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Da-raus-Puuh-Tute!

Eltern glauben ihren Kindern viel zu selten, meistens sind es Dinge, die man als Erwachsener eben gar nicht mehr wahrnimmt. Was wir nicht wahrnehmen, gibt es meist auch nicht, bis es uns jemand beweist.

Ich erinnere mich daran, mit meinen Eltern im Auto gesessen zu haben, es regnete und ich sah mir die Autos an, an denen wir vorbeifuhren. Ich entdeckte einen Wagen mit drei Scheibenwischern, für mich eine Sensation!

Meine Eltern sagten daraufhin: “Fahrzeuge mit drei Scheibenwischern gibt es gar nicht!”

Ich war zutiefst beleidigt, das hatte ich doch gerade gesehen.

So ähnlich muss es heute unserem Sohn ergangen sein. Weiterlesen

Piet darf NICHTS!

Nachtisch

Nachtisch

Ich höre den Satz bereits in meinen Ohren klingeln, dabei hat unser Sohn diesen noch gar nicht gesagt:

“Nie darf ich was!”

Das Blöde ist, er hätte recht. Meine Frau und ich haben lange darüber diskutiert, was Piet darf und was nicht. Ständig müssen wir “nein” sagen und lösen damit natürlich reichlich Frustattacken aus. Das macht uns wirklich keinen Spaß.

Um das Probleim zu lösen, habe ich eine Aufstellung mit dem gemacht, was Piet alles nicht darf, er aber sehr, sehr gerne macht, oder machen würde: Weiterlesen

Heititi – Heititi! (oder: wer Anderen eine Grube gräbt)

Musik und Gesang sind sehr wichtig für die frühkindliche Bildung, das habe ich im Kurs gelernt und trällert mir auch nach wie vor jeder ins Ohr, von dem ich das gar nicht wissen will.

Das passiert immer in dem Moment, in dem ich sage, dass ich nicht (gerne) singe. Inzwischen bin ich vom “Ich-singe-nicht” ein wenig abgewichen, weil es sich im Alltag mit Kind nicht ernsthaft vermeiden lässt, denn überall wird gesungen.
Dennoch bin ich nach wie vor nicht davon überzeugt, dass ausgerechnet MEIN Gesang in irgendeiner Weise pädagogisch wertvoll sein soll.

Immerhin bin ich zu der Erkenntniss gelangt, dass es tatsächlich noch Menschen gibt, die noch schlechter singen können als ich. Das wurde mir vor einigen Tagen klar, als mein Vater seinem Enkel vorsingen musste.

Womit auch geklärt wäre, warum ich so gar nicht singen kann. ;)

Meine Mutter gehörte dafür auch zu denen, die nicht müde werden wollten, mir zu erklären, wie wichtig Singen doch für die Kinder ist. Ich wollte mich irgendwie revangieren und hatte eine tolle Idee: Ich bringe Piet ein Lied bei, das meine Mutti auf den Tod nicht ausstehen kann.

Nein, kein Song von 50-Cent oder Tokio-Hotel, sondern “Heidi”, dem beliebten Titelsong der 70er Jahre Zeichentrick-Serie. Das habe ich als Kind bereits ausgenutzt, wenn ich sie ein wenig ärgern wollte.

Gesagt getan. Weiterlesen

Mechanische Handlung, oder 1-Live gegen WDR4

Seit Piet seine Finger gezielt einsetzen kann, ist meine Stereo-Anlage nicht mehr sicher. Die Umrüstung auf einen Schrank mit Glastüren brachte nur wenige Wochen Erleichterung, inzwischen ist Piet ohne weiteres in der Lage, die Schiebetüren mit nur einem Finger zu öffnen. Dies hat zur Folge, dass mein schöner VSX-908 kaum noch Tastenbefehle annimmt. Da er den typischen Chip-Serienfehler hat, wird er ohnehin wohl bald das Zeitliche segnen. Der nächste Receiver kostet ganz sicher eh keine 2000 Euro mehr.

