.

In den letzten Monaten stieg der BIO-Anteil allerdings bis auf 20%, Tendenz steigend.

Die Bohnen „Kaleningrad“ blühen schön rot und nehmen den Topinambur als Kletterhilfe

Den Fleischkonsum haben wir tatsächlich in 2016 reduziert, mit einem gutem Anteil BIO. Schwein und Rind kommt praktisch nur noch in BIO-Qualität (und sehr selten) auf den Tisch, bei Hühnchen klappt das noch nicht so gut. Einen Teil vom Schwein- und Rindfleisch haben wir durch Lamm, Kaninchen und veganen Fleischersatz ersetzt. Gespart haben wir dadurch allerdings nicht. Die Milchprodukte sind zum Großteil in BIO-Qualität, damit ersetze ich persönlich einen hohen Anteil an Fleisch, rein rechnerisch stammen nur 20% der von mir täglich 150 g konsumierten Proteine aus Fleisch. Bei anderen Bodybuildern sieht das ganz anders aus.

Kirschpflaumen und eine Mirabelle

Unsere Haushaltsausgaben insgesamt halte ich immer noch für zu hoch. Der Anteil an speziellen glutenfreien Produkte liegt bei ca. 10%, diese Produkte sind ca. 10x so teuer, wie ein vergleichbares glutenhaltiges Produkt. Das haut natürlich auch etwas rein. Die Katze kostet gut 30 Euro im Monat, das ist merklich mehr geworden, hauptsächlich altersbedingt.

Bei dem Versuch weiter Müll zu reduzieren, scheitere ich an der BIO-Hürde. Ich habe oft den Eindruck, ich habe die Wahl entweder BIO zu kaufen oder die umweltgerechte Verpackung, beides scheint kaum möglich zu sein. Irgendwie widersprüchlich, oder?

Bei der Reduzierung der Putzmittel komme ich gut voran, wir geben dafür aber immer noch unglaubliche 170 Euro im Jahr aus. Ich muss zugeben, das hat mir gerade einen kleinen Schrecken eingejagt. Vielleicht schreibe ich diesen Bereich in 2017 etwas genauer auf, ich vermute einen hohen Anteil Spül- und Waschmaschinen-Pulver.

 

4 Gedanken zu „Ein Blick in das Haushaltsbuch#8220;

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  2. Hallo Guido,
    interessanter Blog!
    Ich versuche derzeit auch mehr Paleo in meine Ernährung einzubinden aber auch will ich die Milchprodukte in meine Ernährung weiter einbinden.
    Wie sehen bei Euch die Wocheneinkäufe so aus?
    Mich würde interessieren was bei Euch so im Einkaufswagen landet ?

    Viele Grüße

    • Hallo Dominik,

      wie sagt man so schön, einen Tod muss man sterben. Wir wollen als Familie weniger Fleisch essen, ich muss dabei glutenfrei bleiben, „richtig“ paleo wird dann sehr mühselig. Ich folge daher einigen einfachen Prinzipien:

      Möglichst wenig industriell verarbeitete Lebensmittel. Wenn Fleisch, dann möglichst BIO. Viel Gemüse, aber auch Reis und Kartoffeln.

      Ich decke einen Großteil meiner Proteinzufuhr über Milchprodukte: Joghurt, Quark und Hüttenkäse. Dazu Buchweizen-Flocken und etwas Obst. Daraus bestehen meist drei meiner vier Mahlzeiten, dabei verfolge ich das IF-16-8-Prinzip.

      Die warme Mahlzeit besteht zumeist aus einer Proteinquelle (200g Fleisch / 200g Fisch / 4 Eier) mit Gemüse wie Brokkoli, Blumenkohl, Rosenkohl, Weißkohl, Steckrübe und dazu manchmal Reis, Buchweizen oder Kartoffeln. Ich verwende aber auch Hülsenfrüchte, wenn es mal vegan sein soll, ist aber eher die Ausnahme.

      Fleisch: Häufig Hähnchenbrust, Rindergulasch, Rinderhack, selten Schweine-Rippchen / dicke Rippe, Schweine-Steak, Hühner-Leber, Suppenhuhn, Sauerbraten (Pferd), Geflügel am Stück, wie Ente, Gans, Wachteln, dann noch Kaninchen und Lamm. Ach ja, und Frösche, aber nur, wenn keiner sonst da ist. 😉

      Fisch: Forelle, Lachs, Tintenfisch, selten Sardinen, Makrelen, Seelachs, Muscheln, Thunfisch

      Hülsenfrüchte, Milchprodukte, sowie Reis und Kartoffeln sind nicht paleo, aber alles bleibt sehr naturbelassen. Fertiggerichte gibt es bei uns nicht (außer Chicken-Nuggets für die Kinder 😉 )

      Keine Nudeln, Pizza, Burger, Döner, Fertiggerichte, Dosenfutter aller Art.

      Hin und wieder backe ich mir ein glutenfreies Brot, verzichte aber die meiste Zeit darauf. Ebenso landen kaum fertige GF-Waren in meinem Einkaufswagen.

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