It’s not a bug, it’s a feature!

Seit einiger Zeit ärgere ich mich darüber, dass das Theme „Lonely Road“ mit dem ich seit dem „Hackerunfall“ arbeitete, beim Datum keine Jahreszahl anzeigt. Ich konnte auch nicht heraus finden, wo man das ändert, oder ob man das überhaupt ändern kann. Auch wenn ich seit beinahe 10 Jahren blogge, HTML kann ich nach wir vor nur rudimentär, ich bin daher auf ein gutes Theme angewiesen.

Vollzeitvater-Hintergrund

Ein neues Theme zu finden, war aber auch nicht so leicht, wie man zuerst meinen mag, kleine Ansprüche, wie zum Beispiel die eigene Farbanpassung grenzen die Auswahl schon erheblich ein. Das aktuelle Theme „Confit“ ist jetzt auch nicht unebdingt für mich perfekt, zeigt aber zumindest das vollständige Datum an, bei einem Blog, der nun sechs Jahre auf dem Buckel hat, nicht ganz unwichtig, wie auch Leser immer wieder anmerkten.

Das Prinzip des Minimalismus habe ich auch bei digitalen Inhalten gerne im Auge, obwohl ich es auch nicht 100% nüchtern haben mag. Das Theme „Confit“ ist ebenso wie das alte „Lonely Road“ als „clean“ und „very light“ beschrieben. Das trifft es ganz gut und passt zu meinem persönlichem Stil ohne übertrieben spartanisch zu sein. Witzigerweise ist „Confit“ eigentlich als Webseite für Restaurants gedacht, passt also doppelt gut. 😉

Die Einbindung anderer sozialer Medien stellt mich auch bei diesem Theme wieder vor Rätsel, aber ich muss ja nicht alle Probleme auf einmal lösen.


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Kindergeburtstag, und ich lese ein Buch.

Da ist schon wieder ein Jahr rum, sechs Jahre sind es nun. Unser Kind hat sich bereits wochenlang auf diesen Tag gefreut, seine Wunschliste einer ständigen Bearbeitung unterzogen, die uns doch einige Nerven gekostet hat, dennoch war das „beste“ Geschenk weder auf seinem Wunschzettel, noch war es von uns.

Wir verfolgen strikt das Prinzip des „betreuten Schenkens„, um die Menge und Größe an Geschenken halbwegs übersichtlich zu halten. Da unser Sohn weit und breit der einzige minderjährige Spross der Familie ist, könnte es sonst wirklich ausufern. Mittlerweile klappt das auch wirklich gut und alle halten sich an die Vorgaben, die wir machen und größere Geschenke gibt es auch nicht zwischendurch.

Letzteres führte in den letzten Wochen zu enormen Diskussionen, denn alle Freunde unseres Kindes bekamen ihren Schulranzen und das entsprechende Zubehör einfach so mal zwischendurch. Da eine Schultasche heutzutage mehr kostet, als ein neues Fahrrad, haben wir das nicht eingesehen. Weder durfte unser Kind über das Design entscheiden, noch bekam er den „Toni“ einfach so. Es hat uns wirklich in Erstaunen versetzt, was da an manchen Stellen für ein Aufwand getrieben wird.

Sein richtiger Geburtstag fiel in diesem Jahr genau auf Ostern, daher kam nur die direkte Familie vorbei, die Kinderparty legten wir um eine Woche nach hinten, das war dann am letzten Wochenende. Meine Frau hatte verschiedene Spiele vorbereitet, aber wir waren uns wieder einig, dass wir diese nur machen, wenn uns die Kinder außer Kontrolle geraten sollten, bisher verliefen die Geburtstage immer sehr ruhig und friedlich. Auch in diesem Jahr gab es in diesem Punkt keine Überraschungen, außer, dass die Kinder so einvernehmlich miteinander Spaß hatten, dass ich tatsächlich ein Buch lesen konnte. Das war dann doch eine Premiere. Weiterlesen

Assessment-Center für Vorschulkinder

Das kleine Pony kann dem Arihorn folgen, mit Biosgas-Antrieb.

