Eltern-Podcast, das etwas andere Interview

rosa Einhorn

Interviews habe ich in den letzten fünf, jetzt beinahe schon sechs, Jahren reichlich gegeben, meist für Zeitschriften, aber auch für TV-Shows und Medienberichte. Oft waren diese Interviews mehrere Stunden lang, wobei am Ende eigentlich davon kaum etwas übrig blieb und dann selten so, wie ich mir das vorgestellt habe. Viele Interview-Anfragen habe ich auch aus diesen Gründen strikt abgelehnt, da mich selbst Zeitschriften, die ich für eher anspruchsvoll halte, sehr enttäuscht haben.

Hier ist die Übersichtsseite über veröffentlichte Medienberichte: Presse / Webpräsenz

Als nun vor einigen Wochen eine Anfrage für den Eltern-Podcast kam, musste ich erst eine Weile darüber nachdenken. Ich hörte in die bereits veröffentlichten Beiträge hinein und war doch sehr überrascht. Teilweise kannte ich die Interviewten Personen über ihren Blog, war aber dennoch erstaunt, wie anders der Eindruck bei so einem gesprochenem Interview ist. Es ist eben kein Blog-Beitrag und schon gar nicht ist es ein Zeitungsartikel. Man spricht erheblich anders, als man schreibt.

Der Zeitrahmen ist nur gute 30 Minuten und dennoch steckt in den Beiträgen viel mehr, als in jedem Blog-Beitrag und sicher 100x mal mehr, als in einem Zeitungsartikel, obwohl die Interviews für Zeitschriften und das Fernsehen viel länger dauerten. Dazu kommt eine andere, persönliche Note, einfach über die Stimme. Ich muss allerdings zugeben, dass ich mich an den Klang meiner eigenen kaum gewöhnen kann. 😉

Ich finde die Idee hinter dem Eltern-Podcast wirklich gut und es sind einige tolle Geschichten dabei, die erheblich ungefilterter daher kommen und sich auch sehr stark voneinander unterscheiden. Da sollte für jeden Elternteil was interessantes dabei sein. Was auch gut ist: Frauen und Männer sind beide in etwa gleich vertreten.

„Das Ziel dieses Podcasts ist es, Eltern in das Familienleben anderer Eltern einen Einblick zu geben. Und aufzuzeigen, dass viele Situationen und Herausforderungen die man mit Kindern erlebt, völlig normal sind.“

Inzwischen sind 17 Interviews online, letzteres ist von mir. Also, wer mal etwas von mir hören will, statt zu lesen, darf da gerne mal rein schauen. Für Leser des Blogs gibt es sicher kaum etwas neues, aber so verpackt ist es eben doch etwas anderes.

 

Tagesvater in Mönchengladbach

Ich bekam eine Anfrage, die ich nicht ablehnen konnte, daher habe ich nun eine Pflegeerlaubnis für Mönchengladbach beim Jugendamt beantragt.

Wir haben zwar zwischenzeitlich viele Dinge aus der Tagespflege abgegeben, aber für zwei Kinder zwischen zwei und drei Jahren sind wir noch ganz gut aufgestellt. Den Raum im Erdgeschoss müssen wir allerdings erst wieder U3-tauglich und kindersicher machen, unser Sohn hatte sich hier natürlich ausgebreitet.

Der Raum selbst ist nach wie vor kindersicher, aber vieles von dem Spielzeug ist es nicht. Der Besuch vom Jugendamt ist für Ende Januar geplant, bis dahin wird auch die Wickelkommode wieder dem eigentlichem Zweck zugeführt. Die Seite „Tagesvater“ habe ich im Blog reaktiviert und werde hier in den nächsten Wochen wieder Informationen für Eltern sammeln.

Aktuell gehe ich davon aus, dass ich ab März 2017 wieder U3-Kinder betreuen darf.

Diese Entscheidung kam ebenso wie die Anfrage sehr überraschend und spontan, aber irgendwie freue ich mich auch darauf wieder als Kindertagespflege-Person tätig zu sein, auch wenn es unseren Alltag wieder mächtig umkrempeln wird.

Soweit ich weiß, werde ich der einzige Tagesvater für U3-Kinder in Mönchengladbach sein, meine Dienstleistung ist also in jedem Fall „einzigartig.“ 🙂

Das Spielzeug hat nicht die Schuld, auch nicht die Farbe. #gendering

Mit Rollenklischees setze ich mich, nicht ganz freiwillig, nun seit fünf Jahren auseinander. Egal, wo ich hinkam, die Klischees waren schon da. In der Krabbelgruppe versuchten die Frauen (es waren tatsächlich nur Frauen anwesend), stets mit mir zuerst über Fußball und Autos zu reden. Themen, die mich noch nie interessierten, aber man wollte mir wohl einen Gefallen tun. „Machen Sie auch die Wäsche zu Hause? Wirklich? Und Putzen?“

Väter fanden es gut, dass ich (als Hausmann) direkten Einfluss darauf nehmen konnte, unseren Sohn zu einem „echtem“ Mann zu erziehen und er nicht nur von Frauen verweichlicht wird. Sie selber mussten ja so viel arbeiten und fanden es besorgniserregend, dass die Betreuung nur Frauen übernehmen. Viele sagten sie wären ja auch gerne zu Hause geblieben, aber Putzen und Wäsche machen käme für sie nicht in Frage, ist eben Frauensache, kleine Hände und so, aber die freie Zeit für sich, die wäre sicher toll.

Ich überzeichne hier viel weniger, als manche vielleicht denken mögen. Weiterlesen

Ab welchen Alter darf mein Kind mit meinem Handy spielen?

Unser Sohn konnte schon sehr früh einen Tablet-PC bedienen...

Unser Sohn konnte schon sehr früh einen Tablet-PC bedienen…

Ich wurde vor einiger Zeit gebeten, für die neue Men’s Health Dad einen kleinen Gastartikel zu schreiben, das Thema lautet:

„Ab welchen Alter darf mein Kind mit meinem Handy spielen?“

Die Frage geht ein wenig in die Richtung zum Umgang von Kindern und Medien, dazu habe ich in meinem Blog bereits den Artikel Medienerziehung für U3-Kinder“ geschrieben, hier ein Auszug von Januar 2012:

Kinder unter drei Jahren brauchen keine Medien, aber die Eltern brauchen diese.
Wir haben zu Hause die Regel: Der Fernseher ist aus, wenn unser Sohn an ist. Damit ich trotzdem nicht von der Welt abgeschnitten bin, verwende ich ein iPad für Nachrichten und E-Mails. Nun wäre es naiv anzunehmen, dass unser Sohn dieses kleine Gerät, mit dem Papa da spielt, ignorieren würde.
(Wenn es so aussieht, als könnte es mich interessieren, ist es meins.)

Men's Health wird Papa

Men’s Health wird Papa

Der Artikel bezog sich damals explizit auf U3-Kinder, unser Sohn ist inzwischen vier und den Zugang zu Medien haben wir ihm nicht verwehrt. Wie vermutlich in vielen Haushalten liegen auch bei uns diverse Tablet-PC und Mobiltelefone herum, den Kindern den Zugang zu verweigern halte ich weder für sinnvoll noch ziel führend. Weiterlesen