Silvester in der Jugendherberge: Erfahrungsbericht zum Silverster-Programm in Leutesdorf 2016/2017

Zum fünften Mal Silvester in der Jugendherberge, fünf verschiedene Herbergen, fünf verschiedene Programme, diesmal ging es in das ehemalige Kloster in Leutesdorf.

Rheinblick über einen Teil der ehemaligen Kloster-Anlage aus dem Zimmer

Wie in den letzten Jahren auch, fuhren wir mit mehreren Familien, diesmal waren es insgesamt vier mit 7 Kindern zwischen einem Jahr und 7 Jahren. Auch diesmal gaben wir vorab den Hinweis „glutenfrei“ für mich an.

Hier kurz die Übersicht über die letzten vier Jahre:

Als wir die Jugendherberge in Leutesdorf gebucht haben, war diese noch im Bau, daher gab es damals auch noch keine Informationen zum Silvester-Programm oder irgendwelche Erfahrungsberichte oder Bewertungen. Da „Leutesdorf“ zur Kategorie „IV+“ gehört, machten wir uns aber nur wenig Sorgen um die Qualität, womit wir auch richtig lagen.

Anlage und Ausstattung Weiterlesen

Zelten mit Kind im Herbst, oder Erfahrungsbericht „Julianahoeve“ bei Renesse

Im Oktober noch einmal ein paar Tage raus, noch einmal an die Nordsee. Nach unseren Erfahrungen im Sommer, bei 12 c° und Dauerregen, dachten wir, uns kann auch im Herbst nichts schocken, wenn wir das Zelt nehmen. Vorausgesetzt, wir rüsten bei den Schlafsäcken und Isomatten etwas auf.

Wir entschieden und für „Julianahoeve“ bei Renesse, wieder ein Campingplatz mit Schwimmbad, Indoor-Spielmöglichkeit und zahlreichen Spielplätzen, ganz ähnlich wie „De Pekelinge“ und nicht weit weg von „Ginsterveld„, wo wir im Sommer zum ersten Mal gezeltet haben.

Auf dem Platz waren wir übrigens die einzigen im Zelt. Na ja, nicht ganz, neben uns war auch eine Familie mit Zelt angereist, die zelteten zum ersten Mal. Vermutlich auch zum letzten Mal, nach einer Nacht flohen die regelrecht vom Campingplatz. Ich vermute, es lag an der mangelhaften Schlafausstattung, nur eine Decke, keine Schlafsäcke und Yoga-Matten als Isolation zum Boden. Im Sommer kann das gut gehen (muss aber nicht), im Herbst ist das aber in keinem Fall eine gute Idee.

Strand, Wasser, Schippe, mehr braucht es nicht.

Strand, Wasser, Schippe, mehr braucht es nicht.

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Vorräte für 10 Tage?

Aktuell sind Blogs, Zeitungen und selbst die TV-Nachrichten sehr mit der „neuen“ Empfehlung des Amts für Zivilschutz für die Vorratshaltung beschäftigt, die einen nennen es Panikmache, andere machen sich über die „Hamsterkäufe“ lustig. Beides geht irgendwie am Thema vorbei, oder nicht?

„Erstmals seit 1989 soll die Bevölkerung animiert werden, Vorräte an Lebensmitteln anzulegen. Hintergrund ist die Möglichkeit eines bewaffneten Angriffs auf Deutschland.“ ntv.de

Vorräte für einige Tage haben nun wirklich nichts mit Hamsterkäufen zu tun. Hamsterkäufe sind selten durchdacht und geschehen im Affekt und meist zu spät. Jemand, der Vorratshaltung ernst nimmt, braucht eben keine Hamsterkäufe zu tätigen.

