29 Sep

„Betreuung nach der Schule? Können wir ihnen nicht garantieren.“

Die Schulwahl haben wir prinzipiell abgeschlossen, ob unser Kind an dieser Schule angenommen wird, ist selbstverständlich nicht sicher.

Nun bemühen wir uns um eine Betreuung direkt im Anschluss an die Schule, OGATA, alternative Betreuung, oder etwas in der Art. Das kostet natürlich alles Geld, mal mit Verpflegung mal ohne, mal mit Hausaufgaben, mal ohne, mal mit raus gehen, mal nur im Klassenraum, mal mit „zwischendrin“ abholen, mal zu ganz festen Zeiten und keine Minute früher und fehlen nur mit Attest vom Hausarzt. Nun ja, sagen wir mal „Dienstleistung“ scheint kein Wort aus dem Umfeld Schule zu sein, hätten wir uns vorher denken können. Das stört uns genau genommen nicht einmal wirklich, wir suchen halt das am besten passende Konzept aus und melden uns dafür an.

Ach, ne, geht ja gar nicht so einfach.

Man soll sich für die Anmeldung zur Schule vier Wochen vorher für einen Termin eintragen. O.K., bloß, ob man angenommen wird, entscheidet sich im Mai des nächsten Jahres. Ähnlich sieht es bei der Betreuung aus, ein Platz kann nicht zugesichert werden, das entscheidet sich nach der Schulentscheidung, also erst nach Mai.

Wie soll man damit irgendwas planen?

„Sie brauchen Nachweise vom Arbeitgeber, sonst bekommen sie den Betreuungsplatz nicht.“
„Ich bin freiberuflich selbstständig.“„Dann haben Sie Pech und landen hinten in der Liste.“

O.K., also wir wissen also nicht, ob wir uns auf eine Betreuung verlassen können, erfahren das aber erst, wenn wir die Schule nicht mehr aussuchen dürfen und ob die Schule, die wir ausgesucht haben, unser Kind aufnimmt, erfahren wir erst, wenn man nichts mehr ändern kann. Wer denkt sich so etwas aus?

Die Betreuung ist also zuerst einmal reine Theorie. Ja, es gibt sie. Planbar ist sie praktisch gar nicht. Wenn wir Pech haben, bekommen wir eine andere Schule, bei der das Betreuungs-Konzept nicht passt, oder noch besser, wo wir per se keine Betreuung in Anspruch nehmen können, weil ich nicht beweisen kann, dass ich auch ein bisschen arbeite. Wobei ich das auch schon seltsam finde. Davon abgesehen, wie kann es sein, dass wir Geld bezahlen wollen (sollen), aber keinen Anspruch (auf zeitige Auskunft) haben?

Frei nach der Ferengi-Erwerbsregel Nummer 19: „Zufriedenheit wird nicht garantiert.“

 

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