24 Aug

Vorräte für 10 Tage?

Aktuell sind Blogs, Zeitungen und selbst die TV-Nachrichten sehr mit der „neuen“ Empfehlung des Amts für Zivilschutz für die Vorratshaltung beschäftigt, die einen nennen es Panikmache, andere machen sich über die „Hamsterkäufe“ lustig. Beides geht irgendwie am Thema vorbei, oder nicht?

„Erstmals seit 1989 soll die Bevölkerung animiert werden, Vorräte an Lebensmitteln anzulegen. Hintergrund ist die Möglichkeit eines bewaffneten Angriffs auf Deutschland.“ ntv.de

Vorräte für einige Tage haben nun wirklich nichts mit Hamsterkäufen zu tun. Hamsterkäufe sind selten durchdacht und geschehen im Affekt und meist zu spät. Jemand, der Vorratshaltung ernst nimmt, braucht eben keine Hamsterkäufe zu tätigen.

Panikmache? Wir haben die Empfehlung für die Vorratshaltung in der Schule gelernt, kann sich jemand an Tschernobyl erinnern? Da konnte man echte Hamsterkäufe im Supermarkt sehen. Das war 1986 und ich kann mich gut entsinnen. Danach war Aufklärung über Zivilschutz Thema in der Schule, hat man später offenbar nicht mehr gemacht. Wir haben selbst mit gezielter Vorratshaltung vor einem Jahr begonnen, hier nachzulesen: Prepper Blog

Übrigens gab das Amt für Zivilschutz auch vor einem Jahr eine Empfehlung heraus, erstaunlicherweise wurde die Empfehlungen sogar vereinfacht und auf weniger Tage ausgelegt, von „erstmals“ kann also keine Rede sein. Die Empfehlung gab es immer. Darüber redet aber keiner. weiterlesen

23 Aug

Zelten mit Kind: Ginsterveld bei Renesse in Zeeland, Holland

Strand bei Burgh-Hamsteede, Zeeland, Ginsterveld
Strand bei Burgh-Hamsteede, Zeeland, Ginsterveld

Der Sommerurlaub war bei uns eigentlich gestrichen, mit Ausflügen wollten wir uns und unseren Sohn beschäftigt halten und dabei die Kosten übersichtlich gestalten.

Kurz bevor die Sommerferien dann los gingen, schauten wir noch mal in ein Reiseportal, eine Woche in den Süden, vielleicht… dann traf uns der Schlag.

Für die Woche sollte es praktisch ein Riese pro Person sein, wobei unser Kind voll zahlen sollte. Och, so dringend war es dann doch nicht.

Freunde luden uns ein, mit ihnen einige Tage zu zelten. Da gab es nur einige Schwierigkeiten:

  • Ich habe noch nie in meinem Leben in einem Zelt geschlafen
  • Meine Frau hat noch nie in ihrem Leben in einem Zelt geschlafen
  • Wir haben gar kein Zelt

Da wir mit den Aufenthalten in Mobilheimen in De Pekelinge gute Erfahrungen gemacht haben, wollten wir es mal riskieren zu zelten. Natürlich sollten die Kosten niedrig bleiben und wir kauften daher nur, was wir wirklich nicht hatten und schauten im Keller nach, was so zum Campen verwendbar wäre, auch wenn es nicht die optimale Lösung darstellt. Wir reisen ja mit Auto an und nicht mit dem Rad oder gar zu Fuß. weiterlesen

10 Aug

Noch mal zum Kitskensberg bei Roermond

Kitskensberg
Kitskensberg

Ja, ein Ausflug jagt den nächsten, aber unser Kind soll ja was erleben. 😉

Nach dem Toverland bei Venlo und dem Brückenkopf-Park bei Jülich (Aachen) fuhren wir noch mal mit Freunden gemeinsam zum Kitskensberg in der Nähe von Roermond. Der große, private Spielplatz liegt wunderbar im Wald, was angenehme Temperaturen und einem eher niedrigen Geräuschpegel (für einen Spielplatz dieser Größe) garantiert. Wer zum ersten Mal anreist, wundert sich, wie versteckt der Spielplatz liegt, die Einfahrt kann man sehr leicht übersehen.

Es ist schon ein echter Geheimtipp, zumindest für Deutsche. 🙂

Am Wochenende war es gut gefüllt, aber immer noch ein Plätzchen zu finden, das Auto passte allerdings nicht mehr auf den Parkplatz, den Wagen stellten wir im gegenüber liegendem Wohngebiet ab, dort war noch reichlich Platz. weiterlesen

7 Aug

Der Brückenkopf-Park bei Jülich (Aachen)

DSC06121Auf der Empfehlungsliste von Freunden für Ausflüge mit Kind stand auch der Brückenkopfpark bei Jülich. Der Park ist von uns aus eine ganze Ecke weiter weg, als zum Beispiel das Toverland bei Venlo oder der Kitskensberg bei Roermond.

