25 Okt

Als Familie zahlt man mehr

Seit unserem Umzug, weg aus Düsseldorf nach Neuss und etwas später nach Mönchengladbach ist uns klar, dass die Gemeinden sehr unterschiedlich zur Kasse bitten. Besonders krass war der Unterschied der Müll-Gebühren von Neuss nach Mönchenlgadbach, für den Preis einer 35 Liter Tonne (mittlere Größe) konnten wir in Neuss eine 1100 Liter Tonne nutzen. Wer in MG Kinder im Windelalter hat, kommt mit 35 Litern aber kaum aus, die größte Tonne, 50 Liter, kosten im Jahr 304,14 Euro.

Die Wasser- und Abwasser-Gebühren sind auch nicht ohne, als Familie braucht man logischerweise auch mehr Wasser, wir zahlen grob 900 Euro im Jahr. Huch.

Aber, was auch die ARD im „Geld-Check“ treffend festgestellt hat, besonders teuer wird es bei der KITA-Betreuung. Die Unterschiede sind enorm:

„Der „Geld-Check“ hat dies für die Ballungsräume Frankfurt, Hamburg, Düsseldorf, Leipzig und München berechnet. In einem Radius von jeweils 20 Kilometern liegen die Kitakosten in den einzelnen Kommunen weit auseinander. Spitzenreiter ist der Ballungsraum Hamburg, bei zwei Kita-Kindern liegt die  Differenz hier bei 4400 Euro pro Jahr.“

Leider bleibt die ARD beim Vergleich der Zahlen sehr wage, denn wie hoch die Gebühren für die KITA ausfallen, hängt oft vom Familieneinkommen ab. Als wir nach einer neuen Bleibe suchten, hatten wir das tatsächlich mit berücksichtigt, daher wissen wir, dass man in der einen Gemeinde ab 60.000 Euro Brutto-Familieneinkommen als „reich“ gilt, in einer anderen erst ab 250.000 Euro. Dementsprechend kann auch der berechnete Höchstsatz abweichen. Auch die Kosten für die Kindertagespflege unterscheiden sich erheblich. Wir zahlten immerhin mit Essen rund 450 Euro für die Kita. Im Monat, versteht sich und wir sind nicht in der höchsten Stufe.

Vielen Befragten in der Sendung war zudem gar nicht klar, dass Kindergartenplätze Geld kosten, grundsätzlich. Nicht selten kostet der Platz mehr, als der Staat an Kindergeld auszahlt. Familien mit besonders geringem Einkommen sind aber ebenso oft von den Gebühren befreit. Auch das wurde vergessen von der ARD zu erwähnen.

Insgesamt wurde in der Sendung allerdings deutlich: Familien mit Kindern werden von den Gemeinden am meisten zur Kasse gebeten. Ein Blick in die Gebühren-Tabellen kann sich lohnen, wir zum Beispiel wohnen recht Nahe an einer Gemeinde-Grenze. Allerdings hatte ich die Wasser- Abwasser- und Müll-Gebühren vorher nicht verglichen, das fiel uns erst später auf.

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