Panikmache? Wir haben die Empfehlung für die Vorratshaltung in der Schule gelernt, kann sich jemand an Tschernobyl erinnern? Da konnte man echte Hamsterkäufe im Supermarkt sehen. Das war 1986 und ich kann mich gut entsinnen. Danach war Aufklärung über Zivilschutz Thema in der Schule, hat man später offenbar nicht mehr gemacht. Wir haben selbst mit gezielter Vorratshaltung vor einem Jahr begonnen, hier nachzulesen: Prepper Blog

Übrigens gab das Amt für Zivilschutz auch vor einem Jahr eine Empfehlung heraus, erstaunlicherweise wurde die Empfehlungen sogar vereinfacht und auf weniger Tage ausgelegt, von „erstmals“ kann also keine Rede sein. Die Empfehlung gab es immer. Darüber redet aber keiner. Weiterlesen

Zelten mit Kind: Ginsterveld bei Renesse in Zeeland, Holland

Strand bei Burgh-Hamsteede, Zeeland, Ginsterveld

Strand bei Burgh-Hamsteede, Zeeland, Ginsterveld

Der Sommerurlaub war bei uns eigentlich gestrichen, mit Ausflügen wollten wir uns und unseren Sohn beschäftigt halten und dabei die Kosten übersichtlich gestalten.

Kurz bevor die Sommerferien dann los gingen, schauten wir noch mal in ein Reiseportal, eine Woche in den Süden, vielleicht… dann traf uns der Schlag.

Für die Woche sollte es praktisch ein Riese pro Person sein, wobei unser Kind voll zahlen sollte. Och, so dringend war es dann doch nicht.

Freunde luden uns ein, mit ihnen einige Tage zu zelten. Da gab es nur einige Schwierigkeiten:

  • Ich habe noch nie in meinem Leben in einem Zelt geschlafen
  • Meine Frau hat noch nie in ihrem Leben in einem Zelt geschlafen
  • Wir haben gar kein Zelt

Da wir mit den Aufenthalten in Mobilheimen in De Pekelinge gute Erfahrungen gemacht haben, wollten wir es mal riskieren zu zelten. Natürlich sollten die Kosten niedrig bleiben und wir kauften daher nur, was wir wirklich nicht hatten und schauten im Keller nach, was so zum Campen verwendbar wäre, auch wenn es nicht die optimale Lösung darstellt. Wir reisen ja mit Auto an und nicht mit dem Rad oder gar zu Fuß. Weiterlesen

Appalachian-Trail Blogs in 2016, auch wieder auf deutsch

Picture from the AT 2012, made by „Stealth Fighter“

Picture from the AT 2012, made by „Stealth Fighter“

Man ist das jetzt lange her, als ich das erste Mal vom Appalachian Trail hörte.

Nach der, mittlerweile sehr bekannten, Fernseh-Doku aus 2009 beschäftigte ich mich damals intensiv mit den Hintergründen einer solchen Weit-Wanderung, die noch erheblich über den Jakobsweg hinaus gehen. Obwohl ich von Hape Kerkeling auch schon sehr beeindruckt war, nachdem ich sein Buch gelesen hatte, den Film empfand ich übrigens sehr enttäuschend.

In den USA sind die bekanntesten Fern-Wanderwege der PCT (Pacific Crest Trail), CDT (Continental Divide Trail) und eben der AT (Appalachian Trail). Weiterlesen

Noch mal ans Meer

Unser Sohn hatte nach dem letztem, nicht ganz nach Plan gelaufenem, Urlaub den Wunsch geäußert, noch einmal an das Meer zu fahren. Der Einfachheit halber sind wir erneut auf den denselben Campingplatz gefahren, De Pekelinge bei Oostkapelle. Ein toller Platz, wenn auch nicht ganz billig.

Wie im letzten Jahr fuhren wir nicht alleine, sondern trafen uns mit anderen befreundeten Familien. In diesem Jahr waren es immerhin 7 mit insgesamt reichlich Kindern, so dass für alle Kinder passende Spielpartner gesichert waren. Nicht jeder hatte die gleichen An- und Abreisedaten, aber die schönsten Tage verbrachten wir zusammen.

Das erste Mal im Meer

Das erste Mal im Meer

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Auf den Rheinsteig im Dezember

Als mich vor einigen Wochen ein Freund fragte, ob ich Lust hätte im Januar eine Winterwanderung zu machen, lehnte ich dankend ab. Ich wandere lieber in den drei anderen Jahreszeiten, auf Schnee kann ich beim Wandern gut verzichten.

