Archive for the ‘ Haushalt ’ Category

Warum?

Es ist soweit, unser Sohn stellt ab sofort “Warum”-Fragen. Natürlich war es absehbar, dennoch habe ich mich vor diesem Tag gefürchtet. Das große “Warum-Frage-Quiz” ist bisher glücklicherweise noch ausgeblieben. Seine erste Frage war auch wirklich eine nette Überraschung. Er hat nicht gefragt: “Warum muss ich Zähne putzen”, oder so etwas in der Art. Nein, er saß mit mir auf dem Sofa, kam mir ganz nah, fast bis sich die Nasen berührten und fragte mich dann:

“Papa, warum bist du so traurig?”

Nicht nur das “Warum” hat mich überrascht, sondern auch die Frage selbst. So traurig war ich eigentlich gar nicht, allerdings tief in Gedanken vesunken, wie es beim “Hausbau” weitergehen soll. Der Ärger über den Kaminbauer saß mir immer noch in den Knochen, da muss ich wohl ein bisschen bedröppelt aus der Wäsche geguckt haben. :)

Dabei läuft alles eigentlich ganz gut. Der Schornsteinfeger war heute spontan da und hat sich ein wenig gewundert, warum der Kaminbauer nicht wie besprochen die Zuluft über den dritten Zug geholt hat. Die Verbindung in den Keller fand er nicht ganz so toll. Er hat uns aber den Ofen vorerst in Betrieb nehmen lassen, glücklicherweise.

Heute wurde die Tür zum Bad verbreitert, die 60 cm waren etwas knapp, ich bin immer im Rahmen hängen geblieben. Jetzt haben wir eine Türbreite von 80 cm, was auch erheblich freundlicher aussieht. Morgen kommt die neue Kellertüre, eigentlich eine Alu-Haustüre von Feldmann, die vielleicht jetzt gar nicht in den Keller kommt, sondern in die Diele. Wir werden sehen. Weiterlesen

Ein X für ein U

In einigen Wochen, wenn alle Bauarbeiten abgeschlossen sind, hatte ich vor einen Erfahrungsbericht zu unseren Lieferanten und Handwerkern zu erstellen. Aus aktuellem Anlass ziehe ich dies zumindest für ein Gewerk vor, denn ich habe mich heute sehr geärgert.

Bei allen Gewerken, die bei uns tätig werden, habe ich mir vorher eine Baustelle, bzw. ein fertiges Werk angesehen, um die Arbeit einschätzen zu können. Nur bei dem Kaminbauer habe ich darauf verzichtet eine echte Referenz einzuholen, denn der Bezirks-Schronsteinfeger war voll des Lobes für den von uns  ausgesuchten Meisterbetrieb aus Viersen, der mit über 45 Jahren Erfahrung wirbt.

Bereits vor Auftragserteilung wurde uns zwar klar, dass der Kaminbauer mit modernen Kommunikationsmitteln nicht unbedingt per du ist. Als wir dann auf Faxe umstiegen, klappte es erheblich besser. Die Angebote wurden von ihm stets “netto” ausgestellt, was rechtlich nicht zulässig ist, wir konnten es ihm aber nicht abgewöhnen.  Nachdem wir ihm erklärten, dass wir einen Grundofen möchten, empfahl er uns einen Brunner BSO 03 Systemofen, der uns optisch auch gut gefiel.

Der Katalog von Brunner, den wir im Internet überflogen, schien zu bestätigen, was wir erhofften: Einen Grundofen in Systembauweise, ähnlich dem Niermann-Grundspeicherofen, den wir bei Manufactum gesehen hatten. Also haben wir den Ofen bestellt und den Aufbau in Auftrag gegeben.

