3 Dez

Der Stautenhof in Willich-Anrath

Wer Kinder hat, denkt oft über Bio-Produkte plötzlich etwas anders. Wir auch. Der Trend zu regionalen Produkten ist inzwischen in jedem Supermarkt angekommen und Bio-Lebensmittel findet man bei jedem Discounter. Grundsätzlich halte ich diese Entwicklung für sehr gut, frage mich allerdings, wie viel Bio an einem Gemüse aus China sein kann. Ich war schon mal einige Male dort und die Luft war ganz sicher nicht Bio. 🙂

Bei Gemüse bevorzugen wir daher regional vor Bio. Unser Bauer um die Ecke gehört eher zu den konventionell eingestellten, aber die saisonale Ware kommt immer aus der direkten Umgebung, was, nebenbei bemerkt, ausgesprochen preiswert ist. Der Grundpreis für fast alles ist immer ein Euro: Blumenkohl, Weißkohl, Rotkohl, Zwiebeln und vieles mehr, auch Kräuter hat er stets frisch an Lager.

Mit Fleisch, Fisch und anderen Zutaten sah die Sache etwas schwieriger aus. Ich habe schon seit einiger Zeit die Augen offen gehalten, nach lokaler Schlachtung, vorzugsweise Bio, einem lokalem Imker und anderen Anbietern lokaler Produkte. Manchmal hilft einem der Zufall. Als ich am letzten Freitag mit meinem Freund zum Sport fuhr, erzählte er mir von einem Imker, bei dem er ganz tollen Honig gekauft hatte. Ich wurde sofort hellhörig und bat ihn auf dem Rückweg kurz dort zu halten. So haben wir es dann auch gemacht. Ein kleines Schild an einer Bundesstraße zeigte den Weg, aber eher für Eingeweihte.

Das Angebot in dem kleinem Laden der Imkerei VanDenBongard war ausgesprochen gut, ich probierte einige Sorten und entschied mich für Löwenzahn und Buchweizenhonig, dazu noch etwas süßen Senf. Die Preise waren mit rund 10,00 Euro für das Kilo absolut moderat, im Supermark zahlt man für Markenhonig, der aus aller Welt importiert wird, auch nicht weniger. Dass der Honig umwerfend schmeckte, muss ich wohl nicht ausführlich darlegen, oder? 😉

Auf dem Rückweg fuhr ich noch am Stautenhof vorbei, die auf einer großen Wiese frei laufenden Hühner hatten mein Interesse geweckt. Als ich den Hofladen betrat, war ich wirklich beeindruckt. Es gab eine große Fleischtheke, eine Käsetheke, eine Bäckerei und einen Teil, den man nur als Bio-Supermarkt umschreiben kann. Die Preise waren sehr gemischt. Für 10 Eier zahlte ich ca. 3,50 Euro, die waren aber auch richtig gut. Für meinen Ziegengauda, den ich mir hin und wieder gönne, zahlte ich für 100g 2,50 Euro. Für ein Bio-Produkt ein fairer Preis und qualitativ erheblich besser, als der, den ich bisher für 1,69 Euro im Supermarkt gekauft habe, ohne Bio wohlgemerkt.

Aber eigentlich war ich wegen dem Fleisch hin gefahren. In der Auslage fand ich nicht viel interessantes, alles sah gut aus, kostete aber auch merklich mehr, als alles, was ich bisher für Fleisch bezahlt hatte. Mein Blick fiel auf die kleinen Schildchen am unteren Rand der Fleischtheke. Aha, jetzt wurde es spannend. Ich kaufe sonst auch eher die Produkte, die nicht sonderlich im Fokus stehen, das bringt die Paleo-Diät so mit sich. Dort fand ich einige Produkte, die nicht in der Auslage waren, diese wurde für mich von der super netten Bedienung aus dem Lager geholt.

Ich kaufte 1 Kilo Schälrippen für 5,90 Euro, 400 g dicke Rippe zum Kilopreis von 6,90 Euro und Schweineleber zum Preis von 6,90 Euro das Kilo. Das sind exakt die Preise aus unserem Supermarkt, ohne Bio.
Beim Stautenhof bedeutet Bio aber noch mehr, als die Vorgaben hergeben. Die Schweine werde auf dem Hof groß gezogen, gefüttert mit Dingen, die auf dem eigenen Hof produziert werden und auch vor Ort geschlachtet, besser geht es nicht. Was soll ich sagen, vorhin haben wir die Rippchen verschlungen. Es waren die besten, die ich je gegessen habe und ich bereite diese immer nach dem gleichen Rezept zu.

Wir werden ich Zukunft jede Woche einen Einkauf dort vornehmen, wenn man ein wenig flexibel bei der Auswahl ist, sind die Preise für jeden erschwinglich, hier die Angebote.

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