Ein „richtiges“ „Assessment-Center“ habe ich glücklicherweise bisher nur einmal in meinem Leben machen müssen und dass ich darin gelandet bin, war genau genommen ein Versehen. Ein großer Elektronikkonzern hatte eine Stelle ausgeschrieben, die Stellenanzeige war auf englisch und ich muss zugeben, ich habe nicht alles verstanden.

Google gab es da noch nicht.

Als ich dann eingeladen wurde, hatte ich keine Ahnung, was in acht Stunden von mir verlangt werden würde. Ich war ehrlich überrascht, machte meine Sache aber offenbar nicht so schlecht, im Auswahlverfahren wurde ich damals nach Punkten zweiter, aber knapp daneben, ist halt auch vorbei. Erst als ich die Zentrale wieder verlassen hatte, übersetzte mir netterweise jemand korrekt die englische Job-Beschreibung, da war ich dann geschockt, auf welche Stelle ich mich da beworben hatte. Im Nachhinein gab mir das ein unfassbares Selbstvertrauen. Ich hatte das fast komplett vergessen, aber beim Aufräumen fiel mir ein Teil der damaligen Bewertung in die Hände und die Formulierungen der dem Test beiwohnenden Psychologen und Personaler erinnerten mich sehr stark an einige, die ich in den letzten Tagen gehört habe, allerdings bezogen auf unser Kind. Weiterlesen

Hilfe, unser Kind ist ein Alien!

Bisher hat unser Sohn noch keinen einzigen Milchzahn verloren, er ist nun fast sechs Jahre alt. Andere Kinder im Kindergarten sehen seit Monaten aus, als hätte diese einen Bordstein geküsst. Der Druck der Zahnfee ist dabei nicht zu verachten, damit wird stolz geprahlt und sicher auch mal nachgeholfen. 😉

Ich kann mich nicht erinnern, dass früher bei uns in der Nacht eine Zahnfee kam, daher bin ich eigentlich strikt dagegen, so etwas zu unterstützen, unser Kind ist allerdings noch fest in der Feen, Zauberer und Einhorn-Fabelwelt verankert.

Vermutlich kommt die Zahnfee aber dennoch nicht zu uns, wir haben ja einen Ruf zu wahren. 🙂

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Voranzucht auf der Fensterbank, 2017

Es ist Februar, einige werden mit der Voranzucht von Paprika, Peperoni und Melonen bereits im Januar begonnen haben, ich habe erst vor einigen Tagen den ersten Voranzucht-Kasten (Minigewächshaus) auf die Fensterbank platziert.

Spitzkohl, Mangold, Tomaten, Gurken, Rettich

Das gesamte Bio-Saatgut habe ich mittlerweile selbst vermehrt, was in etwa 50,00 bis 75,00 Euro Eigenbedarfsanteil entspricht, so hoch waren vorher meine Saatgut-Bestellungen jährlich bei „Dreschflegel“ und beim „Biogartenversand“. Einige Sorten brauchen zwei Jahre um vermehrt zu werden, bei anderen braucht man etwas Glück, andere wird man nie wieder los, ich denke da zum Beispiel an „Green-in-Snow.“ Dieser Asia-Kohl ist nicht unterzukriegen und wächst selbst im Winter fleißig weiter.

Nicht alles wächst bei uns gut, wir haben einen Nordgarten und sehr schweren Boden. An dem Boden arbeite ich nun schon seit einiger Zeit und es wird endlich besser. Mit einigen Gemüsesorten habe ich aber einfach kein Glück, dabei gelten die sogar teilweise als „einfach“, wie zum Beispiel Kohlrabi. Der hat bei mir noch nie gekappt, die Nachbarin erntet mit meinem Saatgut Kohlrabi groß wie Fußbälle. Ich gebe da nicht auf. 😉 Weiterlesen

#Equalcareday

Mich erinnert die Aktion ein wenig an eine Blogparade, aber die mache ich ja auch mal ganz gerne. 🙂

Es geht darum, anderen Paaren (Eltern) und allen Interessierten die persönliche Aufteilung im eigenen Haushalt näher zubringen. Ziel der Aktion ist es, die „Carearbeit“ in der Familie fair zu verteilen und über die verschiedenen Ansätze in den Familien Möglichkeiten aufzuzeigen. Natürlich ist das immer sehr individuell.

