27 Jun

Appalachian-Trail Blogs in 2016, auch wieder auf deutsch

Picture from the AT 2012, made by „Stealth Fighter“
Picture from the AT 2012, made by „Stealth Fighter“

Man ist das jetzt lange her, als ich das erste Mal vom Appalachian Trail hörte.

Nach der, mittlerweile sehr bekannten, Fernseh-Doku aus 2009 beschäftigte ich mich damals intensiv mit den Hintergründen einer solchen Weit-Wanderung, die noch erheblich über den Jakobsweg hinaus gehen. Obwohl ich von Hape Kerkeling auch schon sehr beeindruckt war, nachdem ich sein Buch gelesen hatte, den Film empfand ich übrigens sehr enttäuschend.

In den USA sind die bekanntesten Fern-Wanderwege der PCT (Pacific Crest Trail), CDT (Continental Divide Trail) und eben der AT (Appalachian Trail).

Der Pacific Crest Trail und der Appalachian Trail erfreuen sich (oder auch nicht) in letzter Zeit einem enormen Zustrom, da es jeweils eine Hollywood-Verfilmung zu dem Thema gab. Die Zahlen der Thru-Hiker sind entsprechend angestiegen, mit einigen unschönen Nebenwirkungen, wie man zum Beispiel bei feel4nature nachlesen kann. Vielleicht legt sich das aber auch wieder, wobei auch beim Jakobsweg offenbar davon nichts zu merken ist.
Als ich 2012 das Buch eines amerikanischen Thru-Hiker und Bloggers rezensierte, kannte diesen noch kaum jemand. Inzwischen ist seine Seite die absolute Anlaufstelle für alle Thru-Hiker geworden, insbesondere auch für die Blog-Willigen.

„Today AppalachianTrials.com hopes to accomplish so much more, and having been recognized as the Top Hiking and Outdoor Blog by USA TODAY, we feel we’re well on our way…“

Buchrezension: Appalachian Trials: The Psychological and Emotional Guide to Successfully Thru-Hiking The Appalachian Trail, by Zach Davis

Das ist also schon mal mein erster Tipp, wenn man auf der Suche nach guten Geschichten ist. Die sind natürlich alle auf englisch, aber nicht allzu kompliziert. Ich empfehle übrigens, so ganz allgemein, die Blogs der Frauen zu lesen, die sind einfach interessanter, da die Männer oft nur die Tageskilometer runter arbeiten und schreiben, wie viel sie gegessen haben. 😉

Auch zwei deutsche Thru-Hiker haben sich 2016 an einen Blog gewagt, aber einer ist bereits wieder „dropped out“. Wer noch welche kennt, gerne in die Kommentare schreiben.

Ich schaue in jedem Jahr auch gerne auf die Seite Trail-Journals, es dauert zwar dort immer etwas länger, bis man jemanden gefunden hat, der wirklich interessant schreibt, aber es findet sich immer jemand. In den nächsten Tagen werde ich mich wieder dort umsehen und gerne noch einen Lesetipp dazu schreiben. Ich mache das mittlerweile immer einige Wochen nach dem üblichen Starttermin der meisten Hiker, da sich nun die „echten“ Thru-Hiker zeigen. Zu viele Ambitionierte geben nach wenigen Tagen auf und ich finde es frustrierend, wenn es beim Lesen nicht mehr weiter geht.

 

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