Um nun den Verstärker (und meine Nerven) zu schonen, haben wir Piet eine eigene, kleine Anlage gegönnt: Philips AZ 1834

Damit darf er seine Fein- und Visuomototrik ausgiebig trainieren, was er auch hingebungsvoll macht. Wir haben da nur eine kleine Meinungsverschiedenheit. Er kann inzwischen eine CD einlegen und starten, auf Radiobetrieb umstellen, die Lautstärke regeln und den Sender einstellen. Blöd ist nur, ich stelle 1-Live ein und er stellt bei der nächsten Gelegenheit auf WDR4 um, immer. Ich wundere mich dann, warum aus dem Kinderzimmer deutscher Schlager trällert.

Zumindest tanzt Piet dazu und singt mit. :)

Karnevalsflüchtling?

Meine Frau und ich sind echte Rheinländer, aber mit Karneval können wir nichts anfangen, wirklich nicht. Mein Großvater war noch Mitglied in einem Verein, den “Blauen Funken Zülpich”,  bis zu mir ist von seiner Begeisterung absolut nichts hängen geblieben. Dies führte dazu, dass wir zu Karneval stets geflüchtet sind. Wir wollen unserem Sohn aber den Karneval nicht vorenthalten und haben daher vor, dieses Jahr tapfer hier bleiben.

Die großen Umzüge werden wir dennoch vermeiden und uns in die Dörfer schlagen. Die Grundschule in Grimlinghausen macht einen Umzug für die Kinder, bei dem die Eltern die Kamelle werfen. Ich werde mir noch irgendwas schweres besorgen, Kaubonbons oder so etwas ähnliches, was sich gut und weit werfen lässt. ;)
Dieser Zug geht an Altweiber, in meinem “Heimatdorf” wird es wohl am Samstag oder Sonntag stattfinden, den nehmen wir vielleicht auch noch mit.

Ein Problem gibt es aber: Wir haben gar keine Kostüme. Für mich selbst finde ich das nicht weiter schlimm, aber Piet muss natürlich eines bekommen. Freunde von uns sind begabt und basteln stets selber, da hat Piet bei mir aber keine Chance. Also werden wir einen Kostüm kaufen, bloß was und wo?

Der Klassiker für U3-Kinder sind Tiere: Löwen, Tiger, Zebras, Elefanten, den ganzen Zoo rauf und runter. Ich wäre ja eher für Spiderman, Skelleton, Batman oder Indiana Jones. Shops in dieser Richtung gibt es im Internet wie Sand am Meer, es sind in den Suchmaschinen reihenweise Seiten, die Kostüme für Kinder vertreiben. Selbst Spielzeuganbieter wie myToys haben das eine oder andere Kostüm im Programm. Vermutlich wird Piet sich für etwas entscheiden, was ich ganz schlimm finde, Prinzessin, Marienkäfer, Biene oder Frosch womöglich. Das muss ich unbedingt verhindern, ich möchte ein cooles Kostüm für ihn haben. Weiterlesen

Stressfaktoren

Jetzt aber schnell...

Jetzt aber schnell…

Es gibt Tage, an denen ist Piet total entspannt, spielt angeregt mit anderen Kindern und ist insgesamt sehr ausgeglichen. An anderen Tagen ist er unausstehlich. Bisher haben wir das immer auf “Zähne kriegen”, “Hunger”, “schlecht geschlafen” und so weiter geschoben. Seit einiger Zeit war mir aber ein Muster aufgefallen. Als ich damals den Artikel “Trotz bis Rotz” geschrieben habe, war mir das noch nicht klar.

Ich sprach wegen der extremen, bis zu 45 Minuten andauernden, Brüllattacken mit meiner Dozentin in der Ausbildung zum Tagesvater. Sie hatte spontan eine Ursache parat und brachte mir zum nächsten Unterrichtsabend eine Studie mit, die sich mit Stressfaktoren von Kindern auseinander setzt.

