7 Mrz

Darf es ein bisschen mehr sein?

Drei Wochen kein Sport, drei Wochen praktisch nicht vor die Tür. Zwei Wochen selbst die Grippe voll ab bekommen, dann hat der Kindergarten geschlossen, dann ist in der Woche auch noch unser Kind krank geworden. Drei Wochen zu Hause eingesperrt. Ich kann nicht mehr, seit drei Tagen ist unser Sohn entweder am bocken, brüllen oder heulen, er ist völlig unterspielt.

Ich hoffe inständig, dass am Montag wieder Normalität einkehrt.

Meine drei Wochen Trainings-Abstinenz habe ich gestern mit dem ersten richtigen Training beendet. Der Muskelkater heute ist vom Feinsten.

Bei der GNBF laufen die Vorbereitungen für die erste internationale Deutsche Meisterschaft im Mai auf Hochtouren, ich möchte allerdings erst im Herbst starten, daran hat sich nichts geändert. Die zwei Wochen andauernde Grippe hätte mich in der Wettkampfvorbereitung auch sicherlich die letzten Nerven gekostet.

Immerhin habe ich den insgesamt drei Wochen auf dem Sofa nicht zugenommen, ich werte das als Erfolg, ab sofort soll das Gewicht wieder runter.

Die Zeit habe ich für andere Dinge genutzt, unter anderem hatte ich Kontakt mit einem potentiellem Vorbereiter aufgenommen. Vorbereiter sind Personen, die einem in der Wettkampfvorbereitung zur Seite stehen und bei Trainingsplänen und Ernährung helfen. Mit ihnen erstellt man auch die Kür und übt die Posen, wichtig ist auch eine realistische Einschätzung der Form. Im letzten Jahr habe ich meinen ehemaligen Trainingspartner und IFBB-Atlethen um Hilfe gebeten, wir konnten uns aber nicht auf einen gemeinsamen Weg einigen, dennoch schätze ich sein Urteil sehr hoch ein, vor allem, wenn es um die Form geht.

Ganz alleine ist so etwas viel schwieriger, daher habe ich auch mit anderen gesprochen. Dort war man der Meinung, dass mein Körperfettanteil bei ca. 20% liegt und nicht bei ca. 10-14 %, von denen ich ausgegangen bin. Das hat natürlich direkten Einfluss auf die Diätlänge und das Startgewicht, also die Trockenmasse. Falls die 20% richtig sein sollten, würde dies ein Startgewicht von ca. 75 Kg bedeuten. Das wäre für mich völlig inakzeptabel, so würde ich nicht auf die Bühne gehen.

Sollte die Annahme aber falsch sein und meine Messergebnisse richtig,  kann ich mit dem Vorbereiter schlicht nichts anfangen. Ein Problem dabei ist sicherlich auch, dass ich bei Ernährung und Trainingsmethoden eben ganz eigene Erfahrungen habe und ich diese nicht komplett vergessen werde. „Bodybuilding“ im engeren Sinne mache ich zwar erst seit 2 Jahren, aber Krafttraining bereits seit 25, eben mit anderer Zielsetzung. Mein Alter stellt also ein Problem dar, denn ich lasse mir ungern von jemandem mit knapp 20 erzählen, dass schwere Kniebeugen und Bankdrücken das einzig wahre Mittel sind. Kommt mal in mein Alter. 😉

Inzwischen habe ich dem Trainer-Team abgesagt, es kamen noch andere Gründe dazu, die ich hier nicht ausführen möchte.

Für mich gibt es nur eine Lösung: Meine aktuelle Diät werde ich durch ziehen, bis ich mir sicher bin, dass nur noch maximal 5 Kg bis zur Wettkampfform fehlen. Falls ich recht habe, ist dies bei ca. 87 kg der Fall. Sollte ich mit den 87 kg immer noch nicht zufrieden sein, werde ich im Herbst nicht starten.

One thought on “Darf es ein bisschen mehr sein?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.