Da unser Familienmodell, rein statistisch betrachtet, in nur 1% der deutschen Haushalte mit Kindern vorkommt, fallen wir vielleicht ein wenig aus dem Rahmen.
Meine Frau arbeitet Vollzeit, 40+ Stunden, teils im Homeoffice, teils auf Reisen. Ich bin Hausmann und arbeite sonst nur unentgeltlich, ich habe keinen Teilzeit- oder 450Euro-Job.

Wer geht mit dem Kind zum Arzt? #equalcareday

Ich habe zur Aufteilung der „Carearbeit“  bereits einmal im Blog zu einem anderem Anlass geschrieben: feministische Vaterschaft
Ebenso nehme ich im Podcast-Interview von „Elternpodcast.de“ dazu Stellung.

Nun stelle ich mich aber konkret den Fragen zum „Equal Care Alltag“ von Almut Schnerring und Sascha Verlan: Weiterlesen

Der Wipproller, oder wie es bei uns heißt: Wuppelroller

Während unseres Aufenthalts in Holland auf den Campingplätzen war uns immer wieder ein uns nicht weiter bekanntes Gefährt aufgefallen. Die Kinder kreuzten in jede Richtung mit erstaunlicher Geschwindigkeit und Wendigkeit über den Platz. Unser Sohn war total fasziniert und nannte dieses tolle Gerät „Wuppelroller“.

Natürlich wollte er auch einen.

Wir planten diesen also als Weihnachtsgeschenk ein. Dann begann die Suche, erst beim Fahrradhändler, dann im Spielzeugladen, verschiedene Kaufhäuser, wir wurden einfach nicht fündig. Also doch im Internet bestellt, dabei hätten wir uns den Roller gerne vorher in Ruhe angesehen. Günstig ist das Teil nicht so wirklich, mit gut 130 Euro ist er eher vergleichbar mit einem Fahrrad. Gebraucht konnten wir ihn nirgends finden.

Zu Weihnachten stand der neue Wuppelroller dann doch unterm Baum und wurde begeistert ausgepackt.

Wipproller im Einsatz

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Eltern-Podcast, das etwas andere Interview

rosa Einhorn

Interviews habe ich in den letzten fünf, jetzt beinahe schon sechs, Jahren reichlich gegeben, meist für Zeitschriften, aber auch für TV-Shows und Medienberichte. Oft waren diese Interviews mehrere Stunden lang, wobei am Ende eigentlich davon kaum etwas übrig blieb und dann selten so, wie ich mir das vorgestellt habe. Viele Interview-Anfragen habe ich auch aus diesen Gründen strikt abgelehnt, da mich selbst Zeitschriften, die ich für eher anspruchsvoll halte, sehr enttäuscht haben.

Hier ist die Übersichtsseite über veröffentlichte Medienberichte: Presse / Webpräsenz

Als nun vor einigen Wochen eine Anfrage für den Eltern-Podcast kam, musste ich erst eine Weile darüber nachdenken. Ich hörte in die bereits veröffentlichten Beiträge hinein und war doch sehr überrascht. Teilweise kannte ich die Interviewten Personen über ihren Blog, war aber dennoch erstaunt, wie anders der Eindruck bei so einem gesprochenem Interview ist. Es ist eben kein Blog-Beitrag und schon gar nicht ist es ein Zeitungsartikel. Man spricht erheblich anders, als man schreibt.