Wenn ein Elternteil verreist, ist dies für ein Kleinkind offenbar beinahe genauso schlimm, als wenn ein Elternteil stirbt. Da bekommt die Lieblingsseite von Piet in “Emma weint” eine ganz neue Bedeutung, nur ist es in unserem Fall die Mammi, die geht. Immer wenn meine Frau auf Geschäftsreise fährt, habe ich mit Piet zu Hause nichts mehr zu lachen.

Heute war auch so ein Tag. Als Piet mitbekam, dass Mama weg fährt, war wieder Trotz bis Rotz angesagt. Zu wissen, was die Ursache ist und wie schlimm sich das für Piet anfühlen muss, erhöht zwar mein Verständnis, dennoch bin ich abends fix und fertig mit den Nerven.

Die einzige Lösung: Unseren Sohn richtig beschäftigen und im Zweifel brüllen lassen. Nach dem Brüllen kommt zum Glück immer irgendwann das Trösten. :)

Elementare Dinge, die ich nicht möchte…

Ich möchte viele Dinge nicht: Ich möchte nicht, dass Piet mit dem Bobbycar gegen die Türen und Fenster fährt. Ich möchte auch nicht, dass er das Essen auf den Boden wirft oder spuckt. Auch möchte ich nicht, dass er anderen Kindern ihre Sachen wegnimmt, oder permanent auf dem Spielplatz nach Essen schnorrt, als würden wir ihn zuhause verhungern lassen.

Das ist aber alles nicht so wichtig, es gibt andere,  elementare Dinge, die ich nicht will:

Ich möchte nicht unter uns wohnen müssen.

Ich möchte nicht allein erziehend sein. (Meine Frau ist mal wieder ein paar Tage unterwegs, das reicht mir völlig)

Und zuletzt, ganz wichtig:

Ich möchte nicht, dass meine Erziehung dazu führt, dass mein Sohn in der Schule beim Sport immer als letzter in die Mannschaft gewählt wird. Ich kann mich gut daran erinnern und es war echt blöd.

Ergänzend möchte ich auch nicht, dass mein Sohn sich nicht wehrt, wenn man ihn schubst, haut, oder schlägt. Meine Mutter hat mir immer strikt verboten zurück zu hauen, was dazu geführt hat, das ich regelmäßig in der Schule verprügelt und gehänselt worden bin. Dabei war ich den anderen Kindern durchaus nicht körperlich unterlegen. Vermutlich habe ich mich deshalb, als ich volljährig war, im Vollkontakt-Kampfsport ausgelebt. Heute schlägt mich keiner mehr, zumindest nicht ungestraft. ;) Weiterlesen

Tiere in der Kindertagespflege: Ein Hygiene-Problem?

Über die Hygiene-Richtlinien in der Kindertagespflege wird schon seit einigen Monaten ausgiebig diskutiert, denn jede Kindertagespflegeperson wird mittlerweile grundsätzlich als “Lebensmittel erzeugender Betrieb” eingestuft und das hat Konsequenzen für den Alltag. Ich habe zu den aktuellen Richtlinien in NRW bereits einmal Stellung bezogen, werde aber sicherlich erneut darüber schreiben. Heute geht es um Haustiere und deren Einfluss auf die Hygiene. Heute habe ich einen Artikel in der ZET (Zeitschrift für Tagesmütter und -väter) gelesen, hier nimmt eine Tierärztin Stellung.

Die Tierärztin hält Hunde und Katzen für gut geeignete Haustiere, denn sie sind sehr robust. Das kann ich bestätigen, unsere Katze hat ihren Schwanz erstaunlicherweise immer noch. :)

“Wenn entsprechende Hygienemaßnahmen befolgt werden [...] ist gegen Tiere in der Kindertagespflege nicht einzuwenden.” Anja Baltes, Interview in der ZET 5-2012

Haustier oder Kuscheltier?

Haustier oder Kuscheltier?