Gestern wurde mit dem Aufbau begonnen, heute sollte der BSO 03 in Betrieb genommen werden. Aus diesem Anlass fuhr ich auf die Baustelle, sah den Kamin und fiel vom Glauben ab. An der linken Seite des Ofens klaffte eine riesige Öffnung, die da eigentlich nicht sein sollte. “Das muss so”, war die Erklärung des Meisters. Leider hatte ich am Tag vorher die Aufbauanleitung gelesen, daher war mir sehr schnell klar, was das schief gelaufen war:

“Soll der Ofen mit Außenluft angeschlossen werden, so ist dies direkt nach Platzieren des Heizgerätes vorzunehmen.” Aufbaubeschreibung von Brunner

Das war eben nicht passiert. Wir hatten ja gerade erst den dreizügigen Schornstein umbauen lassen, eben damit der BSO seinen “Außenluftanschluss” bekommen kann. Beim Aufbau wurde aber vergessen, die Kernbohrung vorzunehmen, dies sollte durch die Zuluftöffnung im Wohnzimmer kaschiert werden.

Brunner-BSO03 als Konvektions-Ofen

Brunner-BSO03 als Konvektions-Ofen

Was wir nun im Wohnzimmer stehen haben, ist ein reiner Konvektionsofen, eben genau das, was wir nicht haben wollten. Nach telefonischer Rücksprache mit Brunner bestätigte sich auch noch, dass der BSO 03 grundsätzlich ein Konvektionsofen ist, ganz sicher eben kein Grundofen, wie der von Niermann. Der Kaminbauer hatte uns also nicht nur ein riesiges Loch in den niegelnagelneuen Ofen gehauen, statt diesen korrekt aufzubauen, sondern uns auch noch etwas verkauft, was wir gar nicht haben wollten. Weiterlesen

Oben ohne

Die Treppe ist entkleidet

Die Treppe ist entkleidet

Das schmiedeeiserne Geländer ist Geschichte, das Treppenhaus ist sozusagen “oben ohne”. Ursprünglich wollten wir es nur neu lackieren, aber Freunde haben uns überzeugt, an der gegenüber liegenden Wand einen neuen Handlauf zu installieren und das Treppenhaus aufzumauern. An diese Stelle soll dann zukünftig die Garderobe, der ursprüngliche Platz hinter der Haustüre ist nun tabu, dort laufen alle, wirklich alle Stromkabel durch.

Am Montag kommen nun auch die Tischler, um die alte Haustüre aus Holz aufzuarbeiten. Auch die ersten neuen Fenster haben sich für die KW49 ganz pünklich angemeldet. Der Brunner Systemofen steht inzwischen, wird nun aber doch noch verputzt, was einen Tag extra dauert. Dann wird es endlich wieder warm. Weiterlesen

Land in Sicht

Heute hatte ich mal wieder das Gefühl, dass es auf der Baustelle voran geht. Warum genau, vermag ich gar nicht zu benennen. Mein persönliches Tagesziel, im Garten den Boden wieder sichtbar zu machen, haben ich auf jeden Fall erfüllt. Im laufe der nächsten Woche werden sicher noch die letzten Holz- und Wurzelstücke verschwinden, den Holzlagerraum habe ich soweit vorbereitet, aber meine Frau wünscht sich, dass die hässliche Decke ebenfalls gestrichen wird, da muss ich also noch einmal ran. Dann wandert aber sämtliches Holz, fein säuberlich gespalten, in den dafür vorgesehenen Bereich und macht die Terrasse wieder frei.

Land in Sicht

Land in Sicht

Am Ende des Grundstücks habe ich den verbliebenen Grünschnitt gehäckselt und mit dem Anlegen eines Hügelbeetes begonnen, darauf soll im Frühahr die neue Beerenobst-Hecke entstehen, einige Nutzpflanzen werden dort ebenfalls einen Platz finden. Das Saatgut habe ich von Dreschflegel. Die zukünftige Rasenfläche sieht schon gar nicht mehr so schlimm aus, jetzt, wo das ganze Gerümpel verschwunden ist. Das Hochbeet an der Terrasse zu entfernen, wird aber noch einmal so richtig anstrengend werden. Weiterlesen

Die offene Küche

Die Durchreiche für den Kaffee "to go", ehemals der Sicherungskasten

Die Durchreiche für den Kaffee “to go”, ehemals der Sicherungskasten

Einige unserer Freunde hatten uns bei der Besichtigung der Baustelle gefragt, warum wir nicht eine offene Küche einrichten würden, da sich doch der Grundriss dafür anbieten würde.