Rheinsteig: Kaub nach Lorch

Rheinsteig: Kaub nach Lorch

Als wir uns nun über den Jahreswechsel in die Jugendherberge in Kaub aufmachten, die ja unmittelbar am Rheinsteig liegt, dachte ich wegen den milden Temperaturen direkt an eine kleine Wanderung, nur ein oder zwei Etappen. Gefühlt war ja eher März als Dezember. Der Rheinsteig wird als Wanderweg eigentlich für die Zeit von April bis Oktober empfohlen. Weiterlesen

Silvester in der Jugendherberge: Erfahrungsbericht Kaub 2015/2016

Jugendherberge Kaub an Silvester

Jugendherberge Kaub an Silvester

Vier Mal Silvester in der Jugendherberge, vier verschiedene Herbergen, vier verschiedene Programme, diesmal ging es nach Kaub.

Hier kurz die Übersicht über die letzten Jahre:

Wie man sieht, so langsam bekommen wir Routine und können auch sinnvoll Vergleiche ziehen, aber um es direkt zu sagen, wir sind dieses Jahr mit sechs Familien und insgesamt 11 Kindern nach Kaub gefahren. Einige sind ebenfalls zum vierten Mal dabei gewesen, die Meinungen, wo es nun am besten war, gingen allerdings erheblich auseinander, dazu später mehr. Weiterlesen

Silvester in der Jugendherberge: Erfahrungsbericht Prüm 2014/2015

So langsam wird es zur Gewohnheit über Silvester mit befreundeten Familien in ein Jugendgästehaus zu fahren. Dieses Jahr ging es in die Jugendherberge nach Prüm, in dem Ort waren wir bereits, hatten es aber komplett vergessen, damals hatten wir eine Ferienwohnung auf einem Bauernhof in der Nähe gemietet. Nach Prüm reisten wir  mit vier Familien an, insgesamt waren wir 15 Personen, beim nächsten Mal könnte es noch eine Familie mehr werden.

Viel Schnee an Silvester

Viel Schnee an Silvester

Das gemeinsame Anreisen hat den großen Vorteil, dass sich die Kinder-Betreuung ein wenig aufteilt und man sich gut untereinander helfen kann, sei es mit Ausstattung oder nur mal eben den Löffel halten oder Rotznasen putzen. Die Kinder kennen sich bereits und können sich auf Anhieb gut beschäftigen, wer ein Buch vorliest, macht dies gleich für mehrere, das ist effektives Elternsein. 😉

Als wir in Prüm ankamen, gab es Kaffee und Kuchen. O.K., den Kuchen haben wir ausgelassen aber über den Kaffee haben wir uns sehr gefreut. Kurz darauf gab es die Programmvorstellung und die erste große Überraschung, denn die Jugendherberge ist auch Tagungszentrum und verfügt über einen großen Veranstaltungsaal, der wirklich toll ist. Nebenbei bemerkt gab es hier auch ausreichend Parkplätze, in Daun und Cochem die Jahre zuvor war das ein echtes Problem.

Das Programm las sich auf den ersten Blick nicht so überzeugend wie in Cochem, wo wir wirklich begeistert waren. Dazu später mehr. Direkt nach der Begrüßungsrunde ging es zum Abendessen, alle 140 Gäste gleichzeitig mit der ersten und nicht so tollen Überraschung. Weiterlesen

Erfahrungsbericht Ahrsteig: Von Bad Neuenahr-Ahrweiler nach Sinzig

Ahrsteig, auf dem Weg nach Sinzig

Ahrsteig, auf dem Weg nach Sinzig

Das Hotel Cascada war nicht die erste Wahl, da Bad Neuenahr-Ahrweiler gut ausgebucht war, der Preis dafür wirklich günstig, denn es war tatsächlich sogar preiswerter als die Landgasthöfe zuvor.

Das Hotel war ein lustiger Stilmix, aber alles war gut gepflegt. Was dem Hotel an Modernität fehlte, wurde durch die wahnsinnig netten Inhaber wieder wett gemacht. Der Hauswein auf der Sonnenterasse war natürlich aus der Region und kostete 2,90 Euro für 0,25 Liter. Das Frühstück war gut, ich musste allerdings auf Rührei verzichten, die gekochten Eier waren aber wunderbar.

Wir verließen den Ort ebenso, wie wir ihn betreten hatten und gingen den Berg hinauf, am Friedhof vorbei zum Ahrsteig. Nach einer kurzen Waldetappe führte der Weg durch Dörfer und Felder. Die Sonne brannte ganz gut, was den Weg beschwerlicher machte, als er eigentlich war. Weiterlesen