Einige Kriterien sollten die Haustiere allerdings erfüllen, um Gefahren gänzlich auszuschließen: Weiterlesen

Endspurt

In meiner Qualifizierung zur Kinder-Tagespflege-Person ist die letzte Phase angebrochen. Die Bestätigung für Modul 2 habe ich bereits, das Modul 3 ist gestern gestartet. Während der Herbstferien müssen wir nun alle Unterlagen zusammen stellen, die für die Abschlussprüfung relevant sind. Belege für die Ersthelfer-Ausbildung für U3 Kinder, beglaubigte Zeugnisse, Nachweise über die besuchten Unterrichtsstunden und noch einige Kleinigkeiten.

Auch das Thema für die Abschlussarbeit muss nun erarbeitet werden, spätestens im Dezember muss man das Konzept zur Abnahme vorlegen können. Ein bisschen Zeit bleibt noch, für mich ist das kein Problem, denn ich habe mir bereits verschiedene Themen überlegt. Andere im Kurs haben noch keinen Schimmer, zu welchem Thema sie referieren und schreiben wollen.

Zu meinem Thema werde ich noch einen Blog-Artikel verfassen, wenn ich es soweit vorbereitet habe. Die Arbeit soll handschriftlich erfolgen, ich habe mal freundlich angefragt, ob man nicht auch an einem PC schreiben darf, Computerräume sind dort durchaus vorhanden. Meine Handschrift hat mich schon im Abitur Punkte gekostet. ;)

Präsentationsmappe für die Kinder-Tagespflege

Schon während des ersten Kurses zur Kinder-Tagespflege-Person, wurde uns mehrfach mitgeteilt, wie wichtig die Eigenwerbung ist. Die Vorschläge im Unterricht waren alle recht “analog”, die Webpräsenz scheint für die meisten Tagesmütter keine Rolle zu spielen. Ich schreibe extra Tagesmütter, da alle Tagesväter, von denen ich weiß, eine eigene Homepage online gestellt haben.

Es gab Visitenkarten, die ich natürlich auch habe, Flyer und vor allem die Präsentationsmappe. Im Unterricht haben wir sogar einen Abend lang mögliche Konzepte und die Aufmachung besprochen. Ich fand, wie ich bereits geschrieben habe, alle Mappen eher nicht so toll. Die meisten sahen aus wie “mein erstes Kindergartenbuch”, eben sehr wenig professionell. Könnte auch an meinem letzten Job als Produktmanager liegen, mein Anspruch an den Stil ist seitdem erheblich gestiegen. Eigentlich bin ich der Meinung, dass mein Blog und den Seiten zur Kindertagespflege völlig ausreichend sind, allerdings habe ich inzwischen auch festgestellt, dass auch viele Eltern noch sehr “analog” unterwegs sind und mit meiner Online-Präsentation etwas überfordert sind.

Also habe ich mich noch einmal hingesetzt und mir überlegt, wie man eine Präsentationsmappe für die Kinder-Tagespflege etwas professioneller gestalten könnte. Die Programme, die für das Erstellen notwendig sind, bekommt man als legale Freeware im Netz, ich selbst verwende schon seit Jahren nur noch Open-Office. Ein vernünftiges Layout bekomme ich sicherlich damit hin, aber wie bringe ich es zu Papier?

Ich hatte sehr schnell die Idee, Messemappen drucken zu lassen. Die sind natürlich eigentlich für Unternehmen gedacht, aber wer sagt, dass man die nicht auch für andere Zwecke verwenden kann? Die Kosten sind nur unwesentlich höher, als bei einer selbstgebauten Mappe im Schnellhefter, nebenbei kann man natürlich beide Versionen als Werbekosten in der Steuererklärung angeben. Einen Haken hat die Sache allerdings, denn die Auflagen beginnen bei den meisten Anbietern erst bei 100 Stück. Da sich der Inhalt innerhalb eines Jahres sicherlich überholen würde, ist das etwas viel und lohnt sich vermutlich nur für Großtagespflegestellen, die entsprechend viele Anfragen in einem Jahr haben. Für mich kommt es daher im Moment nicht in Frage.

Kleiner Tipp, für alle, die noch keine Ahnung haben, was in eine Präsentationsmappe für die Tagespflege rein sollte: Weiterlesen