Wir haben da dankend abgelehnt, aus zwei Gründen:

  1. Wir haben kein Geld für eine neue Küche, die wäre aber dann fällig
  2. Wir hatten bereits 8 Jahre eine offene Küche, wir wollen nie wieder eine

Offene Küchen sehen in den Wohnzeitschriften immer total super aus, auch in den Werbespots, wo die perfekte Mutter dem Kind die Süßigkeit aus dem Kühlschrank holt, sind es immer tolle, offene Küchen. Wer aber eine offene Küche wirklich benutzt stellt sehr schnell die Nachteile fest.

Nur in der Vorstellung ist es romantisch, in der Küche zu stehen und noch etwas von den Gästen mitzubekommen. In der Realität ist es so, dass man sowieso nichts von den Gästen hört, weil die super starke Dusttesse dröhnt  und man eh mit 1001 anderen Dingen beschäftigt ist. Weiterlesen

Die Reise des Heizkörpers nach Jerusalem

Die Heizkörper-Vekleidung, die aus baulichen Gründen doch nicht bleiben konnte

Die Heizkörper-Vekleidung, die aus baulichen Gründen doch nicht bleiben konnte

Es gibt sie noch Reihenweise, die “eisernen” Anhänger der Rippen-Konvektionsheizkörper. Ich gehöre nicht dazu. Nach dem Lesen der Berichte von den Architekten Fehrenberg und Fischer, habe ich mich überzeugen lassen, reine Plattenheizkörper Typ 10 zu bestellen, die einen sehr niedrigen Konvektionsanteil haben und dafür einen hohen Anteil Wärmestrahlung (20/80).

Die Raumluft kann so bis zu drei Grad kühler sein, ohne, dass dies negativ auffällt. Das spart Energie und macht das Lüften einfacher, da nicht die Luft erwärmt wird, sondern feste Körper, dies funktioniert aber nur dann gut, wenn man massive Wände hat.

Wer allerdings die üblichen Normen und Faustregeln für die Berechnung zugrunde legt, kommt mit diesen Heizkörpern in der Theorie nicht wirklich klar (Altbau 100 – 150 w je m² bei 20 c° innen und -10 c° außen). Nach dieser theoretischen Berechnung wäre der Vorbesitzer in einem hartem Winter übrigens bereits erfroren, selbst mit den riesigen alten Heizkörpern. Wir verbessern dank der neuen Fenster und dickeren Wände, durch Aufmauern der Heizkörper-Nischen, viele Zimmer auf ENEV-Niveau von 1995-2007, und das ganz ohne Dämmmaterial.

Für den Fall, dass wir jedoch nicht nur kalkulatorisch daneben liegen, haben wir demnächst ja noch den System-Speicherofen im Wohnzimmer. ;)

Falls wir richtig liegen, kann die nächste Heizung übrigens erheblich kleiner ausfallen. Weiterlesen

Das Loch in der Wand

Ein Wunsch für das neue Heim stand von Anfang an fest: Wir wollten einen Ofen

Der geplante Platz für den Brunner BSO 03 Systemofen

Der geplante Platz für den Brunner BSO 03 Systemofen

Falls kein Kachelofen vorhanden wäre, dann  würden wir uns eben einen bauen lassen. Leider mussten wir schnell feststellen, dass es da durchaus Unterschiede gibt, denn wir hatten keine Ahnung von Schwedenöfen, Kachelöfen, Grundöfen, offenen Kaminen, Heizkaminen, Speicheröfen und Systemöfen.

Das erste Angebot für einen modernen Kachelofen war auch gleich ein kleiner Reinfall und entpuppte sich als Hellfeuer-Heizkamin mit Konvektions-Heizung. Das wollten wir nun ganz sicher nicht, sonst könnten wir uns die Umrüstung der “normalen” Heizung auf Wärmestrahlung ja auch schenken.

Nach einiger Recherche war klar: Wir wollen eigentlich einen Grundofen

Grundöfen werden allerdings üblicherweise vor Ort gemauert und sind recht voluminös. Wir haben uns daher zu einem System-Speicherofen entschieden, der auch alle Abgas-Normen locker einhält, einem Brunner BSO 03. Der Brunner BSO 03 ist recht klein und sieht äußerst modern aus. Weiterlesen

Seven of Nine

Fichtenwurzel ausgraben, ein Riesenspaß

Fichtenwurzel ausgraben, ein Riesenspaß

Samstag ist Gartentag, vor allem, wenn das Wetter so schön ist wie heute. Als ich zum Haus losfuhr, zeigte das Thermometer genau 1 c° an, ganz schön schattig.