Der Zeitrahmen ist nur gute 30 Minuten und dennoch steckt in den Beiträgen viel mehr, als in jedem Blog-Beitrag und sicher 100x mal mehr, als in einem Zeitungsartikel, obwohl die Interviews für Zeitschriften und das Fernsehen viel länger dauerten. Dazu kommt eine andere, persönliche Note, einfach über die Stimme. Ich muss allerdings zugeben, dass ich mich an den Klang meiner eigenen kaum gewöhnen kann. 😉

Ich finde die Idee hinter dem Eltern-Podcast wirklich gut und es sind einige tolle Geschichten dabei, die erheblich ungefilterter daher kommen und sich auch sehr stark voneinander unterscheiden. Da sollte für jeden Elternteil was interessantes dabei sein. Was auch gut ist: Frauen und Männer sind beide in etwa gleich vertreten.

„Das Ziel dieses Podcasts ist es, Eltern in das Familienleben anderer Eltern einen Einblick zu geben. Und aufzuzeigen, dass viele Situationen und Herausforderungen die man mit Kindern erlebt, völlig normal sind.“

Inzwischen sind 17 Interviews online, letzteres ist von mir. Also, wer mal etwas von mir hören will, statt zu lesen, darf da gerne mal rein schauen. Für Leser des Blogs gibt es sicher kaum etwas neues, aber so verpackt ist es eben doch etwas anderes.

 

Und Plötzlich kam keiner mehr…

Normalerweise, wenn ich beim Arbeiten am PC ein Problem habe, denke ich mir:

„Irgend ein anderer Depp wird bereits genau das Problem vor mir gehabt haben, die Lösung finde ich schon.“ Bisher hat das eigentlich auch immer so funktioniert.

Als ich gestern in meinen Blog schaute, wunderte ich mich, dass meine Jetpack-Statistik nicht mehr da war. Ich schaute unter WordPress in die „Plugins“, Jetpack war weg. Seltsam, denn gelöscht hatte ich es nicht und beim letzten Blog-Artikel vom 19.01. war es auch noch da.

Jetpack: Plötzlich keine Besucher mehr auf dem Blog

Hmm, na gut, einfach neu installieren. Das klappte schon mal nicht, es kam ständig die Meldung, dass das Programm bereits vorhanden sei. Also loggte ich mich bei WordPress direkt ein, fand die Statistik und staunte: Seit dem 20.01. war kein einziger Besucher mehr gekommen. Das konnte nun ja auch irgendwie nicht stimmen.

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Unter den eigenen Verhältnissen leben?

Vor einigen Tagen las ich durch Zufall einen Artikel bei „Zeit-Online“ mit dem Titel:

Wozu der ganze Stress.“

Dieser Artikel beleuchtete etwas, was mich seit mindestens fünf Jahren beschäftigt und es auch heute noch tut. Er ging der Frage nach, ob Familien wirklich so oft auf zwei Einkommen angewiesen sind, wie es einem die Statistiken zeigen. Da bei uns je nur ein Elternteil arbeitet und der andere „nur“ zu Hause ist, haben wir für uns ja schon klar gestellt, dass wir mit einem Einkommen gut zurecht kommen können. Nach allen üblichen Definitionen gehören wir dabei ganz klar „nur“ zur „Mittelschicht“.

„Früher reichte ein Gehalt, um eine Familie zu ernähren. Heute braucht es zwei, heißt es. Aber stimmt das wirklich?“ Zeit-Online

In unserem Freundes- und Bekanntenkreis sind wir damit aber eher die Ausnahme, in den meisten Fällen geht der Partner zumindest einem Teilzeit-Job nach, einige haben auch die Doppel-Teilzeit-Lösung, eine Variante, die auch uns prinzipiell vorgeschwebt hat, aber nicht umsetzbar war. Ich will jetzt gar nicht weiter darauf rumreiten, der Artikel ist ganz gut geschrieben und mit vielen Zahlen versehen, ich brauche das ja nicht zu wiederholen.

Mir geht es um eine andere Frage, die auch dem Artikel entstammt: „Wäre es wirklich so schlimm auf dem Niveau der 80er-Jahre zu leben?“

1987

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