21 Dez

30 Tage – 30 Dinge

Ich hatte mir eine kleine Ausmist-Aktion vorgenommen, ganz im Sinne des Minimalismus-Trends: In 30 Tagen 30 Dinge los werden.

Die 30 Tage sind nun rum, also ist es an der Zeit Bilanz zu ziehen. Die Idee war, jeden Tag ein Teil los zu werden, mit folgenden Prioritäten:

  1. Verkaufen
  2. Verschenken oder Tauschen
  3. Entsorgen

Das hat so nicht hin gehauen, aber dafür habe ich an einigen Tagen deutlich mehr entsorgt. Hätte der Sperrmüll-Termin in diesem Jahr noch geklappt, wären es noch einige Teile mehr gewesen, aber das ist ja nur eine Frage der Zeit. Wenn man etwas los werden will, sollte das auch möglichst sofort passieren, sonst liegt es nachher doch wieder eine Weile rum.

Das Verkaufen hat nicht so gut geklappt, obwohl ich es wirklich versucht habe.

Es ist immer wieder ernüchternd, wenn man für Dinge, die einmal sehr teuer waren und noch wirklich gut im Zustand sind, keinen Käufer findet, selbst, wenn man die Sachen beinahe verschenkt. Was mich direkt zu Punkt 2 auf der Liste führt, denn durch die Erfahrung, dass man kaum noch was für die Dinge bekommt, habe ich bei vielen Teilen gleich zum Verschenken ausgeholt, dies hat erheblich besser geklappt und das Gefühl dabei ist auch was Wert.

Hier mal eine Teile-Liste, die einen guten Überblick darüber verschafft, was ich alles so an Kram hatte, den ich nicht mehr brauchte oder sogar teilweise noch nie genutzt habe:

  1. 4x einzelne Socken, die seit Ewigkeiten einen Partner suchten
  2. 5x Tupperware, wo entweder der Deckel fehlte oder nur noch der Deckel da war
  3. 1x Staubbesen, preiswert erworben und dann nie benutzt, weil das Original doch besser ist
  4. Pulsgurt ohne Uhr, das Band war nicht mehr gut
  5. Pulsgurt mit Uhr, verschenkt, ich habe noch eine dritte, die ich auch nicht verwende
  6. Gefrierschrank, den haben wir tatsächlich verkauft
  7. 3x Reiseführer, Jahre alt, überholt und wir wollen auch nicht mehr hin
  8. Hochstuhl, wurde nicht mehr gebraucht und daher verschenkt
  9. Reisebett, siehe Punkt 8
  10. Kinderklamotten, zwei Kisten, verschenkt
  11. Minidisc, drei Stück, verkauft
  12. Diverse HiFi-Kabel, den Verkauf versucht, jetzt kommen die in den Müll
  13. Plastikdosen, hatte ich Schrauben drin, kamen alle weg
  14. Parfum, geschenkt bekommen, nie verwendet, erfolgreich weiter verschenkt
  15. USB-Hub, verschenkt
  16. 5x Einzelsocken, nicht die passenden aus Punkt 1
  17. 3x Kochbuch, nicht mehr mein Niveau
  18. Slackline-Set, im Angebot erworben, nie verwendet, erfolgreich verschenkt
  19. Laserdisc, über 20 wollte ich verkaufen, drei sind es geworden, ich starte einen zweiten Versuch
  20. Lego-Weltraum-Set, habe jemanden gefunden, der sich wirklich darüber gefreut hat, verschenkt

Insgesamt weit mehr als 30 Teile, aber da geht noch einiges. Daher gibt es im Januar eine direkte Wiederholung der Aktion mit erschwerten Bedingungen:

  • 30 Tage Konsumverzicht
  • Einhaltung der 20-Euro-20-Minuten-Regel

Hinzu kommt: Kein Nachkauf nicht unbedingt notwendiger Dinge, damit haben wir bereits begonnen, denn im Putzschrank, Badschrank oder Büro finden sich reichlich solcher Teile, die einfach nicht mehr nachgekauft werden. Mit der einfachen, naturbelassenen Seife habe ich Duschgel, Shampoo und Rasiergel ersetzt, bisher ohne merkliche Nachteile, das spart obendrein auch noch eine Menge Plastik, Alu und sogar Geld. Das glutenfreie Müsli mische ich nun nicht mehr selbst, was aus fünf Dosen eine macht, das war nicht die Intention, aber wird von mir als erfreuliche Nebenwirkung betrachtet. Bei den Putzmitteln fliegen mittelfristig eine Menge Flaschen aus dem Regal, denn im Alltag komme ich mit Spüli, Essig, Seifelauge und Klarspüler voll zurecht. Die ganzen Spezialreiniger stehen genau genommen schon eine ganze Weile nur dumm rum, ist vermutlich auf Dauer auch besser für die Umwelt. 😉

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