Meine Familie und ich

Auf dem Gymnasium habe ich, in der damals sogenannten “Orientierungsstufe 11″, auch den Kurs Pädagogik besucht, als einziger Junge. In diesem Kurs habe ich auch als einziger, soweit ich mich erinnern kann, die Note “sehr gut” erhalten. Ich hatte ernsthaft überlegt, Pädagogik als Leistungskurs zu belegen, mich dann aber doch für Biologie entschieden. Es lag wohl auch daran, dass ich mir mit 17 Jahren überhaupt nicht vorstellen konnte, irgendeinen Beruf, in dem Pädagogik eine Rolle spielt, zu ergreifen. So kann man sich irren, was solls, ich hatte ja auch Latein und nicht Französisch gewählt. :)

Nach dem Abitur absolvierte ich meinen Zivildienst im Heilpädagogischen Zentrum in Krefeld, das Jahr war sehr anstrengend, aber ich habe auch unglaublich viel gelernt. In der anschließenden Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann lernte ich meine Frau kennen, wir sind nun seit beinahe 14 Jahren zusammen. Geheiratet haben wir erst, als uns niemand mehr danach gefragt hat, dies hat 10 Jahre gedauert.
In der Zwischenzeit war ich viele Jahre selbständiger Kaufmann im Fotofachhandel und Fotograf. Später arbeitete ich als Verkaufstrainer und Promotor für digitale Spiegelreflexkameras und zuletzt als Produktmanager für ferngesteuerte Modellhubschrauber, also in der Spielzeugbranche. In dieser Funktion war ich auch verantwortlich für die Ausbildung der Mediengestalter und der Kaufleute im Unternehmen, sowie für den firmeneigenen Blog.

Als unser Sohn Piet geboren wurde, ging ich für ein Jahr in Elternzeit. Ein Freund brachte mich, eigentlich durch Zufall, auf die Idee, die Ausbildung zur Tagespflegeperson zu machen. Er meinte das eher als Witz. Aktuell bin ich noch mitten in der Ausbildung,  die Pflegeerlaubnis habe ich bereits im April 2012 erhalten. Bis zum Zertifikat dauert es noch ein wenig länger. Für mich ist die Tätigkeit als Tagesvater doppelt interessant. Zum einen sind Teilzeit-Manager-Jobs sehr schwer zu finden und zum anderen kann ich auf diese Weise viel Zeit mit meinem eigenem Sohn verbringen.

Zu unserer Familie gehört auch unsere Katze Kimba, die wir 2007 aus dem Tierheim in Neuss zu uns geholt haben. Mit Piet geht sie bisher vorbildlich um. Ich glaube, dass Haustiere für Kinder sehr wichtig sind, nicht nur aus pädagogischer, sondern auch aus biologischer Sicht.

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