Brückenkopf-Park, Adresse:

52428 Jülich, Rurauenstraße 11

 

Als wir ankamen waren wir ein wenig überrascht, denn obwohl gerade große Ferien sind, war der Parkplatz nicht sonderlich gut gefüllt. Der Eintritt kostete für ein Kind, zwei Erwachsene und eine Oma knapp 20,00 Euro. Die Toiletten waren doch sehr provisorisch (Container), die zweite Überraschung. Das Gelände ist sehr weitläufig, aber durch zahlreiche kleine Spielplätze kann man auch mit Kindern ein wenig „Strecke“ machen. Es gibt einen großen Haupt-Spielplatz, der wirklich schön ist und einige weitere im angrenzendem Wald, sowie auf dem ehemaligem Gelände der Landesgartenschau in der Zitadelle. weiterlesen

6 Aug

Toverland bei Venlo? Kennen wir nicht.

Die Holz-Achterbahn ist leider erst ab 140 cm zugelassen-
Die Holz-Achterbahn ist leider erst ab 140 cm zugelassen-

Wir bleiben in den Ferien daheim, was bedeutet, dass wir mit unserem Kind irgendwie „raus“ müssen. Da wir ja nicht weg fahren, können wir dafür aber auch mal einen etwas aufwendigeren Ausflug machen.

Freunde von uns hatten uns vom Toverland erzählt und betonten, dass dies insbesondere auch für kleinere Kinder gut geeignet wäre. Das Toverland geistert nun in unserem Umkreis schon seit Jahren herum. Wir hatten bisher keine Ahnung, was und wo das eigentlich ist, dabei ist es von uns auch wirklich gut zu erreichen, wir waren selber überrascht.

Toverland Adresse: Toverlaan 2, 5975 MR Sevenum, Niederlande

Das Toverland gibt es nun 15 Jahre, was nicht gerade seit gestern ist, aber eben viel zu kurz, als dass meine Frau und ich es in unserer Jugend hätten erleben können, das Phantasialand und auch De Efteling gibt es halt schon was länger und sind uns recht gut bekannt. Da die Eintrittspreise kein Schnäppchen sind, vor allem nicht als Familie, fahren wir jetzt nicht regelmäßig in diese Parks, aber einmal im Jahr kommt es schon vor. Das Phantasialand haben wir zuletzt noch ohne unseren Sohn besucht, wir sind der Meinung, dass sich das für ihn noch nicht lohnt, da er zu viele Fahrgeschäfte noch nicht benutzen darf. Im Toverland sollte das anders sein, wir waren gespannt und fuhren mit Kind hin, in den großen Ferien. weiterlesen

28 Jul

Fotoarchiv-Minimalismus, oder: Erfahrungsbericht EPSON Perfection V370 Photo

Ich habe es wieder getan, ich habe in den letzten Wochen einige Minimalismus-Blogs gelesen und wieder neue Motivation gesammelt.

Diesmal hatte ich mir ein besonders großes Projekt vorgenommen, obwohl es gar nicht so viel Platz weg nimmt, in der Anzahl der Dinge aber unglaublich ist: Unser persönliches Fotoarchiv und damit meine ich nicht die digitale Variante.

alte Negative scannen
alte Negative scannen

Meine erste eigene Spiegelreflex-Kamera bekam ich mit 12 Jahren geschenkt und ich habe diese über viele Jahre reichlich genutzt und nach der Ausbildung indirekt meine Selbstständigkeit damit aufgebaut. Da meine Familie schon etwas länger in der Fotobranche zu Hause war, erbte ich auch noch reichlich Fotos aus der Familie, die nahm ich gerne an, denn ein wenig Ahnenforschung fand ich gar nicht schlecht. So kam es, dass ich kistenweise Fotos, Dias und Negative habe, die bis über 100 Jahre zurück reichen, viele Bilder stammen aus den 50er und 60er Jahren, aber auch die Jahrzehnte danach sind gut vertreten. Es sind Massen. weiterlesen

13 Jul

Zeug zum Spielen statt Spielzeug, oder: Regentonne vs. Spielhaus

Ich habe vor Jahren einen Artikel geschrieben, der sich auf einen Themenabend in der Ausbildung zur Kindertagespflegeperson bezog, das Thema war damals:

Zeug zum Spielen statt Spielzeug.