Wir hatten den ersten Baumstumpf noch nicht draußen und schwups waren es gefühlte 20 c° im Schatten. Der Gärtner hatte mit dem größten Brecher angefangen, mir waren für den Start aber “die kleinen” Baumstümpfe lieber, denn ich hatte noch andere Pläne für den Tag und brauchte den Platz am Grundstücksende.

Das war naiv. Weiterlesen

Kindersichere Einbaulautsprecher

1996 kaufte ich mir, von meinem sauer verdientem ersten Geld, eine 5.1 THX-Anlage von Teufel, das Theater 2, M600 und M3000 als Set, damals das erste, was den THX-Standard schaffte. Ich war total stolz darauf und schaffte es damit sogar, dass die Glasscheiben in den Bilderrahmen “atmeten”, wenn der T-Rex in “Jurassic Park” auftrat. Waren das noch Zeiten. :)

Als meine Frau und ich zusammenzogen, mussten die “hässlichen schwarzen Kisten” bald weichen, wir einigten uns auf Canton RC-L, die hübscher aussahen, aber im Stereo-Betrieb sogar besser klangen, 5.1 wurde bei mir abgeschafft, als alle Welt anfing, derartige Boxen zu erwerben. Vermisst habe ich es immer.

Als dann mein Sohn das Krabbeln lernte, machten wir uns (begründete) Sorgen, dass er die Boxen zum Kippen bringen würde. Da diese über 20 Kilo auf die Waage brachten, gab es nur eine Lösung: Die mussten weg. Als Ersatz installierte ich sehr provisorisch kleine Auf-Wandboxen, die wir aus einer Pioneer-Komplettanlage zweckentfremdeten. Immer noch besser als der reine Fernseh-Klang, aber schon wirklich jämmerlich.

Es war klar, wenn wir noch einmal renovieren, dann bekomme ich wieder brauchbare Boxen, am besten in einer 5.1-Anordnung, so installiert, dass es kindersicher ist. Nun ist es endlich soweit.

Heute habe ich die Boxen geordert, wir hatten 500 Euro dafür im Budget zurückgestellt. Das reichte nicht ganz für meine Wunschausstattung, aber ich habe eine sinnvolle Kombination gefunden:

  • Magnat Interior IWQ 62 als Frontboxen
  • Magnat Interior IW 510 C als Mittelbox
  • Canton ASF 75 SC als aktiver Subwoofer “On-Wall”
  • SPE 150 Monacor als Sourround-Boxen


Alles zusammen kostet deutlich unter 500,00 Euro und sollte seinen Zweck erfüllen. Die gesamte Technik wird in die Wände eingebaut, auch das HDMI-Kabel für den Beamer wird unter Putz gelegt, GIRA hat für alles passende Dosen im Programm. Die Kabel liegen bereits unter Putz, nächste Woche wird die Wand für die Lautsprecher vorbereitet. Die SPE-150 begnügen sich mit 3,5 cm Einbautiefe, die Frontlautsprecher benötigen moderate 6,5 cm.

20 m³

“Den bekommen Sie doch nie voll!” sagten einige Nachbarn zu uns, als wir anfingen den Grünschnitt aus dem Garten in den Container zu laden. Wir hatten einen 20 m³ Container liefern lassen und waren ganz und gar nicht sicher, ob dieser denn auch reichen würde. Zumindest wollten wir alles was Nadeln hat in diesem Monster versenken, den Rest würde ich dann schreddern und als Hügelbeet wiederverwenden. Das war zumindest der Plan.

Samstag Morgen fingen wir an: Grünzeug schnappen, die Kellertreppe hinunter wuchten, durch den gesamten Keller schleifen, die Einfahrt wieder hoch und anschließend in den Container wuchten.

Der 20 m³ Container gegen Mittag, links mein Auto zum Vergleich

Der 20 m³ Container gegen Mittag, links mein Auto zum Vergleich

Um es abzukürzen: Weiterlesen