Der Artikel wurde als Gastartikel bei Betreut.de veröffentlicht, ist aber leider nicht mehr online, fahrlässiger-weise hatte ich keine Kopie vom Text, bzw. meine Kopie des Artikels ist dem späteren Hacker-Angriff auf meinen Blog zum Opfer gefallen.

Es ging in dem Artikel darum, dass Kinder, um erfolgreich in einen Flow zu kommen, nicht unbedingt Spielzeug benötigen. Statt einer perfekt ausgestatteten (und womöglich rosa-farbenen) Spielküche, tut es auch eine Kiste oder ein Karton mit Bemalung und einigen Drehknöpfen. Die Drehknöpfe sind übrigens sehr wichtig. 😉

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11 Jul

VG-Wort, Zählmarken-Meldung mit T.O.M.

Vollzeitvater-Logo
Vollzeitvater-Logo

Über 5 Jahre ist das Blog nun alt und zum ersten Mal darf ich bei der VG-Wort einige Zählmarken melden. Immerhin vier Artikel haben die notwendige Anzahl an Aufrufen geschafft. Ich kann jetzt nicht gerade behaupten, dass dabei viel rum kommt, aber für mich ist es schon irgendwie ein kleiner Erfolg.

Die Meldung über T.O.M. ist so umständlich, wie man es sich nur vorstellen kann. Da es sich aber nur um vier Zählmarken handelt, hält sich der Aufwand für mich sehr in Grenzen. Bis man soweit ist, muss man natürlich zuerst einen Vertrag mit der VG-Wort abschließen, dann die Zählmarken in seine Artikel importieren und hoffen, dass alles klappt.

Ob es dann funktioniert, erfährt man erst viele Monate später, denn die Meldung erfolgt in der Mitte des darauf folgenden Jahres. Wer einen Artikel im Dezember einstellt, hat praktisch keine Chance mehr, dass dieser ausreichend Zugriffe erhält. Wer besonders umfangreiche Texte schreibt, über 10.000 Zeichen, um genau zu sein, der kann auch schon mit weniger Zugriffen melden, in meinem Blog kommen solche Texte praktisch nicht vor.

Es gibt auch Ausnahmen für Lyrik, ob allerdings meine zwei „besonderen“ Artikel, die ich bisher an Nikolaus geschrieben habe, tatsächlich dazu gehören, habe ich noch nicht heraus gefunden, aber vermutlich schaffe ich die notwendigen Aufrufe eh nicht:

Die Sing-Elsa und Die Lieferung. weiterlesen

4 Jul

Brauerei-Fest in Korschenbroich

Ponyreiten
Ponyreiten

Sonntag, eine Verabredung fiel aus, da sich unsere Freunde allesamt erkältet haben. Andere brachten uns auf die Idee zu einem Brauerei-Fest im Nachbarort zu fahren, dort sollte es auch einige Attraktionen für Kinder geben. Nach unserer sehr guten Erfahrung mit dem Fest vom Autohaus, schwangen wir uns kurz entschlossen auf die Räder und fuhren die überschaubaren 3 Kilometer zum Brauerei-Fest. Das war eine gute Entscheidung, denn es war überraschend gut besucht, könnte auch am Freibier* gelegen haben.

Unser Weg führte uns zum Pony-Reiten, eine Runde für einen Euro. Kurz aber das Kind war zufrieden. Nach einem kleinen Abstecher in den Innenhof, führte uns unser Weg zu den Kinder-Attraktionen, die dann auch kein Geld extra kosteten.

Im Innenhof war es uns erheblich zu voll (und zu betrunken).
Im Bereich für die Kinder fanden sich kaum Väter und somit auch wenig unangenehme Betrunkene. Ja, Klischee, war aber so.

Unser Kind stürzte sich zuerst auf: weiterlesen

27 Jun

Appalachian-Trail Blogs in 2016, auch wieder auf deutsch

Picture from the AT 2012, made by „Stealth Fighter“
Picture from the AT 2012, made by „Stealth Fighter“

Man ist das jetzt lange her, als ich das erste Mal vom Appalachian Trail hörte.

Nach der, mittlerweile sehr bekannten, Fernseh-Doku aus 2009 beschäftigte ich mich damals intensiv mit den Hintergründen einer solchen Weit-Wanderung, die noch erheblich über den Jakobsweg hinaus gehen. Obwohl ich von Hape Kerkeling auch schon sehr beeindruckt war, nachdem ich sein Buch gelesen hatte, den Film empfand ich übrigens sehr enttäuschend.

In den USA sind die bekanntesten Fern-Wanderwege der PCT (Pacific Crest Trail), CDT (Continental Divide Trail) und eben der AT (Appalachian Trail). weiterlesen